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Die Gedanken sind frei

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Vorlage:Hinweisbaustein Die Gedanken sind frei ist ein deutsches Volkslied über die Gedankenfreiheit. Während der ursprüngliche Text wohl vor 1800 entstanden ist, gehen heutige Fassungen auf die 1842 durch August Heinrich Hoffmann von Fallersleben geschaffene Version zurück.

Textgeschichte

Datei:Die Gedanken sind frei.png
Melodie und Text, aus: Schlesische Volkslieder mit Melodien: Aus dem Munde des Volkes von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Ernst Heinrich Leopold Richter, S. 307; Veröffentlicht: Breitkopf & Härtel, 1842

Die Entstehung des Liedes wird kurz vor 1800 vermutet. Ludwig Erk bezieht sich im Deutschen Liederhort auf Liedflugschriften als Quellen, die er ohne nähere Angaben auf den Zeitraum um 1780 bis 1800 datiert.<ref>Ludwig Erk (Hrsg.): Deutscher Liederhort: Auswahl der vorzüglichern deutschen Volkslieder aus der Vorzeit und der Gegenwart mit ihren eigenthümlichen Melodien. Enslin, Berlin 1856, S. 358 f. Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.. Siehe auch: Ludwig Erk, Franz Magnus Böhme (Hrsg.): Deutscher Liederhort. 3. Band. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1894, S. 575–577; Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden..</ref> Im Zeitraum zwischen 1810 und 1820 entstand die Melodie dazu, und das Lied wurde in der Sammlung Lieder der Brienzer Mädchen in Bern gedruckt. Im Jahr 1842 wurde das Lied in Schlesische Volkslieder von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben und Ernst Heinrich Leopold Richter veröffentlicht,<ref>Hoffmann von Fallersleben, Ernst Heinrich Leopold Richter: Schlesische Volkslieder mit Melodien. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1842, S. 307 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> diese letzte Version stammt von Hoffmann von Fallersleben. Die grundlegende Philosophie ist bereits aus der Antike bekannt.<ref>Cicero: Pro Milone, XXIX, 79: „Liberae sunt […] nostrae cogitationes.“ („Unsere Gedanken sind frei“).</ref> Das Kernmotiv des späteren Liedtextes findet sich schon im 13. Jahrhundert unter anderem bei Freidank (Bescheidenheit, 1229)<ref>gedanc, II, 5.. In: Georg Friedrich Benecke, Wilhelm Müller, Friedrich Zarncke: Mittelhochdeutsches Wörterbuch. Leipzig 1854–1866, Band 1, Sp. 354b–357a</ref> <poem style="font-style: italic; margin-left: 2em; float: left;"> diu bant mac nieman vinden, diu mîne gedanke binden. man vâhet wîp unde man, gedanke niemen gevâhen kan</poem> <poem style="margin-left:2em; float:left;">Das Band kann niemand finden, das meine Gedanken bindet. Man fängt Weib und Mann, Gedanken niemand fangen kann.</poem>

und Walther von der Vogelweide (joch sint iedoch gedanke frî<ref>Walther von der Vogelweide: ob ich mich selben rüemen sol, Lied der „Neuen Hohen Minne“</ref> – Sind doch Gedanken frei).

Später wurde dem ursprünglich vierstrophigen Lied eine weitere Strophe hinzugefügt.

Text

Überlieferte Versionen

Heute verbreitete Fassung<ref>Hans Breuer (Hrsg.): Der Zupfgeigenhansl. 90. Auflage. Friedrich Hofmeister, Leipzig 1920, S. 118, uni-duesseldorf.de.</ref> Fassung um 1800<ref>Fliegendes Blatt in Achim von Arnims Sammlung Sieben sehr schöne Neue Lieder. (Aus den Jahren um 1800). Zitiert nach: Wolfgang Steinitz: Deutsche Volkslieder demokratischen Charakters aus sechs Jahrhunderten. Band 2. Akademie-Verlag, Berlin (DDR) 1962, S. 163 f.</ref> Fassung von 1856/1865<ref>Franz Ludwig Mittler: Deutsche Volkslieder. N. G. Elwert’scher Verlag, Hamburg / Leipzig 1856, Nr. 996 auf S. 660, eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.; Zweite, mit einem Quellenverzeichniss vermehrte wohlfeile Ausgabe. Verlag von Karl Theodor Völcker, Frankfurt am Main 1865, Nr. 996 auf S. 660, eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>

<poem style="font-style:italic"> 1. Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, sie fliehen<ref group="Anm.">verbreitete Textvariante auch: „fliegen“</ref> vorbei wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen, es bleibet dabei:<ref group="Anm.">verbreitete Textvariante auch: „mit Pulver und Blei,“</ref> die Gedanken sind frei.

