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Alt Budkowitz

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Alt Budkowitz
Stare Budkowice
Vorlage:Platzhalterbild
Alt Budkowitz Stare Budkowice (Polen)
Alt Budkowitz
Stare Budkowice (Polen)
Alt Budkowitz
Stare Budkowice
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Oppeln
Powiat: Oppeln
Gmina: Murow
Geographische Lage: 50° 52′ N, 18° 4′ OKoordinaten: 50° 52′ 0″ N, 18° 4′ 0″ O
 {{#coordinates:50,866666666667|18,066666666667|primary
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Einwohner: 1104 (31. Dez. 2017<ref>Einwohner Gemeinde Murow 31. Dezember 2017</ref>)
Postleitzahl: 46-030 Murów
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPO
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau

Alt Budkowitz, polnisch Stare Budkowice (1936–1945: Alt Baudendorf) ist eine Ortschaft in Oberschlesien. Alt Budkowitz liegt in der Gemeinde Murow im Powiat Opolski in der polnischen Woiwodschaft Oppeln.

Geographie

Datei:Kościół par. p. w. św. Rocha, mur., 1847 DSC 0334D.M..jpg
Die Rochuskirche
Datei:Plebania, ob. dom, drewn., XIXD.M..jpg
Pfarrhaus

Geographische Lage

Alt Budkowitz liegt ca. acht Kilometer östlich vom Gemeindesitz in Murow sowie ca. 25 Kilometer nördlich der Kreisstadt und Woiwodschaftshauptstadt Oppeln. Der Ort liegt mitten in einem großen Waldgebiet, das zum Landschaftsschutzpark Stobrawski gehört. Durch Alt Budkowitz fließt der Budkowitzer Bach (poln. Budkowiczanka), ein linker Nebenfluss des Stobers (poln. Stobrawa).<ref name="Loc">Alt Budkowitz: In Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912 und alter Landkarte. meyersgaz.org</ref>

Ortsteile

Historisch gehörten zu Alt Budkowitz der Weiler Morczinek (poln. Morcinek), das Vorwerk Reilswerk (poln. Wojszyn)<ref name="Knie" /> und Podkraje. Alt Budkowitz ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Murow.

Nachbarorte

Westlich von Alt Budkowitz liegt das Vorwerk Reilswerk (poln. Wojszyn). Im Nordosten liegt Dambinietz (poln. Dębiniec) sowie im Süden das Dorf Podewils (poln. Kały) und im Südosten Neu Budkowitz (poln. Nowe Budkowice).

Geschichte

Das Dorf Alt Budkowitz wurde 1532 erstmals als Budtkhowitze erwähnt.<ref name="Knie">Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 68.</ref>

1713 wurde im Ort eine erste katholische Kirche errichtet, die Filiale von Jellowa war, ab 1827 mit eigenem Pfarrer.<ref name="Knie" /> Eingepfarrt waren Alt und Neu Budkowitz, Morzinek, Dambinietz, Friedrichsthal, Georgenwerk, Plümkenau, Podewils, Süßenrode und Zedlitz.

1845 bestanden im Dorf eine katholische Kirche, eine katholische Schule, zwei Teeröfen sowie weitere 132 Häuser. 1845 lebten in Alt Budkowitz 891 Menschen, davon drei evangelisch und elf jüdisch.<ref name="Knie" /> 1874 wurde der Amtsbezirk Alt Budkowitz gegründet. Erster Amtsvorsteher war der Königliche Forstkassenrendant Sollor.<ref>Territorial Amtsbezirk Alt Budkowitz/Alt Baudendorf</ref>

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 961 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 267 für Polen.<ref>Vgl. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921 (Memento vom 24. Januar 2017 im Internet Archive)</ref> Alt Budkowitz verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 1631 Einwohner. Am 19. Mai 1936 wurde der Ort in Alt Baudendorf umbenannt. 1939 hatte der Ort 1668 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Oppeln.<ref name="verwaltungsgeschichte"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verwaltungsgeschichte – Kreis Oppeln (Memento vom 3. September 2017 im Internet Archive)</ref>

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung, wurde in Stare Budkowice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln und 1999 zum wiedergegründeten Powiat Opolski. Im März 2009 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Alt Budkowitz.

Sehenswürdigkeiten

  • Die römisch-katholische Rochuskirche wurde 1847 erbaut. Ein erster Kirchenbau wurde 1713 an gleicher Stelle errichtet. 1827 wurde die selbstständige Pfarrei Alt Budkowitz gegründet. Der heutige Bau wurde am 11. November 1847 geweiht. In den 1950er und 1990er fanden umfangreiche Sanierungsarbeiten am Kirchengebäude statt.<ref>Geschichte der Rochuskirche (polnisch)</ref> Seit 1959 steht das Gotteshaus unter Denkmalschutz.<ref>Denkmalregister der Woiwodschaft Oppeln (polnisch) S. 95</ref>
  • Pfarrhaus an der ul. Zagwiździańska

Vereine

Weblinks

Commons: Alt Budkowitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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