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Pavlopetri

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Datei:Greece Pavlopetir map.png
Lage von Pavlopetri

Als Pavlopetri ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) wird ein archäologischer Fundort vor der Küste des südlichen Lakonien in Griechenland bezeichnet. Es handelt sich um eine bronzezeitliche Stadt, die durch Setzungen des Bodens und den Anstieg des Meeresspiegels heute unter dem Meeresspiegel des Mittelmeeres liegt.

Lage

Die archäologische Stätte ist bei der kleinen Insel Pavlopetri zwischen der Südostspitze der Peloponnes und der Insel Elafonissos in drei bis vier Meter Tiefe auf sandigem Meeresboden gelegen.

Geschichte der Erforschung

Von unter der Meeresoberfläche gelegenen archäologischen Überresten vor der Südostküste Lakoniens am westlichen Ende der Bucht von Vatika berichtete erstmals 1904 der griechische Geologe Fokion Negris, ohne deren Bedeutung erkannt zu haben.<ref>Phokion Negris: Vestiges antiques submergés. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts. Athenische Abteilung. Band 29, Athen 1904, Seite 340–363. hier S. 362 f. Digitalisat; Jon C. Henderson, Chrysanthi Gallou, Nicholas C. Flemming, Elias Spondylis: The Pavlopetri Underwater Archaeology Project: investigating an ancient submerged town. S. 208. PDF Online</ref>

Die Stätte wurde 1967 von Nicholas Flemming, damals am National Oceanography Centre in Southampton,<ref>National Oceanography Centre. Abgerufen am 9. Mai 2010.</ref> wiederentdeckt und im Jahr 1968 von einem Archäologenteam aus Cambridge kartiert. Die archäologischen Feldstudien brachten einen fast vollständigen Grundriss mit Straßen, Gebäuden und Gräbern zu Tage.

Die unterwasserarchäologischen Forschungen wurden erst nach 40 Jahren im Jahr 2009 als gemeinsames Projekt britischer und griechischer Forscher wieder aufgenommen. Das Archäologen-Team, dem auch Nic Flemming angehört, wird von Jon Henderson von der Universität Nottingham gemeinsam mit Elias Spondylis vom Ephorat für Unterwasserantiquitäten des griechischen Kulturministeriums geleitet.

Die Feldstudien 2009 hatten im Wesentlichen die Vermessung und Kartierung der Stätte zum Inhalt. Als erste versunkene Stadt wird Pavlopetri digital dreidimensional vermessen.<ref name="EpochTimes">The Epoch Times vom 16. November 2009: Pavlopetri – alte versunkene Stadt, abgerufen am 9. Mai 2010</ref> Dabei wurden vom Militär und bei der Erdölprospektion entwickelte Sonarmesstechniken eingesetzt.<ref>BBC News "Sea gives up secrets to experts". Abgerufen am 9. Mai 2010.</ref>

Bis 2013 fanden vier weitere Kampagnen für Feldstudien vor Ort statt.<ref>University of Nottingham: The Pavlopetri Underwater Archaeology Project (abgerufen am 9. September 2020)</ref>

Seit 2016 ist die Fundstelle mit Bojen markiert und 2018 wurde sie als erster archäologischer Fundort Griechenlands unter Wasser in offizielle Seekarten eingetragen und damit die Gewässer für den Bootsverkehr gesperrt.<ref>World Monuments Fund: Pavlopetri (abgerufen am 9. September 2020)</ref>

Datierung

Zunächst waren die Ruinen der mykenischen Periode 1600 bis 1100 v. Chr. zugerechnet worden. Spätere Forschungen ergaben eine ältere Besiedlungszeit.<ref>Science News: World's oldest submerged town dates back 5,000 years. Abgerufen am 9. Mai 2010.</ref> Die Gebäude stammen überwiegend aus der frühen Bronzezeit ab etwa 2800 v. Chr., einzelne Steinkisten-Gräber sind wesentlich jünger und stammen aus der Mykenischen Kultur der späten Bronzezeit um 1680 bis 1180 v. Chr.

Eine noch ältere Besiedlung belegen Keramikscherben aus dem Ende der Jungsteinzeit um 3000 v. Chr., die bei jüngsten Erkundungen gefunden wurden.<ref name=un2009b>University of Nottingham: World’s oldest submerged town dates back 5,000 years, Pressemitteilung vom 16. Oktober 2009</ref> Medien bezeichnen Pavlopetri daher als die älteste versunkene Stadt der Welt.<ref name=un2009a>University of Nottingham: @1@2Vorlage:Toter Link/research.nottingham.ac.ukRace to preserve the world’s oldest submerged town (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, Pressemitteilung vom 12. Mai 2009</ref>

Es wird angenommen, dass die Stadt um 1000 v. Chr. durch seismische Aktivitäten im Meer versank.<ref name="EpochTimes"/> Da sie danach unzugänglich war, wurde sie weder überbaut noch durch Landwirtschaft beeinträchtigt.

Die Stadt

Die Gebäude der Stadt sind teilweise erhalten. Im Laufe der Jahrhunderte ist die Stätte zwar von Erosion beeinträchtigt worden, die Grundmauern und der Grundriss lassen sich jedoch nahezu vollständig rekonstruieren. Es gibt mindestens 15 Gebäude. Die neuesten Entdeckungen im Jahr 2009 erstrecken sich allein auf 9000 Quadratmeter.<ref>University of Nottingham: World’s oldest submerged town dates back 5,000 years. Abgerufen am 9. Mai 2010.</ref><ref name="EpochTimes"/> Es wird angenommen, dass die Stadt einst 100.000 Quadratmeter groß war; etwa die Hälfte der Fläche hat das Archäologen-Team mittlerweile kartiert. Wohnhäuser, Straßen, Höfe und Bauten für wahrscheinlich religiöse Zwecke, Gruften und Gräber. Die Stätte wird derzeit durch Anker von Booten, Touristen und Souvenirjäger beschädigt.<ref>University of Nottingham: Race to preserve the world’s oldest submerged town. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 9. Mai 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/research.nottingham.ac.uk (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

Koordinaten: 36° 31′ 1,1″ N, 22° 59′ 19,1″ O

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