Kettenacker
Kettenacker Stadt Gammertingen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(263)&title=Kettenacker 48° 15′ N, 9° 19′ O
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| Höhe: | 754 m | |||||
| Fläche: | 10,84 km² | |||||
| Einwohner: | 263 (31. Dez. 2024)[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1975 | |||||
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Kettenacker ist ein Stadtteil von Gammertingen im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg.
Geographie
Geographische Lage
Kettenacker liegt rund sieben Kilometer östlich von Gammertingen und nordöstlich von Hettingen im Südwesten der Schwäbischen Alb, der sogenannten Zwiefalter Alb.<ref>Hof- und Adress-Handbuch des Fürstenthums Hohenzollern-Sigmaringen nebst einer Uebersicht des Organismus der Verwaltung und der geographischen Verhältnisse des Landes: 1844. Stuttgart und Sigmaringen, Verlag Beck und Fränkel, 1844. S. 241.</ref>
Ortsteile
Zum Stadtteil gehört die südlich gelegene ehemals fürstlich hohenzollerische Domäne Lusthof (48° 14′ N, 9° 18′ O
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Geschichte
Auf der Gemarkung Buchäcker fand sich eine vorgeschichtliche Siedlung.<ref>Vgl. Fundberichte aus Baden-Württemberg, Band 25. hrsg. von Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, 2001. S. 327. ISBN 3-8062-1727-0.</ref>
Eine erste urkundliche Erwähnung von Kettenacker datiert ins Jahr 1194 und geschieht im Zusammenhang mit der Nennung der Kirche. Im Jahr 1419 wird ein Patrozinium beurkundet.<ref>Vgl. Blätter für deutsche Landesgeschichte, Band 106. hrsg. von Gesamtverein der Deutschen Geschichts- und Altertumsvereine. 1970. S. 271.</ref> Um 1440 fiel die Burg Hinterlichtenstein mit Kettenacker von Wolf von Lichtenstein, welcher 1420 in der Geroldseck’schen Fehde mit den von Geroldseck wider die Herrschaft Wirtenberg abgesagt hat, an die Herrschaft Gammertingen.<ref>Von Lichstein bei Nuffra. In: C. C. Gratianus: Die Ritterburg Lichtenstein, Landsitz Sr. Erlaucht des Grav Wilhelm von Wirtemberg. Verlag Fues, 1844. S. 141.</ref> Bei Teilungen der Herrschaft Gammertingen in den Jahren 1557, 1599 und 1620 innerhalb der Familie von Speth blieb Kettenacker immer bei Hettingen.<ref>Walther Genzmer (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler Hohenzollerns. Band 2: Kreis Sigmaringen, W. Speemann, Stuttgart 1948. S. 211.</ref> Franz Joseph Speth verkaufte Kettenacker mit dem Lusthof 1753 wegen drückender Schulden an die Linie Speth-Gammertingen.<ref>Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Das Land Baden-Württemberg: amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Band 7: Regierungsbezirk Tübingen. Verlag W. Kohlhammer, 1978. S. 799. ISBN 3-17-004807-4.</ref>
Am 5. Dezember 1805 rückte der württembergische Amtmann Braun von Zwiefalten mit 26 Soldaten in das zur Herrschaft Gammertingen gehörende Dorf ein.<ref>Volker Himmelein, Hans Ulrich Rudolf: Alte Klöster Neue Herren Die Säkularisation im deutschen Südwesten 1803. Große Landesausstellung Baden-Württemberg 2003 in Bad Schussenried vom 12. April bis 5. Oktober 2003. Ausstellungskatalog, Band 2. Im Auftrag der Gesellschaft Oberschwaben e. V. und des Württembergischen Landesmuseums Stuttgart. Ostfildern, Verlag Thorbecke, 2003. ISBN 3-7995-0212-2.</ref> Diese vorübergehende württembergische Besetzung<ref>Walther Genzmer (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler Hohenzollerns. Band 2: Kreis Sigmaringen, W. Speemann, Stuttgart 1948. S. 116.</ref> wurde durch die vertragliche Rheinbundakte von 1806 aufgehoben und die Landeshoheit Hohenzollern-Sigmaringen zugesprochen.<ref>Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Ausgaben 4-9. Ausgabe 16 von Invertar der Akten des Reichskammergerichts. Verlag W. Kohlhammer, 1954. S. 36.</ref> Das von da an standesherrliche Speth’sche Amt Hettingen wurde 1814 zur gemeinsamen Polizei- und Gerichtsverwaltung mit dem Speth’schen Amt Gammertingen vereinigt. Ab 1827 Teil des hohenzollerischen, 1850 preußischen Oberamtes Gammertingen, kam es 1925 zum Landkreis Sigmaringen.<ref>Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Das Land Baden-Württemberg: amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Band 7: Regierungsbezirk Tübingen. Verlag W. Kohlhammer, 1978. S. 800. ISBN 3-17-004807-4.</ref>
Kettenacker wurde am 1. Januar 1975 nach Gammertingen eingemeindet.<ref></ref>
Politik
Ortsvorsteher
Ortsvorsteher ist Helmut Rollmann (Stand 2025).
Wappen
Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Kettenacker zeigt in Rot eine silberne Pflugschar, umgeben von einer sechzehngliedrigen silbernen Kette.
Kunst und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
- St. Martinskirche
- St. Georgskapelle
- Von der mittelalterlichen Burg sind noch Mauerreste erhalten.
- Inline-Rundweg
Regelmäßige Veranstaltungen
Das Bergfest wird jedes Jahr auf der Anhöhe beim Sportplatz durch den Musikverein Kettenacker ausgerichtet.
Wirtschaft und Infrastruktur
Ansässige Unternehmen
Die Löwenbrauerei Kettenacker wurde 1850 gegründet und existierte als Privatbrauerei der Familie Hanner bis 1998.
Einzelnachweise
<references />
Literatur
- Herbert Burkarth: 800 Jahre Kettenacker. Zur Geschichte einer Albgemeinde. Hrsg. von der Stadt Gammertingen. 1990.
- Herbert Burkarth, B. Walldorf: Das mittelalterliche, vorreformatorische Pfarrhaus von Kettenacker.
- Diego Häussel, Erwin Hirschle: Gammertingen heute: Mit den Stadtteilen Bronnen, Feldhausen, Harthausen, Kettenacker und Mariaberg. hrsg. von der Stadt Gammertingen. Geiger-Verlag, 1994. ISBN 3-89264-974-X.
Bronnen | Feldhausen | Harthausen | Kettenacker | Mariaberg
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
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- Ort im Landkreis Sigmaringen
- Wohnbezirk von Gammertingen
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Sigmaringen)
- Ersterwähnung 1194
- Ort auf der Schwäbischen Alb
- Gemeindeauflösung 1975