Wichte (Morschen)
Wichte Gemeinde Morschen
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(245)&title=Wichte 51° 2′ N, 9° 35′ O
{{#coordinates:51,040555555556|9,5844444444444|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Wichte | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 240 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 1,01 km² | |||||
| Einwohner: | 245 (2014)<ref name="DF">Kurzportraits der Ortsteile. In: Webauftritt. Gemeinde Morschen, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. Dezember 2014.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 242 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1971 | |||||
| Eingemeindet nach: | Altmorschen | |||||
| Postleitzahl: | 34326 | |||||
| Vorwahl: | 05664 | |||||
Wichte ist ein Ortsteil der Gemeinde Morschen im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.
Geographie
Wichte liegt im nordöstlichen Knüllgebirge im Tal der Wichte, einem linken, westlichen Zufluss der Fulda. Höchste Erhebung ist neben dem Großen Steinkopf (449 m) der Sengeberg (420 m).
Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3225. Die Trasse der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg durchquert den Westteil der Gemarkung im Sengebergtunnel (2807 m) und über die Heidelbach-Talbrücke (390 m).
Geschichte
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Wichte erfolgte im Jahr 1197 unter dem Namen Wichten in einer Urkunde des Klosters Spieskappel.<ref name="lagis" /> Weitere Erwähnungen erfolgten unter den Ortsnamen (in Klammern das Jahr der Erwähnung):<ref name="lagis" /> Wihte (1235), Wychethe (1540) und Wichte (1585).
Das Kloster Spieskappel wurde 1235 Besitzer des Dorfes und hatte auch das Patronat über die Kirche inne. 1237 erhielt das Kloster Kappel von den Grafen von Ziegenhain das Marktrecht für Wichte. Spätestens ab 1266 war Wichte Pfarrdorf.
1282 verkaufte das Kloster Kappel die Gerichtsbarkeit und Teile seines Besitzes in Wichte an das Kloster Haydau. 1362 verkaufte das Kloster Kappel auch die restlichen Teile seines Besitzes an das Kloster Haydau.<ref>Wichte – Regiowiki. In: regiowiki.hna.de. Abgerufen am 12. Oktober 2016.</ref>
Zum 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin Selbständige Gemeinde Wichte im Zuge der Gebietsreform in Hessen in die Gemeinde Altmorschen eingegliedert.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 35. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref> Die Gemeinde Morschen wurde im am 1. Januar 1974 kraft Landesgesetz durch den Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Gemeinden Altmorschen, Heina, Konnefeld und Neumorschen gebildet.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain (GVBl. II 330-22) vom 28. September 1973. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 356, §§ 14 und 27 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,3 MB]).</ref> Altmorschen wurde Sitz der Gemeindeverwaltung. Gleichzeitig mit dem Zusammenschluss zur Gemeinde Morschen wechselte diese in den neu gebildeten Schwalm-Eder-Kreis.<ref name="HGV"></ref> Für alle ehemaligen Gemeinden von Morschen wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 4 MB (download)) § 6. In: Webauftritt. Gemeinde Morschen, abgerufen im Dezember 2020.</ref>
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Wichte 267 Einwohner. Darunter waren 3 (1,1 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 42 Einwohner unter 18 Jahren, 105 zwischen 18 und 49, 63 zwischen 36 und 64 und 60 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 114 Haushalten. Davon waren 33 Singlehaushalte, 24 Paare ohne Kinder und 39 Paare mit Kindern, sowie 12 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 21 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 69 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| • 1585: | 19 Haushaltungen<ref name="lagis" /> |
| • 1747: | 29 Haushaltungen<ref name="lagis" /> |
| Wichte: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 292 | |||
| 1840 | 312 | |||
| 1846 | 328 | |||
| 1852 | 393 | |||
| 1858 | 288 | |||
| 1864 | 295 | |||
| 1871 | 248 | |||
| 1875 | 276 | |||
| 1885 | 276 | |||
| 1895 | 258 | |||
| 1905 | 236 | |||
| 1910 | 247 | |||
| 1925 | 289 | |||
| 1939 | 228 | |||
| 1946 | 377 | |||
| 1950 | 363 | |||
| 1956 | 335 | |||
| 1961 | 298 | |||
| 1967 | 296 | |||
| 1970 | 304 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 267 | |||
| 2014 | 245 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: <ref name="HGV" />; Gemeinde Morschen:<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 275 evangelische (= 99,64 %), ein katholischer (= 0,36 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 277 evangelische (= 92,95 %), 21 katholische (= 7,05 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Ortsbeirat
Für Wichte besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Wichte) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 65,05 %. Alle Kandidaten gehörten der „Gemeinschaftsliste Wichte“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Wichte. In: Votemanager. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im März 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Sabine Ahrens zur Ortsvorsteherin.<ref>Ortsbeirat Wichte. In: Webauftritt. Gemeinde Morschen, abgerufen im März 2023.</ref>
Wappen
Beschreibung: „In Silber eine rotblättrige Frauenschuhblüte mit goldenem Kelch, dessen Rand grün abgefasst ist.“
Das Wappen wurde vom Heraldiker Heinz Ritt aus Bad Nauheim gestaltet und am 26. August 1970 durch das Hessische Ministerium des Innern genehmigt.<ref>Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Wichte, Landkreis Melsungen vom 26. August 1970. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 37, S. 1785, Punkt 1670 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 3,9 MB]).</ref>
Persönlichkeiten
- Jürgen Ellenberger (* 1960), Jurist, Vizepräsident des Bundesgerichtshofs, geboren in Wichte
Einzelnachweise
<references> <ref name="lagis"> {{Internetquelle | hrsg= Hessisches Institut für Landesgeschichte | url= {{LAGIS/WeblinksZ||4993}} | titel= Wichte, Schwalm-Eder-Kreis | titelerg= {{LAGIS/Datenbanknamen| }} (Stand: {{FormatDate|2020-05-29 }}) | werk= Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS) | kommentar= |abruf-verborgen=0 | abruf= 2015-08-06 }} </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 38 und 94, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
Literatur
- Vorlage:HessBib
- Suche nach Wichte (Morschen). In: Archivportal-D der Deutschen Digitalen Bibliothek
Weblinks
- Ortsteile. In: Webauftritt der Gemeinde Morschen.
- Wichte. Ortsgeschichte, Bilder. Arbeitskreis Ortsgeschichte Morchen
- Wichte, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Altmorschen | Binsförth | Eubach | Heina | Konnefeld | Neumorschen | Wichte