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Tonsilla lingualis

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Die Zungenmandel (lateinisch Tonsilla lingualis) ist eine Ansammlung von lymphoepithelialem Gewebe in Form einer Mandel (Tonsille) in der Mundhöhle, genauer in der Schleimhaut am rachenwärts gelegenen Zungengrund, und besteht aus kleinen, linsengroßen Erhebungen. Sie gehört zum lymphatischen Rachenring, welcher der Abwehr von über Mund und Nase eindringenden Krankheitserregern dient. Die Zungenmandel kommt beim Menschen und bei den anderen Säugetieren vor.

Die Zungenmandel ist mit mehrschichtigem, unverhorntem Plattenepithel überzogen, das als Krypten bis in die tiefsten Schichten der Lamina propria hineinreicht. In diese Krypten münden die Ausführungsgänge muköser Speicheldrüsen. Die stetige Durchspülung durch diese Drüsen macht die Zungenmandel weniger anfällig für Entzündungen.

Literatur

  • Uwe Gille: Herz-Kreislauf- und Abwehrsystem, Angiologia. In: Franz-Viktor Salomon u. a. (Hrsg.): Anatomie für die Tiermedizin. 2. Auflage. Enke, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8304-1075-1, S. 404–463.
  • Erhard Lüscher: Lehrbuch der Nasen- und Hals Heilkunde und der Endoskopie der Speiseröhre und der Luftwege. Springer, Wien 1956, ISBN 978-3-7091-7859-1, doi:10.1007/978-3-7091-7858-4.