Burgstall Lechsend
| Burgstall Lechsend | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Alternativname(n) | Lechsgemünd | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Marxheim-Lechsend | |||||
| Burgentyp | Höhenburg, Ortslage | |||||
| Erhaltungszustand | Burgstall | |||||
| Ständische Stellung | Adlige | |||||
| Geographische Lage | 48° 44′ N, 10° 56′ O
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| Höhenlage | 435,2 m ü. NN | |||||
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Der Burgstall Lechsend, auch Burg Lechsgemünd genannt, ist eine abgegangene Höhenburg auf 435,2 m ü. NN gegenüber der Lechmündung in die Donau in Lechsend, einem Gemeindeteil der Gemeinde Marxheim im schwäbischen Landkreis Donau-Ries in Bayern.
Geschichte
Von der an strategisch bedeutender Stelle auf einem Hügel gelegenen Burg ist kaum noch etwas bekannt. Die Burg war Stammsitz der Grafen von Lechsgemünd, einem mächtigen fränkisch-bayerischen Adelsgeschlechts und treuen Anhängern der Stauferkaiser. Die Lechsgemünder regierten von hier aus den Sualafeldgau, dessen Kerngebiet die heutige Gemeinde Marxheim war, worauf die erste urkundliche Erwähnung eines Gaugrafen Luitgar (Leodegar) von Lechsgemünd hinweist, der 1035 auch das Kloster St. Walburg in Eichstätt stiftete. Im 11. und 12. Jahrhundert waren die Lechsgemünder Grafen auf dem Höhepunkt ihrer Macht, was eine Erbauungszeit ihrer Stammburg in die Zeit um 1000 annehmen lässt. In die Zeit Heinrichs (I.) von Lechsgemünd († 1078) fällt der erste Beleg für die Burg Lechsgemünd als Stammsitz des Adelsgeschlechts.<ref name="HLB">Doris Pfister, Lechsgemünd-Graisbach, Grafen von, Historisches Lexikon Bayerns vom 15. Mai 2012; Zugriff am 20. April 2019</ref>
1248 ließ Berchtold von Lechsgemünd an der Marxheimer Donaubrücke eine Zollstation errichten. Die Regensburger Kaufleute waren jedoch nicht mit den Zollgebühren einverstanden und ließen die Burg zerstören, worauf die Grafen ins benachbarte Graisbach auf die Burg Graisbach umzogen und sich fortan Grafen von Lechsgemünd-Graisbach nannten.
Von der ehemaligen Burganlage ist nur noch der Burghügel erhalten.
Literatur
- Lexikon von Baiern II, Ulm 1796 im Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Seite 172
- Heinrich Habel, Helga Himen: „Denkmäler in Bayern“, Band VII. Schwaben, München 1985
Bildquellen
- earth-dots.de → Burgstall Lechsend
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Burgstall Lechsend bei burgeninventar.de ( vom 17. Mai 2008 im Internet Archive)
- PDF-Datei: Burg Lechsgemünd
- Manfred Hiebl Genealogie der Grafen von Lechsgemünd
- Doris Pfister: Lechsgemünd-Graisbach, Grafen von. In: Historisches Lexikon Bayerns
Einzelnachweise
<references />
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