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Hayao Miyazaki

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Hayao Miyazaki (2009)

Hayao Miyazaki ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), * 5. Januar 1941 in Tokio) ist ein japanischer Anime-Regisseur, Drehbuchautor, Zeichner, Grafiker, Mangaka und Filmproduzent. Das von ihm und Isao Takahata 1985 gegründete Studio Ghibli ist weltweit bekannt und Karrieresprungbrett für einige andere Anime-Künstler. In den Jahren 2003 und 2024 wurde ihm für seine Filme Chihiros Reise ins Zauberland und Der Junge und der Reiher der Oscar für den besten animierten Film verliehen; seine Filme Das wandelnde Schloss (2004) und Wie der Wind sich hebt (2013) waren für den Oscar nominiert.

Biografie

Datei:Nibariki (Hayao Miyazaki's personal studio, Butaya).jpg
Unweit des Studios Ghibli in Koganei befindet sich seit 1998 Miyazakis privates Atelier Butaya ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); dt. etwa „Schweinehaus“)

Hayao Miyazaki wurde am 5. Januar 1941 als zweites Kind des Flugzeugunternehmers Katsuji Miyazaki (1915–1993) in Tokio geboren. Um den US-amerikanischen Bombardements zu entgehen, zog seine Familie in die Stadt Utsunomiya, 100 km nördlich von Tokio, wo er aufwuchs. Nach seiner Schulzeit studierte er zunächst vier Jahre Politikwissenschaften und Ökonomie, bevor er sich 1963 der Produktionsfirma Studio Toei anschloss. Dort begann er seine Karriere als Zeichner diverser Animationsfilme/-Serien, u. a. arbeitete er bei der Fernsehumsetzung der Zeichentrickserie Heidi (1974) mit. Bei Toei lernte er seinen späteren Geschäftspartner Isao Takahata kennen, mit dem er nach mehreren Studiowechseln die Ghibli-Studios gründete. Takahata war nicht nur Regisseur von Filmen wie Die letzten Glühwürmchen oder Pom Poko und Mitbegründer des Studio Ghibli, er gilt außerdem als Mentor Miyazakis und nahm großen Einfluss auf dessen Stil und Werdegang.

1979 realisierte Hayao Miyazaki mit Das Schloss des Cagliostro seinen ersten Spielfilm als Autorenfilmer. 1982 startete er sein bis dahin größtes Projekt mit dem Manga Nausicaä aus dem Tal der Winde, einer Geschichte, in dem eine junge Prinzessin in einer unwirtlichen Welt ums Überleben kämpft. Er avancierte, wie die zwei Jahre später erfolgte Leinwandadaption Nausicaä aus dem Tal der Winde, zu einem kommerziellen Erfolg und verschaffte ihm internationale Anerkennung. Dies ermöglichte ihm die Gründung von Studio Ghibli, in dem er fortan seine Filme produzierte, das aber auch Filme anderer talentierter Künstler veröffentlichte. Neben Kurzfilmen produzierte er sieben Spielfilmprojekte für die Ghibli-Studios, die ihn zu einem der wichtigsten Vertreter des japanischen Animationsfilms werden ließen.

Nach der Produktion von Prinzessin Mononoke als damals erfolgreichster japanischer Film aller Zeiten 1997 erklärte Miyazaki zunächst seinen Rücktritt als Regisseur, um jüngeren Talenten Platz zu machen. Er kehrte jedoch zurück und schuf unter anderem 2001 den Film Chihiros Reise ins Zauberland, der neue Verkaufsrekorde aufstellte und zum weltweit meistausgezeichneten Zeichentrickfilm wurde (u. a. Goldener Bär 2002, Oscar 2003).

