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Methylkautschuk

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 15. Dezember 2025 um 21:16 Uhr durch imported>Coronium (Ergänze Ref zu Patent von 1909).
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Strukturformel
Struktur von Methylkautschuks
Allgemeines
Name Methylkautschuk
Andere Namen

Poly(2,3-dimethylbutadien)

CAS-Nummer Vorlage:CASRN
Monomer 2,3-Dimethyl-1,3-butadien
Summenformel der Wiederholeinheit C6H10
Molare Masse der Wiederholeinheit 82,1 g·mol−1
Eigenschaften
Aggregatzustand

fest

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Methylkautschuk ist ein Polymerisat aus 2,3-Dimethylbutadien (Methylisopren), dessen industrielle Herstellung 1909 von Fritz Hofmann patentiert wurde.<ref>Patent DE250690C: Verfahren zur Herstellung von künstlichem Kautschuk. Angemeldet am 12. September 1909, veröffentlicht am 6. September 1912, Anmelder: Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co.</ref><ref>Biografien von Pionieren der Kunststofftechnik - Fritz Hofmann.</ref><ref name=":0">T.F. Hanausek: Kautschuk. In: Otto Lueger (Hrsg.): Lexikon der gesamten Technik. Band 9. Stuttgart, Leipzig 1914, S. 406–408 (zeno.org).</ref> Vorher hatte schon Iwan Lawrentjewitsch Kondakow die Verbindung entdeckt, ohne ihre Bedeutung zu erkennen.<ref name="I. Franta">I. Franta: Elastomers and Rubber Compounding Materials. Elsevier, 2012, ISBN 978-0-444-60118-6, S. 65 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Die Herstellung erfolgte seit 1912 aus Dimethylbutadien in einer drei bis fünf Monate dauernden Polymerisation bei 30 bzw. 70 °C unter Druck.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kautschuk (Memento vom 11. Dezember 2013 im Internet Archive).</ref> Die Monomere wurden bei der sogenannten Kaltpolymersation in Blechdosen eingelötet bzw. bei der Warmpolymersation in Stahlkesseln.<ref></ref>

Obwohl sich die Synthese des Methylkautschuks im Vergleich zu Naturkautschuk als unrentabel herausstellte, wurde dieser während des Ersten Weltkrieges von den Farbfabriken Bayer (Leverkusen) hergestellt,<ref>Roland Burgard: Kunststoffe und freie Formen. Ein Werkbuch. Springer, Wien 2004; ISBN 3-211-21077-6; S. 20.</ref> da das Deutsche Kaiserreich von Naturkautschukimporten abgeschnitten war. Während des Ersten Weltkrieges produzierten die Werke etwa 2.400 Tonnen.<ref>Susanne Heim: Kalorien, Kautschuk, Karrieren. Pflanzenzüchtung und landwirtschaftliche Forschung in Kaiser-Wilhelm-Instituten 1933 bis 1945. Wallstein Verlag 2003; ISBN 3-89244-696-2, S. 128.</ref> Im Vergleich hierzu wurden im ersten Halbjahr 1913 10.600 Tonnen Naturkautschuk nach Deutschland importiert.<ref name=":0" /> Der Methylkautschuk hat annehmbare Hartgummi-, aber schlechte Weichgummieigenschaften. Aufgrund dieser schlechten Eigenschaften und des etwa zehnmal so hohen Preis wurde die Produktion nach dem Ersten Weltkrieg eingestellt.<ref>Kunststoff Lexikon, Carl Hanser Verlag München Wien, 8. aktualisierte und erweiterte Auflage, 1992.</ref> Künstlicher Kautschuk wurde zu Beginn der 1930er Jahre durch das wichtige Buna-Verfahren hergestellt.

Datei:2,3-Dimethyl-1,3-butadiene.svg
Das Monomer, 2,3-Dimethylbutadien

Einzelnachweise

<references />