Zum Inhalt springen

Iradsch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. April 2026 um 19:51 Uhr durch imported>Derkoenig (Iradsch im Schāhnāme – Sage VI: lf).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Shahnameh - Iraj slain by his two brothers, Salm and Tur.jpg
Iradsch wird von seinen beiden Brüdern ermordet

Iradsch (persisch ایرج, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), international auch Iraj) ist eine Gestalt aus der iranischen Mythologie, die im sechsten Buch des Schāhnāme, dem persischen Königsbuch des Dichters Firdausi (940/41–1020), beschrieben wird.

Iradsch im Schāhnāme – Sage VI

Mit der Hilfe von Kaveh dem Schmied, der seine Schmiedeschürze als Flagge des Aufstandes benutzte, besiegte Fereydūn den fünften Urkönig Zahak und wird sein Nachfolger als „König der Welt“.

Fereydūn werden drei Söhne geboren, Selm (oder Salm) und Tur von Schahnaz und Iradsch, der Jüngste, von Arnewas, beide Töchter von Dschamschid. Fereydūn teilt noch zu Lebzeiten die Welt unter seinen Söhnen in drei Reiche.

Iradsch wird von seinem Vater als Thronerbe Irans eingesetzt. Salm, der Älteste der drei Brüder, erhält den Westen des Reiches mit Kleinasien. Tur bekommt alles Land jenseits des Oxus (heute Amudarja), das fortan Turan heißt. Dass Iradsch, der Jüngste, das iranische Kernland erhielt, lässt die beiden Brüder nicht ruhen. Sie erheben Anspruch auf dieses Erbe.

Iradsch ist bereit, um des Friedens willen auf sein Erbe zu verzichten. Doch nützt ihm diese Großzügigkeit wenig. Er wird von seinen Brüdern umgebracht. Tur erdolcht Iradsch und enthauptet ihn. Den Schädel senden die beiden Brüder an ihren Vater

„Ihm sagend: 'Hier hast du das zarte Haupt,
Das die Krone der Ahnen geraubt.
Gib ihm nun Kron' oder gibt ihm den Thron!
Der schattende Baum ist gefallen schon.'<ref>Friedrich Rückert: Firdosi's Königsbuch (Schahname) Sage I-XIII. 1890, S. 100.</ref>.“

Mit diesem Brudermord beginnt ein Rachefeldzug Manutschehrs, des Sohnes von Iradsch, an dessen Ende Selm und Tur tot sind. Fereydūn bestimmt seinen Enkel Manutscher, den Sohn von Iradsch, zu seinem Nachfolger und neuen Herrscher Irans. Fereydūn, der als Symbol für das Gute, die Gerechtigkeit und die Freigiebigkeit gilt, stirbt verbittert über den frühen Tod seiner Söhne.

Literatur

  • Friedrich Rückert: Firdosi's Königsbuch (Schahname) Sage I-XIII. 1890. Nachdruck: epubli GmbH, Berlin, 2010, S. 70–135.

Weblinks

Commons: Iradsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />