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Feuerwasser (Album)

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Feuerwasser
Studioalbum von Curse

Veröffent-
lichung

27. März 2000

Label(s)

Jive Records

Format(e)

CD

Genre(s)

Hip-Hop

Titel (Anzahl)

14 bzw. 16

Länge

48:15 bzw. 56:06

Produktion

Sascha „Busy“ Bühren, Lord Scan (Der Klan), Iman u. a.

Studio(s)

True Busyness Studios in Bad Oeynhausen

Chronologie
Feuerwasser Von Innen nach Außen
(2001)

Feuerwasser ist das erste Album des Mindener Rappers Curse und wurde am 27. März 2000 über Jive Records veröffentlicht. Von Kritikern und Fans unterschiedlich aufgenommen, da das Album sich stilistisch von den musikalischen Ansätzen der damaligen deutschen Hip-Hop-Knotenpunkte in Hamburg und Stuttgart stark unterschied, wird Feuerwasser heute vielerseits als wegweisend für die Entwicklung des deutschen Hip-Hop gesehen.<ref>Juice Magazin Special Issue "Rap in D 2" März/April 2008, Curse Review, S. 115</ref>

Obgleich des vergleichsweise niedrigen kommerziellen Erfolgs anderen Hip-Hop-Künstlern der damaligen Zeit gegenüber, befindet sich auf dem Album mit Hassliebe / Zehn Rap Gesetze zudem Curse’ erste Single, die es in die Videorotation einiger Musiksender schaffte.

Konzept und Produktion

Die Texte handeln von zwischenmenschlichen Beziehungen, Selbstreflexion und Depressionen. Daneben gibt es Representer- und Battletracks. Von dem Juice Magazin wird das Album als Mischung aus „Naivität und Durchdachtheit, Emotion und Technik, juveniler Feierlaune und erstaunlichem Ernst“ beschrieben.<ref>Juice Magazin Special Issue "Rap in D 2" März/April 2008 S. 115, Zeile 1–2</ref> Das Album ist als klassische Rap-Platte konzipiert und orientierte sich laut Curse und Bührens Aussage vor allem an dem Debütalbum von Nas namens Illmatic.<ref>Juice Magazin Special Issue "Rap in D 2" März/April 2008, S. 115, Curse: „Nas' erstes Album, da will ich hin!“</ref>

Auf musikalischer Seite arbeiten die Produzenten Lord Scan, Stieber Twins, Sascha „Busy“ Bühren, Iman, DJ Feedback und Peer Bee zum überwiegenden Teil mit Stilen und Elementen des Eastcoast-Hip-Hop der mittleren und späten 90er-Jahre.<ref>Review, Zeile 18–19</ref> Diese Soundästhetik zeichnet sich vor allem durch Programmierung von Samples (oftmals aus dem Bereich des Jazz) mittels entsprechenden analogen Workstations und Drumcomputern wie der MPC 2000 oder der SP1200 von E-mu Systems aus.<ref>East Coast Hip-Hop - What Is East Coast Hip-Hop Hip. Rap.about.com, 31. Oktober 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Dezember 2016; abgerufen am 10. Juni 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/rap.about.com</ref>

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Titelliste

  1. Zehn Rap Gesetze – 1:39
  2. Was is… – 4:05
  3. Wahre Liebe – 4:00
  4. Leavin’ Las Vegas (feat. Der Klan) – 4:29
  5. Ladykiller – 3:05
  6. Entwicklungshilfe – 3:23
  7. Unter 4 Augen – 1:58
  8. Seance (feat. Arsonists, Shabazz The Disciple & Stieber Twins) – 3:58
  9. Hassliebe – 3:47
  10. Kaspaklatsche (feat. Der Klan) – 2:56
  11. Weserwasser – 3:36
  12. Auf uns ist Verlass (feat. Tone) – 4:33
  13. Licht und Schatten (feat. J-Luv) – 4:29
  14. Schlussstrich – 2:28
  15. Sufis feat. Square One – 3:59 (Nur auf der Neuauflage von 2003 enthalten)
  16. Was Ist (Square One Remix) – 3:53 (Nur auf der Neuauflage von 2003 enthalten)

