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Gila Gamliel

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Gila Gamliʾel (2008)

Gila Gamliʾel ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 24. Februar 1974 in Gedera) ist eine israelische Politikerin des Likud. Sie war von Mai 2020 bis Juni 2021 Umweltministerin<ref name="governments">All Governments of Israel. Knesset, abgerufen am 31. Oktober 2021.</ref> sowie von Dezember 2022 bis März 2024 Ministerin für Geheimdienste. Seit März 2024 ist sie Ministerin für Wissenschaft und Technologie.

Biografie

Herkunft und frühe Jahre

Gamliʾel wurde als das jüngste von fünf Kindern in Gedera in Zentralisrael geboren. Ihre Mutter ist libysch-jüdischer Herkunft, ihr Vater wurde als Sohn jüdischer Eltern im Jemen geboren. Ihren Militärdienst hat Gamliʾel bei der israelischen Luftwaffe absolviert, anschließend hat sie Geschichte des Nahen Ostens und Philosophie an der Ben-Gurion-Universität im Negev studiert und war dort Vorsitzende des Studentenrates. Später hat sie auch Rechtswissenschaft am Ono Academic College und an der Bar-Ilan-Universität studiert.

Politische Laufbahn

Vom 17. Februar 2003 bis 17. April 2006 war sie Mitglied der 16. Knesset. Bei den Wahlen zur 17. Knesset verpasste sie den Einzug ins Parlament. Später führte sie als Grund für ihr Scheitern an, „dass sie bei ihrer ersten Legislaturperiode erst 28 Jahre alt und schlichtweg zu unerfahren für diesen Job war“.<ref>Haʾaretz: The Face/Gila Gamliel</ref> 2009 gelang ihr wieder der Einzug ins Parlament als Mitglied der 18. Knesset. Vom 30. März 2005 bis 14. Januar 2006 war sie stellvertretende Ministerin für Landwirtschaft und Entwicklung des ländlichen Raumes in der zweiten Regierung von Ariel Scharon. Von 2009 bis 2013 war sie wieder stellvertretende Ministerin, damals mit Zuständigkeit für Jugendliche, Studenten und Frauen, in der zweiten Regierung von Benjamin Netanjahu. Bei den Wahlen 2013 zog sie erneut in die Knesset ein, besetzte dieses Mal jedoch keinen Ministerposten. Bei den Vorwahlen zur 20. Knesset erreichte sie den 13. Platz auf der Liste des Likud und wurde danach Ministerin für Soziale Gerechtigkeit in Netanjahus vierter Regierung. Im fünften Netanjahu-Kabinett, das im Mai 2020 gebildet wurde, übernahm sie den Posten der Umweltministerin.<ref name="governments" /> Anschließend übernah sie im Kabinett Netanjahu VI ab Dezember 2022 das Ministerium für Geheimdienste.

Politische Positionen und Kontroversen

Gamliel empfing im April 2023 Reza Cyrus Pahlavi, den ältesten Sohn des ehemaligen letzten Schah von Persien, Mohammad Reza Pahlavi, den sie zum Besuch nach Israel eingeladen hatte.<ref>Arash Azizi: Persian Gamble in Jerusalem | What Was the Son of the Last Shah of Iran Really Doing in Israel? In: Haʾaretz. 19. April 2023, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. September 2023; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Gamliel weigerte sich nähere Angaben zu diesen Besuch zu machen<ref>Carrie Keller-Lynn: In Israel, son of last shah says Iranians ‘absolutely’ ready for Israel ties. In: The Times of Israel. 19. April 2023, ISSN 0040-7909 (timesofisrael.com [abgerufen am 27. September 2025]).</ref>. Gamliel unterstützte seither mehrmals politisch Reza Pahlavi. Im Gegenzug wurden ihre Meldungen auf Social Media von einem Online-Netzwerk, vermutlich aus dem Umfeld von promonarchistischen Exiliranern, unterstützt.<ref>Bar Peleg: A Network of X Accounts Is Amplifying an Israeli Minister – in What Appears to Be a Foreign Influence Campaign. In: Haʾaretz. 7. April 2025, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. August 2025; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 19. November 2023 sagte Gamliel:

»Anstatt sich zu bemühen, den Gazastreifen wieder aufzubauen, kann die internationale Gemeinschaft dabei helfen, die Bewohner des Gazstreifens in Länder zu transferieren, die sie aufnehmen.«<ref>Amir Tibon: Former IDF Spokesperson on How Netanyahu and His Government Played Into Hamas' Hands. In: Haʾaretz, 9. Juli 2024.</ref>

Ihr Ministerium hatte in einem Strategiepapier vorgeschlagen, die palästinensische Bevölkerung des Gazastreifens in Zeltstädte auf der Sinai-Halbinsel „umzusiedeln“.<ref>Jonathan Lis, Ben Samuels: Israeli Intel Ministry Suggests Relocating Gazans to Sinai After Hamas War. In: Haʾaretz, 30. Oktober 2023.</ref>

Im März 2024 wurde das Ministerium für Geheimdienste aufgelöst und in das Büro des Ministerpräsidenten integriert. Gamliʾel übernahm stattdessen das Ministerium für Wissenschaft und Technologie.<ref>Israel to Scrap 'Superfluous' Intelligence Ministry, Slightly Slimming Its Bloated Government. In: Haʾaretz. 14. März 2024, abgerufen am 3. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Anfang Juli 2025 gehörte Gamliʾel zu den Unterzeichnern eines Briefes an Ministerpräsident Netanjahu, in dem 14 Minister der Likud-Partei sowie Knesset-Sprecher Amir Ohana die sofortige Annexion des Westjordanlandes forderten.<ref>14 Israeli ministers call on Netanyahu to immediately annex occupied West Bank. Abgerufen am 3. Juli 2025.</ref>

Datei:גילה גמליאל - כנס שדרות לחברה במכללה האקדמית ספיר-2.JPG
Gila Gamliel (2015)

Privatleben

Während ihrer Studienzeit war Gamliʾel mit Sagiv Assulin, einem ihrer Mitarbeiter im Studienrat, liiert. Assulin war 2008, als das Paar sich bereits getrennt hatte, ebenfalls auf der Liste des Likud, auf Platz 35, vertreten. Er scheiterte aber im Gegensatz zu Gamliel, die auf Platz 19 war, am Parlamentseinzug, als der Likud 27 Sitze erreichte.<ref>Ofri Ilany: The Young Man, the Ponytail and the Jewish Leadership Faction. In: Haʾaretz, 11. Dezember 2008.</ref> Gila Gamliʾel ist seit 2008 mit dem aus Tiberias stammenden Chovav Damri verheiratet.<ref>הארץ: גילה גמליאל נישאה לחובב דמרי</ref> Mit ihm hat sie zwei Töchter. Die Familie lebt in Tel Aviv.

Weblinks

Commons: Gila Gamliel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />