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Korsische Minze

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Korsische Minze
Datei:Mentha requienii 8601.JPG

Korsische Minze (Mentha requienii)

Systematik
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Nepetoideae
Tribus: Mentheae
Untertribus: Menthinae
Gattung: Minzen (Mentha)
Art: Korsische Minze
Wissenschaftlicher Name
Mentha requienii
Benth.

Die Korsische Minze (Mentha requienii), auch Zarte Minze genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Minzen (Mentha) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Merkmale

Die Korsische Minze ist eine immergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze mit scharfem Geruch, die Rasen bildet und bei normalerweise niederliegendem Habitus Wuchshöhen von 3 bis 12 Zentimetern erreicht. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl oder schwach behaart. Sie bildet oberirdische Ausläufer aus. Die sich ausbreitenden Stängel sind fädig.

Sowohl Laubblätter als auch Tragblätter sind gestielt und besitzen einfache Blattspreiten, die 2 bis 7 Millimeter lang werden, rundlich-eiförmig bis elliptisch und am Spreitenrand ganzrandig und gebuchtet sind.

Datei:Mrequieniiblossom.JPG
Korsische Minze (Mentha requienii), blühend

Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Weniger als 6 Blüten stehen in Scheinquirlen beieinander. Sie befinden sich einzeln an Knoten. Die Blüten sind fünfzählig. Die fünf Kelchblätter verwachsen zu einem 1 bis 1,5 (selten bis 2,5) Millimeter langen, kreisel- bis glockenförmigen Kelch mit dreieckig-pfriemlichen Kelchzipfeln. Die fünf hell lilafarbenen Kronblätter sind zu einer geraden Kronröhre und einer nur schwach zweilippigen Krone verwachsen.

Die Früchte sind Zerfallsfrüchte, die sich in hellbraune Klausen mit glatter Oberfläche aufspalten.

Chromosomenzahl

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.<ref name="IPCN" />

Vorkommen und Gefährdung

Die Korsische Minze kommt auf Korsika, Sardinien und der italienischen Insel Montecristo in lichten Wäldern vor. In West-Europa ist die Art verwildert.<ref name="WCSP" />

Die Korsische Minze wird in der Roten Liste gefährdeter Arten der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) als nicht gefährdet (LC – Least Concern) geführt.<ref name="IUCN"/>

Systematik

Die Korsische Minze wurde 1833 von George Bentham in Labiatarum Genera et Species, Band 2, Seite 182 bis 183 als Mentha requienii ("requieni") erstbeschrieben.<ref name="GRIN"/> Das Epitheton ehrt den französischen Botaniker Esprit Requien (1788–1851), der Bentham auf diese Art aufmerksam machte. Synonyme für Mentha requienii sind Audibertia parviflora <templatestyles src="Person/styles.css" />(Req.) Nyman, Audibertia pusilla <templatestyles src="Person/styles.css" />Benth., Menthella obovata <templatestyles src="Person/styles.css" />Gand., Menthella requienii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Benth.) Pérard, Pulegium parviflorum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Req.) Samp., Thymus corsicus <templatestyles src="Person/styles.css" />Moris (ein formal ungültiger Name), Thymus parviflorus <templatestyles src="Person/styles.css" />Req.<ref name="plantlist"/><ref name="Euro+Med"/> In anderen Quellen wird auch der Name Mentha insularis <templatestyles src="Person/styles.css" />Req. als Synonym geführt.<ref name="IUCN"/>

Nutzung

Die Korsische Minze wird selten als Zierpflanze für Steingärten und Alpinhäuser genutzt. Sie ist mindestens seit dem 19. Jahrhundert in Kultur.

Korsische Minze ist die Grundlage des Likörs Crème de Menthe.

Belege

Literatur

  • Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
  • R. M. Harley: Labiatae In:

Einzelnachweise

<references> <ref name="IPCN">Mentha requienii bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="GRIN">GRIN Taxonomy for Plants. Taxon: Mentha requienii Benth. In: Germplasm Resources Information Network. United States Department of Agriculture - Agricultural Research Service, Beltsville Area, abgerufen am 19. September 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="IUCN">[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011.1. Eingestellt von: G. de Bélair, 2007. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="plantlist">The Plant List. A working list of all plant species. 1. Januar 2010, abgerufen am 19. September 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Mentha requienii - Einschätzung von Artennamen mit Synonymen hinsichtlich des Wahrscheinlichkeitsgrades ihrer Gültigkeit).</ref> <ref name="Euro+Med">Details for: Mentha requienii. In: The Euro+Med Plantbase Project. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin-Dahlem, 21. Juli 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Oktober 2013; abgerufen am 19. September 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ww2.bgbm.org</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>

Weblinks

Commons: Mentha requienii – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien