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Dominik Klenk

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Datei:Dominik Klenk 2015.jpg

Dominik Klenk (* 26. September 1968)<ref>Auszug aus dem Vereinsregister beim Amtsgericht Darmstadt unter dem Zeichen VR 70609 vom 19. Oktober 2005.</ref> leitet den Fontis Verlag in Basel und Lüdenscheid. Er ist Autor, ein Vertreter der Dialogphilosophie, Journalist und war erster Prior der ökumenischen Kommunität Offensive Junger Christen.

Leben

Dominik Klenk spielte nach dem Abitur von 1987 bis 1989 beim VfL Heppenheim in der 2. Handball-Bundesliga.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kurzbiographie von Dominik Klenk (Memento vom 11. August 2007 im Internet Archive), abgerufen am 24. Juni 2008.</ref> Anschließend studierte er von 1991 bis 1997 Journalistik, Philosophie und Lateinamerikanistik an der Katholischen Universität Eichstätt. Dort promovierte er 2002 mit einer Arbeit über den Philosophen Eugen Rosenstock-Huessy.

Von 2002 bis 2012 leitete Klenk die ökumenische Kommunität Offensive Junger Christen, die in Reichelsheim (Odenwald) und in Greifswald ihre Niederlassungen hat. Von 2008 bis 2012 war er ihr erster Prior.<ref>OJC: Salzkorn 2/2008.</ref> Er war Herausgeber der Zeitschrift Salzkorn.<ref>Werdegang. Dr. Dominik Klenk, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. April 2011; abgerufen am 15. September 2010.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dominik-klenk.de</ref> Seit Oktober 2012 ist er Verlagsleiter und Geschäftsführer des Brunnen-Verlags Basel.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref><ref>Dominik Klenk wird neuer Geschäftsführer. boersenblatt.net, 21. Mai 2012, abgerufen am 7. November 2017.</ref> Dominik Klenk hat 2014 das Verlagslabel Fontis gegründet.<ref>Brunnen Verlag Basel in fontis umbenannt. fontis-verlag, 14. Mai 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. September 2015; abgerufen am 24. September 2015.</ref> Seit 2016 firmiert der Verlag unter dem Namen Fontis AG in Basel, und Fontis Media GmbH in Lüdenscheid.

Klenk ist verheiratet und Vater von drei Kindern.<ref>Werdegang - Über Dr. Dominik Klenk. In: dominik-klenk.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. April 2021; abgerufen am 4. Januar 2022.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dominik-klenk.de</ref>

Arbeitsfelder

In seinen wissenschaftlichen Beiträgen befasst sich Klenk vor allem mit der neuzeitlichen Dialogphilosophie. Neben den Werken Rosenstock-Huessys sind auch die von Martin Buber Gegenstände seiner Forschung. Als Mitglied der Martin-Buber-Gesellschaft rezensiert er neuere philosophische Literatur und veröffentlicht Essays zu verschiedenen Themen in der Zeitschrift Im Gespräch.<ref>Martin-Buber-Gesellschaft: Im Gespräch. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam, ISSN 1616-6094 (Heftarchiv).</ref> Für die Wochenzeitung Die Zeit führte er im März 2011 ein Interview mit dem Philosophen Robert Spaemann.<ref name="Wo war Gott in Japan?"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wo war Gott in Japan? (Memento des Vorlage:IconExternal vom 7. April 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dominik-klenk.de, 24. März 2011.</ref>

Seit seiner wissenschaftlichen Arbeit an dem literarischen Erbe von Martin Buber engagiert sich Klenk in der Versöhnungsarbeit zwischen Juden und Christen. Zwischen 2003 und 2012 hat er internationale Versöhnungstreffen zwischen Israelis und Deutschen gemeinsam mit dem Israeli Ilan Brunner verantwortet, dem Begründer der Initiative Disraelis. Ziel der Begegnungen war es u. a. jungen Erwachsenen, die durch Terrorangriffe oder in der Armee verwundet wurden, Angehörige verloren haben und teilweise stark traumatisiert sind, eine Auszeit von Krieg und Schrecken zu ermöglichen.<ref>Marieke S.: Vom Holy Land zum Holidaypark. Offensive Junger Christen e. V., abgerufen am 12. Januar 2023.</ref> Ebenso wurden im Rahmen des Projektes traumatisierte Eltern eingeladen, die ein Kind im Krieg verloren hatten oder deren Kinder schwer verletzt wurden.<ref>Maria Kaißling und Rudolf Böhm: geweint, gelacht, gesungen. Offensive Junger Christen e. V., abgerufen am 12. Januar 2023.</ref>

Auch als Verleger hielt Klenk an seinem Engagement und seinem Einsatz für die Lebensgeschichten jüdischer Bürger fest. Er publizierte 2014 die Lebensgeschichten der Jüdin Hannah Zack Miley.<ref>Hannah Zack Miley: Meine Krone in der Asche. fontis Verlag, abgerufen am 12. Januar 2023.</ref> 2019 folgte die Geschichte des Holocaust-Überlebenden Joe Rubinstein unter dem Titel Auschwitz #34207.<ref>Nancy Sprowell Geise: Auschwitz #34207. fontis Verlag, abgerufen am 12. Januar 2023.</ref> 2022 publizierte er Holocaust von Susanna Kokkonen, ein Buch über die Geschichte des Antisemitismus und den Hass auf das Volk Israel.<ref>Susanna Kokkonen: Holocaust. fontis Verlag, abgerufen am 12. Januar 2023.</ref>

Dominik Klenk arbeitet als Coach für Teamprozesse und Community-Building. Er gründete 2003 gemeinsam mit Roland Werner und dem evangelischen Bischof Christian Zippert das TGG (Treffen geistlicher Gemeinschaften) in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).<ref>Das Treffen Geistlicher Gemeinschaften (TGG) in der EKD. In: Die Konferenz Evangelischer Kommunitäten (KevK). Abgerufen am 16. Juli 2012.</ref><ref>Verbindlich leben. Kommunitäten und geistliche Gemeinschaften in der Evangelischen Kirche in Deutschland. Ein Votum des Rates der EKD zur Stärkung evangelischer Spiritualität, EKD-Texte 88, 2007. EKD, 2007, abgerufen am 16. Juli 2012.</ref>

Dominik Klenk forschte und reflektierte über die Psychohistorie von Gemeinschaften und Gruppenprozessen.<ref>Dominik Klenk: Die Wechseljahre der Gemeinde. In: Salzkorn 3/2010. OJC e. V., abgerufen am 16. Juli 2012.</ref>

Er hat die Jungunternehmerforen 20x09 und 20x10 mit gestaltet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />20x09 Was wird uns in Zukunft bewegen? (Memento vom 15. August 2012 im Internet Archive)</ref>

Klenk ist Ideengeber des erlebnispädagogischen Erfahrungsfeldes auf Schloss Reichenberg.<ref>10 Jahre Erfahrungsfeld. Offensive Junger Christen e. V., abgerufen am 5. Oktober 2020.</ref> Unter seiner Leitung entwickelte ein Team aus Architekten, Landschaftsgärtnern, Pädagogen und Künstlern von 2005–2010 die mittelalterliche Burganlage im Odenwald zu einer Besuchs-Fortbildungsstätte mit einem Schwerpunkt im Bereich Teambuilding.<ref>Dominik Klenk: Kathedrale niederschwellig. Offensive Junger Christen e. V., abgerufen am 5. Oktober 2020.</ref>

Klenk vertritt die Grundthese, dass Menschen in ihrer Grundhaltung Empfangende sind. Beziehungen in Teams und Gruppen könnten nur wachsen und prosperieren, wenn sie Liebe empfangen und weiter schenken.

Dominik Klenk ist Initiator, Architekt und Mitautor des Evangelischen Jugendkatechismus YOUBE. Ziel des Katechismus ist es, der jungen Generation die Basics des christlichen Glaubens zu vermitteln. Dem Buch zur Seite steht ein crossmediales Konzept, um über soziale Netzwerke und digitale Arbeitsvorlagen Gemeinden und junge Menschen bei der pädagogischen und missionarischen Arbeit mit dem YOUBE zu unterstützen.<ref>Ein Nachfolger für Luthers kleinen Katechismus. Evangelische Landeskirche in Württemberg, 11. Mai 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. September 2015; abgerufen am 24. September 2015.</ref>

Dominik Klenk verantwortete von 2012 bis 2017 gemeinsam mit dem Philologen Urs Stingelin die Revision der Bibelübersetzung Hoffnung für alle, eine der meistgelesenen kommunikativen Bibelübersetzungen.<ref>Das Team. Die Mitarbeiter am Text der revidierten Hoffnung für alle. Hoffnung für alle, abgerufen am 5. Oktober 2020.</ref>

Klenk gründete 2004 die ojcos-stiftung und war bis 2019 ihr Vorstandsvorsitzender. Die Stiftung ist in dieser Zeit enorm gewachsen und unterstützt insbesondere Projekte im Bereich Familie, interkulturelles Lernen und Völkerverständigung.<ref>Wir über uns. ojcos-stiftung, abgerufen am 5. Oktober 2020.</ref>

Positionen

Klenk setzt sich für die Familie aus Mann und Frau sowie für ein Therapierecht für „veränderungswillige Homosexuelle“ ein.

Klenk vertritt traditionelle Werte und Lebensformen. In Schriften und Vorträgen bezieht er Stellung gegen die Nivellierung der Geschlechterunterschiede. In der so genannten Gender-Politik sieht er eine lautlose Revolution gegen die „schöpfungsgemäßen“ Unterschiede zwischen Mann und Frau.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gender-Politik: Die lautlose Revolution. Mann oder Frau? Eine neue Politik will die natürlichen Unterschiede nicht mehr wahrhaben (Memento vom 1. Juli 2014 im Internet Archive)</ref> Für homosexuelle Menschen, die ihre sexuelle Orientierung ändern wollen, fordert Klenk das „Recht auf therapeutische Begleitung“.<ref>Idea: OJC: Änderungswillige Homosexuelle nicht abweisen, vom 4. Mai 2008, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />abgerufen am 18. Oktober 2012 (Memento vom 18. Oktober 2012 auf WebCite).</ref> Als einen der hervorstechenden Unterschiede zwischen männlichen homosexuellen und heterosexuellen Partnerschaften sieht Klenk, aufgrund, so von ihm interpretierter Studien, den Sex mit wechselnden Partnern außerhalb der festen Beziehung.<ref>kath.net Besser schwul als katholisch? Zur Entscheidung der EKD-Synode zum Pfarrerdienstrecht – Ein Kommentar von Dominik Klenk</ref> Die Reform des Pfarrerdienstrechtes mit einer offiziellen Öffnung für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften im Amt, sei ein Zündeln im sowie eine Demontage des Pfarrhauses; Gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften würden es in ein „Freudenhaus“ verwandeln.<ref name="klenk">Dominik Klenk <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die vertane Chance der EKD, das evangelische Pfarrhaus als Ort der Klarheit und der Orientierung zurück zu gewinnen (Memento des Vorlage:IconExternal vom 18. November 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dominik-klenk.de. In: IdeaSpektrum 46/2010, online mit Kommentaren, gesehen am 14. März 2011. Mit Verweis auf Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft: Männliche Homosexualität und Promiskuität auf DIJG.de, gesehen am 14. März 2011.</ref>