2. Ich denke, was ich will, und was mich beglücket, doch alles in der Still, und wie es sich schicket. Mein Wunsch und Begehren kann niemand verwehren, es bleibet dabei: die Gedanken sind frei.

3. Ich liebe den Wein, mein Mädchen vor allen, sie tut mir allein am besten gefallen. Ich bin nicht alleine bei meinem Glas Weine, mein Mädchen dabei: die Gedanken sind frei.

4. Und sperrt man mich ein im finsteren Kerker, das alles sind rein vergebliche Werke; denn meine Gedanken zerreißen die Schranken und Mauern entzwei: die Gedanken sind frei.

5. Drum will ich auf immer den Sorgen entsagen und will mich auch nimmer mit Grillen<ref group="Anm.">Das Wort „Grillen“ in der fünften Strophe ist eine alte Bezeichnung für trübe Gedanken. Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref> mehr plagen. Man kann ja im Herzen stets lachen und scherzen und denken dabei: die Gedanken sind frei. </poem>

<poem style="font-style:italic"> 1. Beleget den Fuß Mit Banden und mit Ketten Daß von Verdruß Er sich kann nicht retten, So wirken die Sinnen, Die dennoch durchdringen. Es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei.

2. Die Gedanken sind frei Wer kann sie erraten? Sie fliehen vorbei Wie nächtliche Schatten; Kein Mensch kann sie wissen, Kein Kerker verschließen Wer weiß, was es sei? Die Gedanken sind frei.

3. Ich werde gewiß Mich niemals beschweren, Will man mir bald dies, Bald jenes verwehren; Ich kann ja im Herzen Stets lachen und scherzen; Es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei

4. Ich denk was ich will und was mich erquicket, Und das in der Still Und wenn es sich schicket; Mein Wunsch und Begehren Kann Niemand mir wehren; Wer weiß was es sei? Die Gedanken sind frei.

5. Wird gleich dem Gesicht Das Sehen versaget, So werd ich doch nicht Von Sorgen geplaget. Ich kann ja gedenken, Was soll ich mich kränken? Es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei.

6. Ja fesselt man mich Im finsteren Kerker, So sind doch das nur Vergebliche Werke. Denn meine Gedanken Zerreißen die Schranken Und Mauern entzwei: Die Gedanken sind frei. </poem>

<poem style="font-style:italic"> 1. Die Gedanken sind frei, Wer kann sie errathen? Sie rauschen vorbei Wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wißen, Kein Jäger sie schießen. Es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei.

2. Ich denke was ich will Und was mich beglücket, Doch alles in der Still Und wie es sich schicket. Mein Wunsch und Begehren Kann niemand verwehren. Es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei.

3. Und sperrt man mich ein Im finsteren Kerker, Das alles sind rein Vergebliche Werke; Denn meine Gedanken Zerreißen die Schranken Und Mauern entzwei: Die Gedanken sind frei.

4. Nun will ich auf immer Den Sorgen entsagen, Und will mich auch nimmer Mit Grillen mehr plagen. Man kann ja im Herzen Stets lachen und scherzen Und denken dabei: Die Gedanken sind frei.