Miyazakis nächster Film, Das wandelnde Schloss, kam 2004 in die Kinos und wurde ebenfalls mehrfach ausgezeichnet; im deutschsprachigen Raum lief eine synchronisierte Fassung im August 2005 an. Das nächste Projekt war der Film Ponyo – Das große Abenteuer am Meer, der im Juli 2008 in die japanischen Kinos kam und bereits am Startwochenende über 1,2 Millionen Besucher zählte.<ref>Anime News Network über den Erfolg von Gake no ue no Ponyo</ref> 2008 erhielt der Film eine Einladung in den Wettbewerb der 65. Filmfestspiele von Venedig.<ref>Nick Vivarelli: Venice Film Festival announces Slate. ‘Burn After Reading,’ ‘Hurt Locker’ top lineup. Variety, 29. Juli 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Juni 2009; abgerufen am 4. August 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 1. September 2013 wurde anlässlich der Aufführung seines jüngsten Films Wie der Wind sich hebt bei den 70. Filmfestspielen von Venedig bekannt gegeben, dass Miyazaki in den Ruhestand gehe.<ref>Miyazaki verabschiedet sich vom Film. In: sueddeutsche.de. 2. September 2013, abgerufen am 2. April 2024.</ref><ref>Jan Knüsel: Miyazaki tritt ab. In: asienspiegel.ch, 3. September 2013.</ref> Im Oktober 2016 vermehrten sich die Gerüchte darüber, dass Miyazaki trotzdem einen neuen Animationsfilm in Spielfilmlänge plane.<ref></ref> Im Oktober 2017 bestätigte er diese Gerüchte und gab bekannt, dass dieser Spielfilm anlehnend an das 1937 erschienene Kinderbuch Kimitachi Wa Dō Ikiruka ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); dt. etwa „Wie werdet ihr leben?“) von Genzaburō Yoshino (1899–1981) denselben Titel wie das Buch tragen wird und die Produktionszeit auf drei bis vier Jahre angesetzt sei. Im Dezember des Jahres erklärte Toshio Suzuki zusätzlich, dass die Handlung des Films erheblich von der des Romans abweichen und es sich um einen Fantasy- und Actionfilm handeln werde.<ref>Ghibli reveals genre of Hayao Miyazaki’s next anime. In: Japan Today. 2. Dezember 2017, abgerufen am 8. Dezember 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Hayao Miyazaki ist seit 1965 mit der Animatorin Akemi Ōta verheiratet und hat mit ihr zwei Söhne, Gorō und Keisuke.

