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Leuderode

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Leuderode
Gemeinde Frielendorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(118)&title=Leuderode 50° 58′ N, 9° 24′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(118) 50° 58′ 3″ N, 9° 23′ 57″ O
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Höhe: 401 (395–417) m
Fläche: 5,69 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 118 (31. Dez. 2018)<ref name="DF">Zahlen und Fakten. In: Internetauftritt. Gemeinde Frielendorf, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. März 2021;.</ref>
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 34621
Vorwahl: 05684

Leuderode ist ein Ortsteil der Gemeinde Frielendorf im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Leuderode liegt östlich des Hauptortes mitten im Knüllgebirge am Osterbach. Die Kirche liegt auf einer kleinen Anhöhe mitten im Dorf.

Geschichte

Datei:Evangelische Kirche Leuderode 01.jpg
Evangelische Kirche Leuderode

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Leuderode erfolgte unter dem Namen Ludenrot im Jahr 1197. Hier wird der Ort als Gutshof „Ludenroth“ des Klosters Spieskappel in einer Verordnung von Papst Coelestin III. erwähnt. Weitere Erwähnungen erfolgten unter den Ortsnamen (in Klammern das Jahr der Erwähnung): Ludenroth (1213), Lutinrode (1215/39), Lutenrod (1235), Lutenrode (1254), Ludenrade (um 1490), Luderode, Luderodt (1537), Leutenrode, Leudenroda (1575/85), Leudenrode (1587), Luderode (1591), Leudenrohtt (1603), Leudenrodt (1610) und Leuterode (1780).

1261 wurde das Dorf vom Stift Hersfeld an das Kloster Spieskappel geschenkt. Mit der Einführung der Reformation endete ab 1525 die Beziehung zum Kloster in Spieskappel.<ref name="lagis" />

Zum 1. Januar 1974 wurden im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz die beiden Großgemeinden Frielendorf und Grenzebach (das sich am 31. Januar 1971 aus den Gemeinden Leimsfeld, Obergrenzebach und Schönborn gebildet hatte) mit den bisher selbständig gebliebenen Gemeinden Allendorf, Großropperhausen, Leuderode, Spieskappel und Verna zu einer wiederum neuen Großgemeinde Frielendorf zusammengeschlossen. Sitz der Gemeindeverwaltung wurde Frielendorf.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain (GVBl. II 330-22) vom 28. September 1973. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 356, § 8 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,3 MB]).</ref><ref name="lagis" /><ref></ref> Für die ehemals eigenständigen Gemeinden von Frielendorf wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 91 kB) § 4. In: Webauftritt. Gemeinde Frielendorf, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. April 2023; abgerufen im März 2023.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.frielendorf.de</ref>

2022 feierte das Dorf sein 825-jähriges Bestehen mit einem zweitägigen Dorffest.<ref>Matthias Haaß: Leuderode: Knülldorf feiert Jubiläum. In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine. 1. Oktober 2022, abgerufen am 3. Oktober 2022.</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Leuderode 132 Einwohner. Darunter waren 3 (2,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 12 Einwohner unter 18 Jahren, 54 zwischen 18 und 49, 36 zwischen 50 und 64 und 27 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 57 Haushalten. Davon waren 18 Singlehaushalte, 12 Paare ohne Kinder und 18 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 12 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 33 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• um 1490: 3 wehrhafte Männer
• 1537: 20 Beisassen
• 1569: 56 Hausgesesse
• 1575/85: 43 Hausgesesse
• 1639: 14 verheiratete, 2 verwitwete Hausgesesse
• 1681: 22 Hausgesesse, zwei Ausschuss, ein Junggeselle
• 1742: 33 Häuser
• 1747: 28 Hausgesesse
Leuderode: Einwohnerzahlen von 1773 bis 2017
Jahr  Einwohner
1773
  
141
1800
  
?
1834
  
193
1840
  
211
1846
  
205
1852
  
212
1858
  
220
1864
  
225
1871
  
205
1875
  
187
1885
  
211
1895
  
205
1905
  
192
1910
  
169
1925
  
179
1939
  
161
1946
  
311
1950
  
294
1956
  
241
1961
  
221
1967
  
184
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
132
2017
  
133
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Frielendorf<ref name="DF" />, Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1861: nur evangelisch-reformierte Einwohner.
• 1885: 211 evangelische (= 100 %) Einwohner
• 1961: 186 evangelische (= 84,16 %), 34 katholische (= 15,38 %) Einwohner

Historische Erwerbstätigkeit

• 1961 Erwerbspersonen: 79 Land- und Forstwirtschaft, 27 Produzierendes Gewerbe, 8 Handel und Verkehr, drei Dienstleistungen und Sonstiges

Politik

Für Leuderode besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Leuderode) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Leuderode 65,4 %. Alle Kandidaten gehörten der Liste „Dorfgemeinschaft Leuderode“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Leuderode. In: Votemanager. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im März 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Helmut Poltmann zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Leuderode. In: Webauftritt. SPD Frielendorf, abgerufen im Mai 2023.</ref>

Kulturdenkmäler

Für die Kulturdenkmäler des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Leuderode.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis">Leuderode, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 29. März 2022). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 32 und 88, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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