Zum Inhalt springen

Schelitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 10. Juni 2025 um 04:57 Uhr durch imported>Krdbot (Bot: Paul Roden ist 1999 verstorben).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Schelitz
Chrzelice
Wappen von Schelitz
Schelitz Chrzelice (Polen)
Schelitz
Chrzelice (Polen)
Schelitz
Chrzelice
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Oppeln
Powiat: Prudnik
Gmina: Zülz
Geographische Lage: 50° 28′ N, 17° 44′ OKoordinaten: 50° 28′ 20″ N, 17° 44′ 8″ O
 {{#coordinates:50,472222222222|17,735555555556|primary
dim=10000 globe= name= region=PL type=city
  }}

Höhe: 180 m n.p.m.
Einwohner: 593 (31. Dez. 2018<ref>Graport o stanie Gminy Biała za 2018 rok, abgerufen am 4. Juni 2020</ref>)
Postleitzahl: 48-220
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 414 PrudnikOpole
Nächster int. Flughafen: Katowice

Schelitz, polnisch Chrzelice ist eine Ortschaft in der Gemeinde Zülz im Powiat Prudnicki in der polnischen Woiwodschaft Oppeln.

Geographie

Geographische Lage

Das Straßendorf Schelitz liegt im Süden der historischen Region Oberschlesien. Der Ort liegt etwa 9 Kilometer nordöstlich des Gemeindesitzes Zülz, etwa 20 Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Prudnik und etwa 27 Kilometer südwestlich der Woiwodschaftshauptstadt Opole.

Schelitz liegt in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene) innerhalb der Kotlina Raciborska (Ratiborer Becken) in zur Równina Niemodlińska (Falkenberger Ebene). Östlich des Ortes verläuft die Woiwodschaftsstraßen Droga wojewódzka 414. Südlich des Dorfes fließt das Zülzer Wasser (poln. Biała).

Nachbarorte

Nachbarorte von Schelitz sind im Westen Pogosch (Pogórze), im Nordosten Sedschütz (Dziedzice), im Südosten Legelsdorf (Ogiernicze) sowie im Süden Lonschnik (Łącznik).

Geschichte

Datei:Zamek w 1925 roku.jpg
Schloss Schelitz um 1925
Datei:Chrzelice widok.JPG
Blick auf Schelitz
Datei:Zamek z lotu ptaka.JPG
Ruine des Schlosses Schelitz

Das Dorf wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet und erstmals 1316 erwähnt. Südlich des Ortskerns bestand im Mittelalter eine Wasserburg, welche wohl durch die Templer erbaut wurde.<ref name="Gemeinde">Geschichte von Schelitz (polnisch)</ref> 1531 wurde der Ort als Chrzelitze erwähnt.<ref name="Knie" />

Im 17. Jahrhundert wurde die Burg zu einem barocken Wasserschloss umgebaut.<ref name="Gemeinde" /> Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 gelangte Schelitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Schelitz ab 1816 zum Landkreis Neustadt O.S. im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf, damals als Chrzelitz erwähnt, ein Schloss, eine Brauerei, eine Brennerei, eine katholische Schule, ein Jägerhaus, eine Unterförsterei, ein Vorwerk sowie weitere 66 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Schelitz 910 Menschen, davon 48 evangelisch und fünf jüdisch.<ref name="Knie">Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 78.</ref> 1855 lebten 949 Menschen in Schelitz.<ref name="Triest">Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865, S. 1041</ref> 1874 wurde der Amtsbezirk Chrzelitz I gegründet, welcher aus den Landgemeinden Brzesnitz, Chrzelitz, Legelsdorf, Loncznik und Pogorz und die Gutsbezirke Brzesnitz Vorwerk, Fronzke und Chrzelitz bestand. Erster Amtsvorsteher war der Oberamtmann Alexander Heller in Chrzelitz.<ref>Territorial Amtsbezirk Chrzelitz I/Wiesengrund</ref> 1885 zählte Schelitz 939 Einwohner.<ref>AGOFF Kreis Neustadt O.S.</ref>

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 777 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 32 für Polen, im Gutsbezirk Schelitz stimmten 39 Personen für Deutschland und niemand für Polen.<ref>Vgl. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921 (Memento vom 29. Januar 2017 im Internet Archive)</ref> Schelitz verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 1035 Einwohner. 1939 hatte der Ort 1048 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Neustadt O.S.<ref name="Vwg">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Seit 1945 gehört der Ort zu Polen und wurde in Chrzelice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln. 1999 kam der Ort zum Powiat Prudnicki. 2008 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Schelitz.

Sehenswürdigkeiten

  • Das Schloss Schelitz ist eine ehemalige Fluchtburg aus dem 14. Jahrhundert, sie wurde im 15. Jahrhundert zu einer befestigten Wasserburg ausgebaut und 1694 für Wohn- und Repräsentationszwecke um- und ausgebaut.<ref>Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. München 2005, S. 232 ISBN 3-422-03109-X</ref> Heute ist es eine Ruine. Das Gebäude wurde 1959 unter Denkmalschutz gestellt.<ref name="Denkmal">Denkmalregister der Woiwodschaft Oppeln</ref>
  • Umgeben ist das Schloss vom Schlosspark sowie einem Wassergraben. Der Park wurde 1985 unter Denkmalschutz gestellt.<ref name="Denkmal" />
  • Glockenwegekapelle
  • Zweigeschossiges Schulgebäude aus Backstein
  • Wegekapelle mit Marienstatue

Vereine

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Schelitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Altzülz (Solec) | Bresnitz (Brzeźnica) | Dambine (Dębina) | Ellguth (Ligota Bialska) | Ernestinenberg (Górka Prudnicka) | Grabine (Grabina) | Groß Pramsen (Prężyna) | Josefsgrund (Józefów) | Kohlsdorf (Kolnowice) | Krobusch (Krobusz) | Laskowiec (Haselvorwerk) | Legelsdorf (Ogiernicze) | Lonschnik (Łącznik) | Mokrau (Mokra) | Mühlsdorf (Miłowice) | Neudorf (Nowa Wieś Prudnicka) | Olbersdorf (Olbrachcice) | Ottok (Otoki) | Pogosch (Pogórze) | Probnitz (Browiniec Polski) | Radstein (Radostynia) | Rosenberg (Rostkowice) | Schartowitz (Czartowice) | Schelitz (Chrzelice) | Schmitsch (Śmicz) | Simsdorf (Gostomia) | Waschelwitz (Wasiłowice) | Wilkau (Wilków) | Zülz (Biała)

Weiler: Fronzke (Frączki) | Kokot (Hahnvorwerk) | Neuhof (Józefówek) | Ziabnik (Żabnik)

Vorlage:Klappleiste/Ende