Wiederkehrende Themen und Motive

Miyazakis Werke weisen eine Reihe von wiederkehrenden Themen und Motiven auf. So bestimmen die komplexen und eigenständigen Mädchen- und Frauencharaktere alle seine Werke.<ref>Gabrielle Bellot: What Hayao Miyazaki’s Films Taught Me About Being a Woman. 19. Oktober 2016, abgerufen am 15. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Darstellung von Frauen in Miyazakis Filmen weicht auffällig von der in anderen animierten Filmen – sowohl japanischen als auch internationalen – ab.<ref></ref> Seine Heldinnen bedienen die gesamte Bandbreite menschlicher Persönlichkeit und nehmen zumeist die Hauptrolle ein (z. B. in Nausicaä aus dem Tal der Winde, Mein Nachbar Totoro, Kikis kleiner Lieferservice, Prinzessin Mononoke, Chihiros Reise ins Zauberland, Ponyo – Das große Abenteuer am Meer und Arrietty – Die wundersame Welt der Borger). Sie übernehmen körperlich überlegene Führungsrollen wie Nausicaä als Regentin ihres Volkes in einer unwirtlichen Welt oder das Wolfsmädchen San in Prinzessin Mononoke, welche die Zuschauer kennenlernen, als sie blutverschmiert von der Schusswunde in der Schulter ihrer Adoptivmutter, einer Wolfsgötttin, aufblickt. Auch übernehmen Frauen häufig traditionelle Männerberufe, so wie die 17-jährige Fio in Porco Rosso, die als geniale Flugzeugkonstrukteurin in einem fiktiven Italien zur Zeit der Depression zwischen den beiden Weltkriegen ihre Familie wirtschaftlich rettet und später die Flugzeugfabrik übernimmt. Auch die oft ambivalent gezeichneten Antagonisten der Geschichten werden auffällig oft von Frauencharakteren besetzt. In Prinzessin Mononoke wird die naturzerstörende Eisenhütte als Gegenpol zu Sans Welt der Naturdämonen von Lady Eboshi geleitet. In der Eisenhütte arbeiten Männer und Frauen nebeneinander. Die weiblichen Arbeiterinnen der Eisenhütte sind ehemalige Prostituierte, die in der harten Arbeit der Eisenhütte eine Befreiung und Erlösung von ihrem vorherigen Dasein als Prostituierte finden. In Nausicaä aus dem Tal der Winde wird die Nation, die Nausicaäs Volk angreift, von einer harten und unerbittlichen Generälin geführt. Die Bandbreite der weiblichen Rollen beschränkt sich dennoch nicht auf traditionell männliche Rollenbilder. Auch eher dem traditionellen Frauenbild entsprechende Heldinnen haben ihren Raum und treten in dieser Form oft als Retterinnen auf. So wie die sanfte und bescheidene Sophie, die als Putzfrau in Das wandelnde Schloss den begabten wie eitlen Zauberer und Schlossherrn Howl von seinen inneren wie äußeren Dämonen befreit. Bemerkenswerterweise entwickelt sich die romantische Liebe der beiden, als Sophie in ihrem Alter Ego als ergraute und gekrümmt gehende Großmutter gefangen ist und nicht als die schöne, junge Frau, die sie eigentlich ist. So spielt Miyazaki konstant mit den klassischen Geschlechterrollen und Stereotypen und erlaubt so seinen weiblichen wie männlichen Charakteren die gesamte Bandbreite des menschlichen Daseins. Mit dieser insbesondere für animierte Filme völlig untypischen Darstellung eigenständiger Heldinnen gilt Miyazaki als Vorreiter, der den Weg für eigenständige Disney-Heldinnen wie Merida oder Elsa in Die Eiskönigin oder auch Pixars Alles steht Kopf bereitet hat.<ref>Ella Alexander: Why Studio Ghibli might just be the most feminist film franchise of all time. 5. Februar 2020, abgerufen am 15. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ein weiteres Thema in Miyazakis Filmen ist die Konfrontation von traditioneller Kultur auf der einen Seite, technisierter Moderne und Naturzerstörung auf der anderen Seite.<ref>Julia Nieder: Die Filme von Hayao Miyazaki. Marburg 2006, S. 121–122. Vgl. auch: Takashi Oshiguchi: Hayao Miyazaki – interviewed by Takashi Oshigichi. (1993). In: Trish Ledoux (Hrsg.): Anime Interviews. The First Five Years of Animerica, Anime & Manga Monthly (1992–1997). Cadence Books, San Francisco CA 1997, ISBN 1-56931-220-6, S. 33. Im gleichen Sinne: Helen McCarthy: Hayao Miyazaki. Master of Japanese Animation. Berkeley 2002, S. 101 ff.</ref> 1997 erklärte Miyazaki in einem Interview: „Ich bin an einen Punkt gelangt, an dem ich einfach keinen Film mehr machen kann, ohne das Problem der Menschheit als Teil eines Ökosystems anzusprechen.“<ref>Analysis. Digitization Zooms in on Japan’s Film Industry. In: Asia Pulse. 16. Mai 1997, ISSN 0739-0548.</ref> Miyazaki hat für die Darstellung dieser Thematik sowohl japanische (Prinzessin Mononoke, Chihiros Reise ins Zauberland) wie europäische Settings als Hintergrund gewählt (Das Schloss im Himmel, Porco Rosso). Der Film Das wandelnde Schloss (2004) spielt beispielsweise in einer romantischen deutschen oder elsässischen Fachwerkstadt im Zeitalter der Industrialisierung. Die romantische Kulisse, basierend auf Colmar, wird zerstört, als die Stadt einem Bombenangriff aus der Luft zum Opfer fällt.<ref>Karl R. Kegler: Godzilla trifft Poelzig. Europäische Kulissen, Kopie und Collage im phantastischen Film Japans. In: archimaera. Heft 2, 2009, ISSN 1865-7001.</ref> Die drastischen Bilder der brennenden Stadt stellen die Leistungen der Moderne (Industrialisierung, Nationalismus und Militarismus) in Frage. Eine ähnliche Thematik spielt in Prinzessin Mononoke eine tragende Rolle. Hier fällt ein von mythischen Tieren bewohnter Wald dem Holz- bzw. Holzkohlebedarf einer Eisenhütte zum Opfer. Die Technik der Moderne wird mit mythischen oder magischen Gestalten und Kräften aus der traditionellen Überlieferung konfrontiert.<ref>Helen McCarthy: Hayao Miyazaki. Master of Japanese Animation. Berkeley 2002, S. 157 f., S. 199.</ref> Häufig wächst Kindern oder jungen Erwachsenen als Helden von Miyazakis Filmen eine vermittelnde Funktion zwischen diesen Polen zu.<ref>Julia Nieder: Die Filme von Hayao Miyazaki. Marburg 2006, S. 119–121.</ref>

