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Heinrich Seeling

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Datei:Photo - Portrait des Heinrich Seeling - um 1920.jpg
Heinrich Seeling - um 1920

Christian Heinrich Seeling (* 1. Oktober 1852 in Zeulenroda; † 15. Februar 1932 in Berlin) war ein deutscher Architekt.

Leben

Der Sohn des Maurermeisters Christian Seeling ging in seiner reußischen Heimatstadt Zeulenroda zur Schule. Nach der Lehre besuchte er die Baugewerkschule in Holzminden und danach die Berliner Bauakademie, wo er Hospitant bei Heinrich Strack und Luca wurde. Nachdem er zu Studienzwecken Wien (unter anderem bei Oberbaurat Alexander Neumann), danach Italien besucht hatte, kehrte Seeling nach Berlin zurück und arbeitete nun als Assistent bei Kayser und von Großheim<ref>Kayser und von Großheim, www.potsdam-wiki.de, abgerufen am 10. Februar 2026.</ref>, danach bei dem damals bekannten Architekten Wilhelm Böckmann sowie bei Hermann Ende im Baubüro Borsig.<ref name="BArchW1913" /> Von 1881 bis 1883 war Seeling Lehrer für Ornamentzeichnen und Formenlehre an der Königlichen Kunstschule.<ref>Antje Kalcher, Dietmar Schenk: Vor der UdK. 1. Auflage. Universität der Künste Berlin, 2024, S. 83 (kobv.de [PDF]).</ref>

Datei:Friedhof Wilmersdorf - Grab Heinrich Seeling.jpg
Seelings Grab auf dem Friedhof Berlin-Wilmersdorf

Heinrich Seeling machte sich schließlich selbstständig und entwickelte sich nach dem Bau des Stadttheaters Halle, für das er einen Architektenwettbewerb gewonnen hatte, schließlich zu einem gefragten Theaterarchitekten. Er entwarf und realisierte in der Folge zahlreiche Theaterbauten, darunter das Deutsche Opernhaus in Charlottenburg, das Theater am Schiffbauerdamm in Berlin und viele weitere für zahlreiche deutsche Städte.

Im Jahr 1907 wurde er Stadtbaurat in Charlottenburg. Unter seiner Verantwortung entstanden viele kommunale Bauten, beispielsweise in Zusammenarbeit mit Erwin Barth die südlichen Kaskaden des Lietzenseeparks und der Wasserturm Charlottenburg-Westend sowie weitere, siehe unten.<ref>Schinkel-Grundschule. In: berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf. Abgerufen am 22. April 2022.</ref><ref>Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (Hrsg.): Schulen. (= Berlin und seine Bauten, Teil V, Band C.) Ernst & Sohn, Berlin 1991, ISBN 3-433-02205-4, S. 404.</ref>

Außerhalb der heutigen Stadt Berlin entstand in Zusammenarbeit mit Richard Ermisch als Leiter der Entwurfsabteilung 1912–1914 die Lungenheilstätte Waldhaus Charlottenburg in Sommerfeld.<ref name="BArchW1913" />

Seeling wurde auf dem Friedhof Wilmersdorf beigesetzt. Seine Grabstätte, ein Ehrengrab der Stadt Berlin, befindet sich dort in der Abt. A1-UW-4.

Auszeichnungen

Heinrich Seeling wurden die Titel eines reußischen und eines preußischen Baurates verliehen. 1896 wurde er zum Mitglied der Königlich Preußischen Akademie der Künste berufen. Des Weiteren wurde er:

ausgezeichnet. 1917 wurde ihm der Professorentitel<ref>Vorlage:ZentralblBauverw</ref> und 1924 der Ehrentitel Stadtältester von Berlin verliehen. Im Berliner Ortsteil Charlottenburg erinnert seit 1950 die in der Ortslage Klausenerplatz gelegene Seelingstraße an ihn.<ref>Seelingstraße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert). Siehe auch [1] </ref>

Werk (Auswahl)

Theaterbauten

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Sonstige Bauwerke und Entwürfe

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

  • 1890/1891: Landhaus Wieck, Charlottenburg, Herthastr. 4, zusammen mit Bernhard Wieck<ref name="Dehio Wieck" />
  • eine Häusergruppe in der Berliner Schicklerstraße<ref name="BArchW1913" />
  • 1899–1905: Rathaus Charlottenburg<ref name="Dehio RC" />
  • 1909/1910: Wohn- und Verwaltungsbauten am Wasserturm-Westend<ref name="Dehio WTW" />
  • 1909/1911: Dovebrücke und Marchbrücke mit Stadtbaurat Ingenieur August Bredtschneider<ref name="BArchW1913" />
  • Projekt für eine Städtische Badeanstalt in Charlottenburg<ref name="BArchW1913" />
  • Hilfsschule Bleibtreustraße, Charlottenburg<ref name="BArchW1913" />
  • 1913: Waldhaus Charlottenburg<ref name="BArchW1913" />
  • 1912–1916: Krankenhaus Charlottenburg, Erweiterungen,<ref name="Dehio KhC" /> u. a. Städtisches Krankenhaus für Geburtshilfe in Charlottenburg<ref name="BArchW1913" />
  • 1905/1909: zwei evangelische Kirchen in Bromberg: Christuskirche in gemäßigten neogotischen Formen und die Stadtkirche im Backsteingotik-Stil<ref name="BArchW1913" />
  • 1904: eigenes Wohnhaus in der Villenkolonie Neubabelsberg am Ufer des Griebnitzsees, Karl-Marx-Straße 34
  • 1912: Teilbauten im Lietzenseepark, Eingangsbereich am Südende.<ref name="Dehio LSP" />
  • 1913/1914: eh. 31. und 32. Gemeinde-Doppelschule zusammen mit Paul Weingärtner (Wiebestraße/Neues Ufer)<ref name="Dehio GDS" /><ref name="BArchW1913" />
Datei:Karl-Marx-Straße 34, Potsdam - Villa Seeling.jpg
Villa Seeling in Potsdam

Literatur

  • Irmhild Heckmann-von Wehren: Heinrich Seeling. Ein Theaterarchitekt des Historismus. Lit Verlag, Münster / Hamburg 1995, ISBN 3-89473-090-0 (mit Werkverzeichnis).

Weblinks

Commons: Heinrich Seeling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="BArchW1913"> Vorlage:BerlinerArchitekturwelt</ref> <ref name="Dehio BE"> Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Berlin. Deutscher Kunstverlag, 2006, ISBN 3-422-03111-1, S. 102.</ref> <ref name="Dehio Wieck"> Dehio: Handbuch deutsche KD. 2006, S. 272.</ref> <ref name="Dehio WTW"> Dehio: Handbuch deutsche KD. 2006, S. 279.</ref> <ref name="Dehio RC"> Dehio: Handbuch deutsche KD. 2006, S. 221, 223: Erweiterungsbau.</ref> <ref name="Dehio KhC"> Dehio: Handbuch deutsche KD. 2006, S. 224: Erweiterungsbauten mit Winkler und Richard Ermisch.</ref> <ref name="Dehio DO"> Dehio: Handbuch deutsche KD. 2006, S. 231.</ref> <ref name="Dehio GDS"> Dehio: Handbuch deutsche KD. 2006, S. 239: Schulgebäude.</ref> <ref name="Dehio LSP"> Dehio: Handbuch deutsche KD. 2006, S. 252.</ref> </references>

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