5. Ich liebe den Wein, Mein Mädchen vor allen, Die thut mir allein Am besten gefallen. Ich sitz nicht alleine Bei einem Glas Weine, Mein Mädchen dabei: Die Gedanken sind frei. </poem>

<references group="Anm." />

Literarische Aufnahme: Des Knaben Wunderhorn

Unter dem Titel „Lied des Verfolgten im Turm“ (Nach Schweizerliedern) fand das Lied auch Aufnahme in den dritten Teil der 1806/08 von Achim von Arnim und Clemens Brentano herausgegebenen Volksliedsammlung Des Knaben Wunderhorn.<ref>Achim von Arnim, Clemens Brentano (Hrsg.): Des Knaben Wunderhorn. Alte deutsche Lieder. 3. Band. Mohr und Zimmer, Heidelberg 1808, S. 38–40, deutschestextarchiv.de.</ref> Der Text wurde in dieser Fassung zu einem Zwiegespräch zwischen dem Gefangenen und einem Mädchen ausgeweitet, indem zwischen die ursprünglichen vier Strophen des Gefangenen jeweils eine weitere in einem anderen Strophenschema eingeschoben wurde. Der Text in dieser Fassung wurde (vermutlich von Brentano) aus zwei verschiedenen Vorlagen zusammengefügt: Die Strophen des Gefangenen sind dem Lied Beleget den Fuß mit Banden aus dem Druck Sieben sehr schöne neue Lieder (um 1800) entnommen;<ref>Sieben sehr schöne Neue Lieder. o. J. [um 1800]. Im Sammelband Berlin Yd 7919, Nr. 30, Katalogeintrag der Staatsbibliothek Berlin.</ref> die Textteile des Mädchens einer Flugschrift, die Arnim vermutlich aus der Schweiz mitbrachte.<ref>Ein schönes neues lustiges weltliches Lied genannt der Kühreihen. o. J., Fl.Bl. StdB Zürich Gal XVIII 1636,5, OCLC 1269614795.</ref><ref>Karl Bode: Die Bearbeitung der Vorlagen in Des Knaben Wunderhorn. Mayer, Berlin 1909, S. 625 f. Textarchiv – Internet Archive.</ref><ref>Heinz Rölleke (Hrsg.): Des Knaben Wunderhorn. Lesarten und Erläuterungen, Teil 3 (= Frankfurter Brentano-Ausgabe, Band 9,3). Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-002284-9, S. 76–80.</ref>

<poem style="font-style:italic"> Der Gefangene

Die Gedanken sind frei Wer kann sie erraten? Sie rauschen vorbei Wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, Kein Jäger sie schießen; Es bleibet dabei, Die Gedanken sind frei.

Das Mädchen

Im Sommer ist gut lustig sein Auf hohen wilden Heiden, Dort findet man grün Plätzelein, Mein herzverliebtes Schätzelein, Von dir mag ich nicht scheiden. </poem>

<poem style="font-style:italic; margin-left:1em;"> Der Gefangene

Und sperrt man mich ein Im finsteren Kerker, Dies alles sind nur Vergebliche Werke. Denn meine Gedanken Zerreißen die Schranken Und Mauern entzwei, Die Gedanken sind frei.

Das Mädchen

Im Sommer ist gut lustig sein Auf hohen wilden Bergen Man ist da ewig ganz allein, Man hört da gar kein Kindergeschrei, Die Luft mag einem da werden. </poem>

<poem style="font-style:italic; margin-left:1em;"> Der Gefangene

So sei es, wie es will Und wenn es sich schicket, Nur alles in der Still; Und was mich erquicket, Mein Wunsch und Begehren Niemand kann’s mir wehren; Es bleibet dabei, Die Gedanken sind frei.

Das Mädchen

Mein Schatz, du singst so frühlich hier Wie’s Vögelein in dem Grase; Ich steh so traurig bei Kerkertür, Wär ich doch tot, wär ich bei dir, Ach, muß ich denn immer klagen. </poem>

<poem style="font-style:italic; margin-left:1em;"> Der Gefangene

Und weil du so klagst Der Lieb ich entsage Und ist es gewagt, So kann mich nicht plagen, So kann ich im Herzen Stets lachen, bald scherzen; Es bleibet dabei, Die Gedanken sind frei. </poem>

Diese Textfassung diente auch Gustav Mahler als Grundlage seiner 1898 entstandenen völligen Neuvertonung, die in seine Sammlung von Liedern aus Des Knaben Wunderhorn aufgenommen wurde.