Ein wiederholt auftauchendes Motiv in Miyazakis Filmen sind phantastische Flugmaschinen und Luftschiffe.<ref>Helen McCarthy: Hayao Miyazaki. Master of Japanese Animation. Berkeley 2002, S. 157 f., S. 160.</ref> Die Heldinnen und Helden treibt oft eine tiefe Faszination für das Fliegen an und für Maschinen, die den Traum vom Fliegen wahr werden lassen. Dies reicht von Filmen, in denen es explizit um das Fliegen und den Flugmaschinenbau geht wie z. B. Porco Rosso oder Wie der Wind sich hebt. In anderen Filmen wie Das Schloss im Himmel oder Kikis kleiner Lieferservice ist das Fliegen ein zentrales Element der Geschichte.

Auch Kriege, Konflikte und ihre Auswirkungen auf Menschen und Natur spielen in Miyazakis Filmen oft eine Zentrale Rolle. Z.B. In der Mohnblumenberg, die letzten Glühwürmchen und Porco Rosso schwingt der vergangene Krieg stets im Hintergrund mit. In Nausicäa, Prinzessin Mononoke, wie der Wind sich hebt, der Junge und der Reiher sowie das Wandelnde Schloss sind aktuelle Krieg und Konflikte zentrale Handlungselemente.

Vorbilder und Einflüsse

Frühe Erinnerungen aus dem Zweiten Weltkrieg finden sich in Miyazakis Werk: die nachts von Brandbomben verursachten Feuer finden sich in Nausicaä, ein Haus, aus dem die Familie flüchtete, in Mein Nachbar Totoro und Chihiros Reise ins Zauberland. Miyazakis erste Vorbilder waren mit Osamu Tezuka, Yamakawa Sōji und Fukushima Tetsuji Mangaka, entsprechend wollte er diesen Beruf noch vor dem als Animator ergreifen. Sein Frühwerk, noch als Amateur gezeichnete Comics, war stark von Tezukas Stil geprägt, doch er vernichtete es, um sich davon zu lösen. Yamakawas Shōnen Oja und Fukushimas Sabaku no Maō prägten ihn aber längerfristig. Später beeinflusste ihn auch der französische Comickünstler Jean Giraud alias Mœbius.<ref name="S&S"></ref>

