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Silbercarbonat

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Strukturformel
2 Silberion <math>\mathrm{ \ \!\ \Biggl[}</math> Carbonat-Ion <math>\mathrm{ \ \!\ \Biggr]}</math>
Allgemeines
Name Silbercarbonat
Andere Namen
Summenformel Ag2CO3
Kurzbeschreibung

hellgelbes Pulver<ref name="Merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 208-590-3
ECHA-InfoCard 100.007.811
PubChem 92796
ChemSpider 83768
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 275,75 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Merck"/>

Dichte

6,08 g·cm−3 (20 °C)<ref name="crc">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Properties of the Elements and Inorganic Compounds, S. 4-88.</ref>

Schmelzpunkt

218 °C (Zersetzung)<ref name="ullmann">Andreas Brumby et al.: Silver, Silver Compounds, and Silver Alloys. In: Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry. 6. Auflage, Wiley-VCH, Weinheim 2008, doi:10.1002/14356007.a24_107.pub2.</ref>

Löslichkeit

schlecht in Wasser (32 mg·l−1 bei 20 °C)<ref name="Merck" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 318​‐​410
P: 261​‐​273​‐​280​‐​305+351+338<ref name="GESTIS" />
MAK

0,01 mg·m−3<ref name="Merck" />

Toxikologische Daten
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−505,8 kJ/mol<ref name="CRC90_5_18">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-18.</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Silbercarbonat ist eine chemische Verbindung des Silbers aus der Gruppe der Carbonate.

Gewinnung und Darstellung

Silbercarbonat lässt sich durch Fällung aus silberhaltigen Lösungen, beispielsweise von Silbernitrat, durch Alkalimetallcarbonate wie Natriumcarbonat gewinnen.<ref name="römpp">Eintrag zu Silbercarbonat. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

<math>\mathrm{2\ AgNO_3 + Na_2CO_3 \longrightarrow Ag_2CO_3 \downarrow +\ 2\ NaNO_3}</math>

Eigenschaften

Frisch hergestelltes Silbercarbonat ist weiß und verfärbt sich schnell gelblich. Wie viele Silberverbindungen ist es lichtempfindlich und sollte daher im Dunklen aufbewahrt werden. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem. Beim Erhitzen über 218 °C zersetzt es sich unter Abgabe von Kohlenstoffdioxid.<ref name="ullmann" />

<math>\mathrm{Ag_2CO_3 \xrightarrow{\triangle} Ag_2O + CO_2 \uparrow}</math>

Während die Verbindung in Wasser nur schlecht löslich ist, löst sie sich gut in Säuren wie Salpetersäure oder Schwefelsäure, Kaliumcyanidlösung sowie in Kaliumcarbonatlösungen, wobei sich Doppelsalze bilden.<ref name="römpp" />

Verwendung

Silbercarbonat findet in der organischen Synthesechemie Verwendung. Wird es auf Kieselgur aufgetragen, wirkt es als Oxidationsmittel. Eine bedeutende Rolle spielt die Verbindung in der Koenigs-Knorr-Methode. Hierbei werden aus halogensubstituierten Monosaccharid-Derivaten selektiv 1,2-trans-Glycoside gewonnen. Durch das Silber wird das Halogen gefällt, und es kann mit Alkoholen ein Glycosid gebildet werden.<ref name="römpp" />

Koenigs-Knorr-Reaktion
Koenigs-Knorr-Reaktion

Weiterhin wird es für die Gewinnung von Silberpulver<ref name="ullmann" /> und für die Abtrennung von Chlorid, Bromid und Iodid bei der ionenchromatographischen Bestimmung von Anionen in Salzwasser genutzt.

Einzelnachweise

<references />