Michaela Geiger
Michaela Geiger, geb. Rall (* 29. September 1943 in Oberammergau; † 30. Dezember 1998 in München), war eine deutsche Politikerin (CSU).
Sie war von 1991 bis 1997 Parlamentarische Staatssekretärin und von 1997 bis 1998 Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.
Leben und Beruf
Geiger besuchte von 1954 bis 1960 das Lyzeum St. Irmengard-Schule. Nach dem Abitur 1963 am Werdenfels-Gymnasium in Garmisch-Partenkirchen<ref name=":2">Michaela Geiger im Munzinger-Archiv, abgerufen am 28. November 2022 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> absolvierte Michaela Geiger eine Fachausbildung zur Fernsehbildtechnikerin in Nürnberg und arbeitete von 1964 bis 1967 beim Bayerischen Fernsehen<ref name=":2" /><ref name=":1" /> in München. Danach war sie bis 1980 als Hausfrau und als Mitarbeiterin im Betrieb ihres Ehemannes tätig.
Michaela Geiger war geschieden und hatte einen Sohn.<ref>Kinder, Kabale und Hiebe. In: Focus. 13. November 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. November 2022; abgerufen am 28. November 2022.</ref><ref name=":0">Patrik Schwarz: Eine Frau in der CSU. In: Die Tageszeitung. 2. Januar 1999, S. 6, abgerufen am 29. November 2022.</ref> Sie war die Tochter des Ritterkreuzträgers Carl Rall.<ref name=":2" />
Partei
Seit 1971 war sie Mitglied der CSU.<ref name=":2" /> Hier gehörte sie ab 1975 dem CSU-Kreisvorstand Garmisch-Partenkirchen an, war ab 1977 Stellvertretende Vorsitzende des CSU-Bezirksverbandes Oberbayern und seit 1987 Mitglied im CSU-Landesvorstand.<ref>Politik: In Michaela Geigers (CSU) Wahlkampf flossen Schreiber-Gelder. In: Der Tagesspiegel. 20. Januar 2000, abgerufen am 29. November 2022.</ref>
Abgeordnete
Von 1978 bis 1981 war sie Marktgemeinderätin in Garmisch-Partenkirchen<ref name=":2" /> und Mitglied des Kreistages von Garmisch-Partenkirchen.
Von 1980 bis zu ihrem Tode war sie Mitglied des Deutschen Bundestages, in den sie über die Landesliste entsandt wurde, da sich Franz Josef Strauß nach der verlorenen Bundestagswahl 1980 geweigert hatte, nach Bonn zu gehen. Im Bundestag amtierte sie von 1987 bis 1991 als Vorsitzende der Arbeitsgruppe Außenpolitik<ref>»Da fühlt man sich so richtig daheim«. In: Der Spiegel. 21. August 1988, abgerufen am 29. November 2022.</ref> der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Am 16. Januar 1997 wurde sie zur Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages<ref name=":3">Dobrindt und seine erfolgreichen Vorgänger. In: Münchner Merkur. 13. Februar 2010, abgerufen am 29. November 2022.</ref><ref name=":1">Trauer um CSU-Politikerin Michaela Geiger. In: Hamburger Abendblatt. 2. Januar 1999, abgerufen am 29. November 2022.</ref> gewählt. Nach der Bundestagswahl 1998 schied sie aus diesem Amt am 26. Oktober 1998 wieder aus.
Von November 1998 bis zu ihrem Tod durch Krebs am 30. Dezember 1998 war sie stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses.<ref name=":0" />
Michaela Geiger war zuletzt 1998 mit 58,0 % der Stimmen direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Weilheim.
Öffentliche Ämter
Nach der Bundestagswahl 1990 wurde sie am 24. Januar 1991 als Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit<ref name=":1" /> in die von Bundeskanzler Helmut Kohl geführte Bundesregierung (Kabinett Kohl IV) berufen. Vom 22. Januar 1993 bis zum 16. Januar 1997 war sie dann in gleicher Funktion beim Bundesminister der Verteidigung.<ref name=":3" /> Im Kabinett Kohl V.
Auszeichnungen
- 1989: Bundesverdienstkreuz am Bande
- 1995: Großes Goldenes Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich<ref>Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)</ref>
Weblinks
- Biografie beim Deutschen Bundestag
- Literatur von und über Michaela Geiger im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Porträt in der Welt vom 2. Januar 1999
Einzelnachweise
<references />
Richard Jaeger | Maria Probst | Kai-Uwe von Hassel | Richard Stücklen | Richard von Weizsäcker | Heinrich Windelen | Hans Klein | Michaela Geiger | Rudolf Seiters | Norbert Lammert | Gerda Hasselfeldt | Eduard Oswald | Johannes Singhammer | Peter Hintze | Michaela Noll | Hans-Peter Friedrich | Yvonne Magwas | Andrea Lindholz
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Geiger, Michaela |
| ALTERNATIVNAMEN | Rall, Michaela (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (CSU), MdB |
| GEBURTSDATUM | 29. September 1943 |
| GEBURTSORT | Oberammergau |
| STERBEDATUM | 30. Dezember 1998 |
| STERBEORT | München |
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- Bundestagsvizepräsident (Deutschland)
- Parlamentarischer Staatssekretär (Bundesrepublik Deutschland)
- Person (Bundesministerium der Verteidigung)
- Bundestagsabgeordneter (Bayern)
- Kommunalpolitiker (Bayern)
- CSU-Parteivorstand
- Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich
- Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande
- Träger des Bayerischen Verdienstordens
- Deutscher
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