Rezeption

Chartplatzierung

Feuerwasser stieg in der ersten Woche auf Platz 31 der Media-Control-Charts ein. In der zweiten Woche rutschte das Album auf Rang 46 ab. Insgesamt war es sechs Wochen in den Top 100 vertreten, letztmals in der 20. Kalenderwoche des Jahres 2000 auf Platz 89.<ref>Chartverfolgung von Curse</ref> Es zählt damit als Album mit der bisher niedrigsten Einstiegsposition und dem kürzesten Aufenthalt in den Charts in Curse’ Diskografie von regulären Studio-Alben.<ref>Vgl. Diskografie</ref>

Kritiken

Die Kritiker hatten unterschiedliche Meinungen zu Feuerwasser, was unter anderem dem künstlerischen Ansatz von Curse zuzuschreiben ist. Jener unterschied sich seinerzeit sehr stark von den Konventionen und Konzeptionen der damaligen deutschen Hip-Hop-Epizentren Hamburg und Stuttgart.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Artikel in Stuttgarter Zeitung (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.von-zeit-zu-zeit.de</ref><ref>Absatz zu "Bambule"</ref> Dennoch hatte Curse durch vorangegangene Projekte eine entsprechende Erwartungshaltung innerhalb der Hip-Hop-Szene produziert, die vielerorts sehr hoch angesetzt war.

Das Juice Magazin sah im Veröffentlichungsjahr Feuerwasser als eines „der besten deutschen Hiphop-Alben“<ref>Juice Magazin November 2000, Der Klan Interview S. 39</ref> und machte es zu seinem Album des Monats.<ref>Juice Magazin März 2000, Review S. 114</ref><ref>Juice Magazin Jan/Feb 2001, im Jahresrückblick heißt es auf S. 104: "Der Opus des großen Kleinen wird Album des Monats"</ref> Später nahm das Magazin Feuerwasser im Review-Teil einer Sonderausgabe in die „Auswahl der relevantesten, deutschen Rap-Alben der noch jungen Hiphop-Geschichte […]“ auf.<ref>Juice Magazin Special Issue „Rap in D“ März/April 2005, S. 100</ref> Dem Album wird hier „[…] Moral, Integrität und Ehre […]“.<ref>Juice Magazin Special Issue "Rap in D" März/April 2005, Curse Review, S. 115</ref> zugeschrieben.

Laut.de bewertete das Album mittelmäßig mit der Begründung, dass die stilistische Richtung des Albums „ein bisschen zu hart und […] zum Teil zu persönlich“ sei.<ref>Review zu Feuerwasser auf laut.de</ref> Die Intro attestiert Curse Inhaltslosigkeit.<ref>Curse Interview, in der Antwort auf die Frage Liest du deine eigenen Kritiken?</ref> Beim Re-Release von Feuerwasser im Jahr 2003 revidierte sie diese Meinung jedoch und sprach von „[…] einem der besten Rapalben dieses Jahres [2003].“<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Intro: Plattenkritiken - Curse - Feuerwasser - Intro Magazin.] Intro.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 10. Juni 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Insgesamt stieß Feuerwasser größtenteils auf positive Resonanz, ist aber weitaus unpopulärer bei Fans geblieben als etwa seine Nachfolger Von Innen nach Außen oder Freiheit<ref>Interview mit Curse auf Fett-MTV, Curse behauptet, dass Von Innen nach Außen das beliebteste Curse-Album gewesen sei</ref><ref>Juice Magazin Special Issue "Rap in D 2" März/April 2008 S. 115 "Für viele […] war immer Von Innen nach Außen DAS Curse-Album"</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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