Kommersbuch

Das Lied wurde in der heute verbreiteten Textversion in das Allgemeine Deutsche Kommersbuch aufgenommen.<ref>Friedrich Silcher, Friedrich Erk (Hrsg.): Allgemeines Deutsches Kommersbuch. 144.–150. Auflage. Verlag Moritz Schauenburg, Lahr (Baden) 1929, Kap. Volkslied, S. 438. Laut Vermerk im Inhaltsverzeichnis (S. 679) war das Lied in der 143. Auflage noch nicht enthalten.</ref>

Melodie

Die Melodie in der Fassung der Schlesischen Volkslieder von 1842 (siehe oben): <score sound="1"> \language "deutsch" \relative c {

 \key c \major \time 3/4 \partial 4 \autoBeamOff
 g8 g | c4 c e8[ c] | g2 g4 | f d g | e c
 g' | c c e8[ c] | g2 g4 | f d g | e c
 c' | h d d | c e e | h d d | c e
 c | a a c8[ a] | g2 g8 e' | e[ d] c4 h | c2 \bar "|."

} \addlyrics {

 \set stanza = #"1. "
 Die Ge -- | dan -- ken sind | frei, wer | kann sie er -- | ra -- then?
 Sie | flie -- gen vor -- | bei wie | nächt -- li -- che | Schat -- ten.
 Kein | Mensch kann sie | wis -- sen, kein | Jä -- ger sie | schie -- ßen.
 Es | blei -- bet da -- | bei: Die Ge -- | dan -- ken sind | frei.

} \midi {

 \context { \Score tempoWholesPerMinute = #(ly:make-moment 132 4) }

} </score>

Historische und politische Bedeutung

Immer wieder war das Lied in Zeiten politischer Unterdrückung oder Gefährdung Ausdruck für die Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit.

Der Vater Sophie Scholls, Robert Scholl, wurde Anfang August 1942 wegen hitlerkritischer Äußerungen inhaftiert. Sophie Scholl stellte sich abends an die Gefängnismauer und spielte ihrem dort einsitzenden Vater auf der Blockflöte die Melodie vor.<ref>Werner Milstein: Mut zum Widerstand: Sophie Scholl – ein Porträt. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2003, ISBN 3-7975-0056-4.</ref><ref>Hermann Vinke: Das kurze Leben der Sophie Scholl. Maier, Ravensburg 1980, ISBN 3-473-35222-5, S. 112.</ref><ref>Sophie und ihr Bruder Hans wurden am 18. Februar 1943 festgenommen, nachdem sie an der Universität München Flugblätter verteilt hatten. Beide wurden vier Tage später hingerichtet.</ref>

Am 9. September 1948, auf dem Höhepunkt der Berlin-Blockade, hielt Ernst Reuter vor über 300.000 Berlinern vor der Ruine des Reichstagsgebäudes seine Rede, in der er an „die Völker der Welt“ appellierte, die Stadt nicht preiszugeben. Nach dieser Rede erklang spontan aus der Menge u. a. das Lied Die Gedanken sind frei. Auch in der tagespolitischen Auseinandersetzung gegen staatliche Überwachung und Restriktion wurde das Lied häufig gesungen.<ref>Malte Lehming: McCarthy in Deutschland. In: Der Tagesspiegel. 11. Januar 2011; abgerufen am 30. April 2012.</ref><ref name=":0">„Ich denke, was ich will“. Zu „Die Gedanken sind frei“. 4. Juli 2016, abgerufen im Jahr 2024.</ref>

1989 wurde während der friedlichen Revolution in der DDR das Lied von Mitgliedern der Dresdner Staatskapelle auf dem Theaterplatz in Dresden gespielt und von tausenden Demonstranten mitgesungen. Es war ein ergreifender Höhepunkt der damaligen historischen Ereignisse. Auch wurde es in der DDR in einigen Liederbüchern abgedruckt, gesungen und sogar neu getextet.<ref name=":0" /><ref>Patrick Klimesch for gimas gmbh: Freisein ist immer möglich,aber nie leicht. 2024, abgerufen am 25. Juli 2024.</ref>

Auch 2013 hatte das Lied noch politische Relevanz, so strich der Leiter des Dresdner Kreuzchors das "Freiheitslied" aus dem Programm, um eine Konzertreise durch China nicht zu gefährden.<ref name=":0" /><ref>China-Reise: Kreuzchor streicht „Die Gedanken sind frei“ - WELT. 30. Oktober 2013, abgerufen am 25. Juli 2024.</ref><ref>Schere im Kopf - Kreuzchor streicht Lied für China-Reise [update, 4.11.]. In: nmz - neue musikzeitung. 30. Oktober 2013, abgerufen am 25. Juli 2024.</ref>

