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Johannes Bosscha

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Datei:Prof. Dr. J. Bosscha.jpg
Johannes Bosscha

Johannes Bosscha (* 18. November 1831 in Breda; † 15. April 1911 in Heemstede) war ein niederländischer Physiker und Wissenschaftshistoriker.

Leben und Wirken

Bosscha studierte in Deventer und Leiden Naturwissenschaften und promovierte 1854 in Leiden mit einer Arbeit über die Galvanometrie.<ref>Johannes Bosscha im Mathematics Genealogy Project (englisch) Vorlage:MathGenealogyProject/Wartung/id verwendet</ref> 1857 wurde er Assistent am naturwissenschaftlichen Kabinett in Leiden, 1860 Lehrer an der Militärakademie zu Breda. 1863 machte man ihn zum Schulinspektor und 1872 wurde er Lehrer an der Polytechnischen Schule zu Delft; 1878 wurde er Direktor dieser Institution.

Bosscha veröffentlichte zahlreiche Arbeiten in holländischer Sprache, die teilweise auch als deutsche Übersetzung in den Annalen der Physik von Poggendorff herausgegeben wurden. Er war als Nachfolger von David Bierens de Haan Herausgeber der Werke von Christiaan Huygens.

Bosscha beschäftigte sich unter anderem mit der Ermittlung der Schallgeschwindigkeit über kurze Strecken, dem Ausdehnungskoeffizienten des Quecksilbers, der Ursache der galvanischen Polarisation, mit dem Wärmeäquivalent, der Messung der elektromotorischen Kraft und mit der mechanischen Theorie der Elektrolyse. Wichtige Verdienste erwarb er sich in der Telekommunikation, seinerzeit Telegraphie genannt. 1855 wies er die Möglichkeit nach, auf einem Einzeldraht gleichzeitig gegenzusprechen (Gegensprechanlage) und doppeltes Sprechen zu übertragen. Er konstruierte auch entsprechende Apparate.

Ehrungen

1863 wurde Bosscha zum Mitglied der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften (KNAW) gewählt.<ref>Past Members: Johannes Bosscha (3). KNAW, abgerufen am 24. September 2019.</ref> Seit 1910 war er korrespondierendes Mitglied der Académie des sciences.<ref>Verzeichnis der Mitglieder seit 1666: Buchstabe B. Académie des sciences, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. September 2019; abgerufen am 24. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Literatur

  • Joseph W. Dauben, Christoph J. Scriba (Hrsg.): Writing the history of mathematics, Birkhäuser 2002, S. 376
  • Johannes Bosscha, 1831–1911. In: Klaas van Berkel, Albert van Helden, Lodewijk Palm (Hrsg.): A History of Science in The Netherlands. Survey, Themes and Reference. Brill, Leiden, Boston, Köln 1999, ISBN 978-90-04-10006-0, S. 425–426 (knaw.nl [PDF]).

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Johannes Bosscha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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