Rozzol Melara
Rozzol Melara ist ein Stadtteil von Triest. Er liegt auf einer Karst-Anhöhe vier Kilometer östlich des Stadtzentrums.
ATER
Der Stadtteil (1902 gegründet als Icam<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ATER Profilo storico-istituzionale ( des Vorlage:IconExternal vom 8. Oktober 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>) ist bekannt durch den offensichtlich an Le Corbusier orientierten Wohnkomplex Il Quadrilatero der Wohnungsbaugesellschaft Azienda Territoriale per l’Edilizia Residenziale ATER,<ref name="AZW">Wohnbau 'Quadrilatero'. In: AZW tour 76. Triest - litorale, cittá, altipiano 30.3.-1.4.2001. Architekturzentrum Wien, 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Oktober 2014; abgerufen am 2. September 2014. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> der auch „ATER“ oder „Alcatraz“ genannt wird. Dieses Beispiel sozialen Wohnungsbaus wurde von einer Gruppe Triester Ingenieure unter Leitung des Architekturbüros von Carlo Celli entworfen; erbaut wurde es zwischen 1969 und 1983.<ref name="AZW" /> Der unvollständig gebaute Komplex<ref name="AZW" /> besteht aus zwei L-förmigen, gemeinsam ein Quadrat bildenden Baukörpern mit einem Volumen von 267.000 Kubikmetern mit einer Fläche von 89.000 Quadratmetern. Er umfasst 648 Wohnungen für etwa 2.500 Bewohner. Der Innenhof wird von zwei aufgeständerten Passagen-Trakten gequert, in deren Schnittpunkt das Kreuzungsgebäude liegt, wo sich öffentliche Einrichtungen befinden sollten. Die Planer bezeichneten diesen Bereich als corte-piazza<ref>Rozzol Melara Transformation. In: Diplomarbeit von Katharina Schmidt, Seite 16. Februar 2018, abgerufen am 29. Januar 2026.</ref>, als zentralen Platz. Die ersten Wohnungen wurden zwischen 1979 und 1981 vornehmlich von jungen Paaren bezogen. Ziel des Projektes war es, nach dem Modell der Unité d’Habitation Le Corbusiers eine unabhängige Siedlung zu schaffen, die alle Grundeinrichtungen wie Ladengeschäfte und Schulen bieten sollte. Der Komplex war zwischenzeitlich jedoch heruntergekommen und oft Schauplatz von Vandalismus und anderer Kriminalität; 2002 wurde ein Wettbewerb zur Sanierung ausgeschrieben, die Arbeiten dauern an, eine neugestaltete Bibliothek im Kreuzungspunkt ist dazugekommen.<ref>Sigrid Verhovsek: Il Quadrilatero di Rozzol Melara in Triest. In: diepresse. 15. August 2023, abgerufen am 29. Januar 2026.</ref>
Ähnliche Wohnungsbau-Projekte
- Nuovo Corviale (Rom)
- Vele di Scampia (Neapel)
- Rancitelli (Pescara)
- Mamutica
- Zona Espansione Nord ZEN (Palermo)
Literatur
- C. Celli, “Pubblico e privato nell’insediamento di Rozzol Melara”, Casabella, Nr. 437, 1978
- P. Taccheo, “I costi di Rozzol Melara”, Casabella, Nr. 437, 1978, S. 42–43.
- F. Castro, Edilizia popolare a Trieste, Edizioni Lint, Triest 1992, S. 76–79.
Weblinks
- Wohnbau 'Quadrilatero' mit Fotos auf der Homepage des Architekturzentrum Wien
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der ATER-Wohnkomplex auf dem Blog InformaTrieste ( vom 11. Januar 2009 im Internet Archive) (italienisch)
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 45° 38′ N, 13° 49′ O
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