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Johann von Kittlitz

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Johann von Kittlitz (* um 1350; † 20. Februar 1408 vermutlich in Bautzen) war als Johann II. von 1382 bis 1392 Bischof von Lebus und als Johann III. von Februar 1393 bis Dezember 1398 Bischof von Meißen.

Johann stammte aus der Familie von Kittlitz, die vor allem in Oberlausitz, Niederlausitz, Schlesien und Böhmen, und damit im Herrschaftsbereich der Luxemburger agierte. Er war Erzieher des Herzogs Johann von Görlitz, des jüngstens Sohns von Kaiser Karl IV. und blieb ihm auch später als Berater verbunden. 1381 wird Johann von Kittlitz erstmals erwähnt, zu dieser Zeit war er Domherr von Prag und Pfarrer von Görlitz. 1382 wurde er zum Bischof von Lebus ernannt und verlegte 1385 den Bischofssitz nach Fürstenwalde/Spree.<ref name="Wejwoda">Marek Wejwoda: Johann III. (von Kittlitz). In: Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Hrsg.): Sächsische Biografie.</ref>

1393 wurde er durch Papst Bonifatius IX. als Bischof Johann III. von Meißen eingesetzt. Mit dieser Translation, die gegen den Willen des Meißner Domkapitels und gegen die Interessen des Markgrafen (Wilhelm der Einäugige) geschah, wollte Karl IV. vermutlich seinen Einfluss in der Mark Meißen sichern. Bischof Johann III. musste sich jedoch verpflichten, das Bistum nicht ohne die Zustimmung des Markgrafen aufzulösen oder in fremde Hände zu bringen. In seiner Meißner Amtszeit griff er in den Dauerstreit zwischen den Minoriten und den Ortskirchen über Begräbnisrecht und Seelsorge ein und ordnete die Zuständigkeiten. Die Auswahl der Schulmeister entzog er den Gemeinden und unterstellte sie den Ortspfarrern. Die Zisterzienser von Kloster Altzella und Kloster Dobrilugk unterstützte er durch die Gewährung von Ablässen.<ref name="Wejwoda" />

Am 2. Dezember 1398 legte Johann zugunsten seines Vetters Thimo von Colditz sein Amt als Bischof von Meißen nieder. Gründe für diese Entscheidung sind nicht bekannt. Als Abfindung erhielt er eine jährliche Rente von 300 Schock Groschen und aus dem bischöflichen Tafelgut die Burg Baruth, wo er wahrscheinlich die letzten Jahre seines Lebens verbrachte. Am 16. Januar 1408 verkaufte er die Burg an Nickel Pack von Gersdorf und starb kurz darauf.<ref name="Wejwoda" /> Er wurde in der Kirche des Bautzener Franziskanerklosters beigesetzt.<ref name="Gurlitt">Cornelius Gurlitt: Denkmäler der Mönchskirche. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 33. Heft: Bautzen (Stadt). C. C. Meinhold, Dresden 1909, S. 166–167.</ref>

Literatur

  • Jan Kopiec: Siegfried Seifert: Art. Johann von Kittlitz († 1408). 1382–1392 Bischof von Lebus. 1393–1398/99 Bischof von Meißen. In: Erwin Gatz (Hrsg.): Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches. Ein biographisches Lexikon. Bd. 1: 1198–1448. Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-10303-3, S. 424.
  • Eduard Machatschek: Geschichte der Bischöfe des Hochstiftes Meissen in chronologischer Reihenfolge (...). Dresden 1884, S. 335–341.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

VorgängerAmtNachfolger
Wenzel von LiegnitzBischof von Lebus
1382–1392
Johannes Frost
Nikolaus I.Bischof von Meißen
1392–1398
Thimo von Colditz

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