Aktuelle Verwendung

  • Eine Verballhornung des Liedes ist das Trinklied Die Getränke sind frei.<ref>Die Getränke sind frei (Trinklied-Parodie). In: Volksliederarchiv (11.000 Lieder). Müller-Lüdenscheidt-Verlag, abgerufen am 9. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 1966 nahm der US-amerikanische Folksänger Pete Seeger eine englischsprachige Version des Liedes mit dem Titel Die Gedanken sind frei (Thoughts Are Free) für sein Album Dangerous Songs auf.
  • 1971 wurde das Lied von den Schauspielern im amerikanischen Fernsehfilm The Birdmen gesungen.<ref>The Birdmen (1971 TV Movie) Soundtracks, imdb.com</ref>
  • 1972 sang Dean Reed dieses Lied in dem DEFA-Film Aus dem Leben eines Taugenichts.<ref>Treffpunkt Kino, 3/1973, auf deanreed.de</ref>
  • 1976 nahm Leonard Cohen das Lied während seiner Deutschland-Tournee in sein Programm auf.
  • Auf seinem 1978 erschienenen Album Das Einhorn veröffentlichte der Liedermacher Christof Stählin drei Strophen des Liedes, zu denen er noch zwei eigene hinzufügte.
  • 1979 nahm es die italienische Sängerin Milva in ihr Album Was ich denke auf.<ref>Milva - Was Ich Denke. 1979, abgerufen am 20. Oktober 2025.</ref>

Literatur (Auswahl)

  • Achim von Arnim, Clemens Brentano (Hrsg.): Des Knaben Wunderhorn. Band 3, Heidelberg 1808, S. 38 („Die Gedanken sind frey...“; ein Dialog zwischen einem Gefangenen und einem Mädchen; angeblich „nach Schweizerliedern“, das heißt hier Bearbeitung nach einer Liedflugschrift mit zwei Strophen des „Oberhasler Kühreihens“ und nach einer Liedflugschrift, die Arnim wohl von seiner Reise in die Schweiz mitbrachte).
  • Wolfgang Steinitz: Deutsche Volkslieder demokratischen Charakters aus sechs Jahrhunderten, Band 2, Berlin 1962, Nr. 202 (auch: Der große Steinitz, Berlin 1979) (Nr. 202 A und B „Die Gedanken…“ 4 Strophen nach einem sozialistischen Liederbuch, Leipzig 1922, mit zwei geringfügig unterschiedlichen Melodien; Nr. 202 C „Beleget den Fuß mit Banden und Ketten…“ / zweite Strophe „Die Gedanken…“ mit 6 Strophen nach einer Liedflugschrift um 1800; Nr. 202 D „Die Gedanken…“ 5 Strophen nach Mittler, 1865 [Franz Ludwig Mittler, Deutsche Volkslieder, Frankfurt am Main 1865, ist wegen unsicherer Quellenlage keine zuverlässige Edition]).
  • Ulrich Otto: Die historisch-politischen Lieder und Karikaturen des Vormärz und der Revolution von 1848/1849. Pahl-Rugenstein, Köln 1982, ISBN 3-7609-5100-7 (Zugleich Dissertation an der Universität Freiburg (Breisgau) 1981).
  • Inge Lammel, Peter Andert: Und weil der Mensch ein Mensch ist. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1986. Lizenzausgabe: pläne, Dortmund 1986, ISBN 3-88569-019-5, Nr. 1.
  • Deutscher Pfadfinderbund (Hrsg.): CD Gegen den Strom, Lieder aus dem Widerstand der Bündischen Jugend gegen den Nationalsozialismus, Köln 1996, Nr. 1 (mit umfangreicher Dokumentations-Broschüre).<ref>Vgl. Die Gedanken sind frei. In: Otto Holzapfel: Liedverzeichnis. Lieddatei – Lieder A-K, Update März 2023 (PDF, 46,3 MB), S. 403–405.</ref>

Weblinks

Commons: Die Gedanken sind frei – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />