Zum Inhalt springen

Georg (Wied)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. April 2026 um 14:29 Uhr durch imported>GreenEyeTV (Leben und Wirken).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Georg von Wied († vermutlich 15. Juni 1219<ref>Die zitierte Quelle - Tullius, S. 18 - bestätigt das Todesdatum nicht. Tullius behaupte (S. 21), Georg sei von dem kreuzzug zurückgekehrt und als Zeuge nachgewiesen. Was stimmt? </ref> in Damiette) war von 1197 bis 1219 Graf zu Wied.

Leben und Wirken

Georg war ein Sohn von Dietrich I. von Wied. Der Name seiner Mutter ist nicht bekannt. Er war mit einer namentlich nicht bekannten Gemahlin verheiratet, sie hatten aber keine Nachkommen. Die Gemahlin heiratete nach Georgs Tod Hildebrand von Manderscheid.<ref>Johann Stephan Reck: Geschichte der gräflichen und fürstlichen Häuser Isenburg, Runkel, Wied, verbunden mit der Geschichte des Rheinthals zwischen Koblenz und Andernach von Julius Caesar bis auf die neueste Zeit. Verein für Heimatpflege und Altertumskunde, S. 53 ff. (Digitalisat)</ref> Der Trierer Erzbischof und Kurfürst Theoderich II. von Wied (um 1170–1242) war einer seiner Brüder.<ref name="gensicke" /><ref name="tullius" />

Georg übernahm 1197 von seinem Vater, der als Mönch ins Kloster Heisterbach ging, das Grafenamt. Der erste urkundliche Beleg datiert vom 3. Februar 1201, in dem er als Lehnsmann des rheinischen Pfalzgrafen Heinrich bestätigt wurde.<ref name="gensicke" />

In den Jahren 1210 und 1211 zog er mit Kaiser Otto IV. nach Italien. 1217 ging Georg auf den Fünften Kreuzzug, an dem er neben Graf Wilhelm von Holland führend beteiligt war und zuletzt 1219 bei der Belagerung der ägyptischen Hafenstadt Damiette kämpfte. Er ist dort vermutlich am 15. Juni 1219 verstorben.<ref name="gensicke">Hellmuth Gensicke: Landesgeschichte des Westerwaldes. 3. Auflage. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1958/1999, S. 252; ISBN 3-922244-80-7</ref><ref name="tullius">Wilhelm Tullius: Die wechselvolle Geschichte des Hauses Wied, 1. Auflage, Neuwied, Verlag Kehrein, 2003, S. 18 ff; ISBN 3-934125-02-6</ref>

Sein Bruder Lothar wurde sein Nachfolger im Grafenamt.<ref name="gensicke" /><ref name="tullius" />

Literatur

  • Wilhelm Tullius: Die wechselvolle Geschichte des Hauses Wied. 1. Auflage, Kehrein, Neuwied 2002, ISBN 3-934125-02-6

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
DietrichGraf von Wied
1197–1219
Lothar