Klenk setzt sich für die Ökumene ein. Er referiert und publiziert auf zahlreichen evangelischen und katholischen Foren.<ref>Lieber Bruder in Rom. Ein evangelischer Brief an den Papst. Hrsg. Dominik Klenk, München 2011, S. 10.</ref> Der katholische Philosoph Robert Spaemann nennt diesen Ansatz den Versuch einer anderen Ökumene: Nicht die Ökumene des kleinsten gemeinsamen Nenners bzw. der Schnittmenge konfessioneller Überzeugungen und Fallenlassen des Restes als Privatsache.<ref>Solche Protestanten sind willkommen. Christ & Welt 34/2011, abgerufen am 16. Juli 2012.</ref>

Als Dialogphilosoph beschäftigt sich Klenk kritisch mit den Auswirkungen einer zunehmend technisierten und digitalisierten Lebenswelt auf den Menschen.<ref>"Gegenwartsverlust" in der Kommunikationsgesellschaft: Anstöße zu einer dialogischen Ethik der (Massen)Kommunikation mit Martin Buber und zwei Gespräche mit Harry Pross. amazon.de, abgerufen am 5. Oktober 2020.</ref> Er vertritt die These, dass die Digitalisierung eine exponentielle psycho-soziale Beschleunigung des menschlichen Lebens zur Folge hat. „Wer schneller lebt, ist früher fertig“ sei ein wirkmächtiges Credo der späten Moderne, dem heute kaum zu entkommen sei. Ein Gegengewicht zu dieser allgegenwärtigen Hintergrundstrahlung von Beschleunigung und Entfremdung sei nur durch das Erkämpfen kontemplativer Zeitfenster zu bekommen.<ref>Dominik Klenk: Wer schneller lebt, ist früher fertig. Offensive Junger Christen e. V., abgerufen am 5. Oktober 2020.</ref>

Würdigungen

  • Dominik Klenks Forschungen zum philosophischen Werk Rosenstock-Huessys wurden 2002 von der Katholischen Universität Eichstätt als hervorragende wissenschaftliche Arbeit ausgezeichnet.<ref>KU Eichstätt Pressemitteilung, abgerufen am 24. Juni 2008.</ref>

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • „Gegenwartsverlust“ in der Kommunikationsgesellschaft. Anstöße zu einer dialogischen Ethik der (Massen)Kommunikation mit Martin Buber und zwei Gespräche mit Harry Pross. Lit, Münster 1999, ISBN 3-8258-4109-X.
  • Metanomik – Quellenlehre jenseits der Denkgesetze. Eugen Rosenstock-Huessys Wegbereitung vom ich-einsamen Denken der neuzeitlichen Philosophie zur gelebten Sprachvernunft. Agenda-Verlag, Münster 2003, ISBN 3-89688-175-2 (zugleich Dissertation Eichstätt 2001).
  • Riskiere dein Herz: Wunder und Wagnisse – mit Gott erlebt. Gießen 2008, ISBN 3-7655-1909-X.
  • Gender Mainstreaming: Das Ende von Mann und Frau? Gießen 2009, ISBN 3-7655-1441-1.
  • Lieber Bruder in Rom. Ein evangelischer Brief an den Papst. Knaur TB, München 2011, ISBN 3-426-78524-2.
  • Wie Gefährten leben. Eine Grammatik der Gemeinschaft. Brunnen Verlag, Gießen 2013, ISBN 978-3-7655-1307-7.
  • YOUBE. Evangelischer Jugendkatechismus. Zusammen mit Bernd Wannenwetsch und Roland Werner. Basel 2015, ISBN 978-3-03848-034-1.
  • Berufung: Aufs Ganze gehen. Gießen 2010, ISBN 978-3-7655-4096-7.
  • Vom Neid befreit. Meins und Deins, und die Kunst zufrieden zu sein. Gießen 2011, ISBN 978-3-7655-4139-1.
  • Der christliche Glaube für Entdecker: Die Basics des Glaubens für Kinder. Basel 2020, ISBN 978-3-03848-195-9.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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