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Lithiumchromat

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Strukturformel
2 Lithiumion Chromation
Allgemeines
Name Lithiumchromat
Summenformel Li2CrO4
Kurzbeschreibung

gelbe geruchlose Kristalle<ref name="Perry">Dale L. Perry, Sidney L. Phillips: Handbook of inorganic compounds. CRC Press, 1995, ISBN 978-0-8493-8671-8, S. 223 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 238-244-7
ECHA-InfoCard 100.034.752
PubChem 26627
ChemSpider 24804
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 129,87 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,15 g·cm−3 (Dihydrat)<ref name="Perry"/>

Schmelzpunkt
  • 74,6 °C (Entwässerung des Dihydrates)<ref name="Perry"/>
  • 495 °C (wasserfrei)<ref name="Perry"/>
Löslichkeit

gut in Wasser (48,6 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="Perry"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.768">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 350i​‐​317​‐​410
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Lithiumchromat ist das Lithiumsalz der Chromsäure. Es ist ein starkes Oxidationsmittel und wie alle Chromate toxisch und krebserregend.

Darstellung

Lithiumchromat kann aus Lithiumcarbonat und Chromsäure hergestellt werden.<ref name="handbuch">R. Abegg, F. Auerbach (Hrsg.): Handbuch der Anorganischen Chemie. Verlag S. Hirzel, Leipzig 1908, 2. Band, 1. Abteilung, S. 140. Volltext.</ref><ref name="Rammelsberg">C. Rammelsberg: Ueber die Isomorphie der Lithionsalze mit den Kali- und Natronsalzen. In: Annalen der Physik und Chemie, Band 128, 1866, S. 311 ff. Volltext.</ref>

<math>\mathrm{Li_2CO_3 + H_2CrO_4 \longrightarrow Li_2CrO_4 + CO_2 + H_2O}</math>

Eigenschaften

Das Dihydrat kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem in der Raumgruppe P212121 (Raumgruppen-Nr. 19)Vorlage:Raumgruppe/19 mit den Gitterkonstanten a = 774,6 pm, b = 1201 pm und c = 550,9 pm sowie vier Formeleinheiten pro Elementarzelle.<ref>Jean D’Ans, Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. 3. Elemente, anorganische Verbindungen und Materialien, Minerale, Band 3. 4. Auflage, Springer, 1997, ISBN 978-3-540-60035-0, S. 398 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref name="Barlage">H. Barlage, H. Jacobs: "Li2CrO4 · 2H2O: Ungewöhnliche Wasserstoffbrückenbindung und Koordination der O-Liganden des Anions CrO42−" in Zeitschr. f. anorg. und allg. Chem. 1996, 622(4), S. 721–723. doi:10.1002/zaac.19966220426</ref>

Das Anhydrat kristallisiert in der Phenakit-Struktur trigonal in der Raumgruppe R3 (Raumgruppen-Nr. 148)Vorlage:Raumgruppe/148 mit den Gitterparametern a = 14,01 Å und c = 9,41 Å sowie 18 Formeleinheiten pro Elementarzelle.<ref name="Brown">I. D. Brown, R. Faggiani: "Refinement of the crystal structure of lithium chromate" in Acta Cryst. 1975, B31, S. 2364–2365. doi:10.1107/S0567740875007625</ref>

Versetzt man Lithiumchromat mit Salpetersäure, so entsteht Lithiumdichromat.<ref name="Rammelsberg"/>

Beim Glühen mit Lithiumoxid bildet sich Lithiumchromat(V) Li3CrO4.<ref name="Wilhelmi">K. A. Wilhelmi, O. Jonsson: X-Ray Studies on Some Alkali and Alkaline-Earth Chromates(V). In: Acta Chem. Scand. 1965, 19, doi:10.3891/acta.chem.scand.19-0177, S. 177–184.</ref><ref name="Scholder">R. Scholder, H. Schwarz: "Über Alkalichromate(V)" in Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie 1963, 326(1-2) S. 1–10. doi:10.1002/zaac.19633260102</ref>

Verwendung

Eine wässrige Lösung von Lithiumchromat wird als Korrosionsinhibitor sowie als Additiv in Batterien verwendet. Das Dihydrat wird daneben auch als Oxidationsmittel eingesetzt.<ref name="Perry"/>

Einzelnachweise

<references />