Unter den von Miyazaki besonders geschätzten Animationskünstlern finden sich Juri Norstein, Taiji Yabushita und Kazuhiko Okabe. Erzählung einer weißen Schlange, eine Kollaboration der beiden letztgenannten, bezeichnete er als jenen Film, aufgrund dessen er sich entschloss, sich als Animator zu versuchen. Erzählerisch verehrt er unter anderen Lewis Carroll, Antoine de Saint-Exupéry, Ursula K. Le Guin und Pjotr Pawlowitsch Jerschow. Zeichnerisch übten auch die Illustrationen aus Andrew Langs Märchensammlungen sowie der russische Maler Isaak Lewitan Einfluss auf ihn, letzterer konkret, was die Wolken und Lichtverhältnisse in Wie der Wind sich hebt betrifft. Helen McCarthy sieht zudem Parallelen zur Flämischen Malerei sowie zu Paul Klee.<ref name="S&S" />

Miyazaki als Mangazeichner

Datei:HayaoMiyazakiCCJuly09.jpg
Miyazaki bei der San Diego Comic-Con International im Juli 2009

Miyazakis erster professioneller Manga war 1969 ein Werbecomic für den Anime-Film Perix der Kater und die drei Mausketiere, an dem er beteiligt war.<ref name="S&S" /> Dieser erschien in 12 Kapiteln zwischen Januar und März 1969 in den Sonntagsausgaben der Zeitungen Chūnichi Shimbun und Tōkyō Shimbun. Unter dem Pseudonym Saburō Akitsu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) zeichnete er mit Sabaku no Tami ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), „das Wüstenvolk“) seine erste eigene Reihe, die in 26 Kapiteln vom 12. September 1969 bis 15. März 1970 in der Shōnen Shōjo Shimbun veröffentlicht wurde, einer der Kommunistischen Partei Japans nahestehenden Jugendzeitung. Anschließend zeichnete er erneut eine Adaption, diesmal zum Film Die Schatzinsel, die in 13 Teilen zwischen Januar und März 1971 in der Chūnichi und Tōkyō Shimbun erschien.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Mandarake, 14. Februar 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. Juli 2014; abgerufen am 8. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Das wohl bekannteste Werk ist Nausicaä aus dem Tal der Winde, an dem er von 1982 bis 1994 arbeitete und das auch als Vorlage für den gleichnamigen Anime diente. Seinen Manga Kaze Tachinu, der 2009 in einem Modellbaumagazin veröffentlicht wurde, setzte er 2013 ebenfalls als Anime um.

Filmografie (Auswahl)

Bis in die 1980er Jahre wurden Miyazakis Filme vor allem in den USA und Frankreich stark überarbeitet, wobei die Schnitte und Dialogänderungen teilweise so umfangreich waren, dass die ursprüngliche Handlung völlig entstellt wurde. In der Folge vergab das Studio Ghibli nach Nausicaä zunächst keine Rechte mehr für Veröffentlichungen im Westen.

Erst als Studio Ghibli 1996 einen Distributionsvertrag mit dem Disney-Konzern schloss („Tokuma deal“), bei dem für Kino- und Kaufmarktveröffentlichungen jede Art von Veränderung am ursprünglichen Bildmaterial ausdrücklich ausgeschlossen ist, wurden Miyazakis Filme wieder im Westen veröffentlicht und professionell vermarktet.

Prinzessin Mononoke war der erste Miyazaki-Film, der in Deutschland ungeschnitten in die Kinos kam. Die RTL-Group-Tochtergesellschaft Universum Film veröffentlichte weitere Werke des Studio Ghibli ab 2005 im 2-Monats-Rhythmus auf DVD. Das Schloss im Himmel wurde 20 Jahre nach seiner Veröffentlichung in Japan in die deutschen Kinos gebracht.

Als Regisseur und Drehbuchautor

  • 1971–1972: Lupin III.: Part 1 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) – 16 Folgen der TV-Serie
  • 1978: Future Boy Conan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), engl. Conan, the Boy in Future) – 26-teilige TV-Serie
  • 1979: Das Schloss des Cagliostro ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) – 110 Minuten
    1987 erschien auf Video eine deutsche Fassung mit einer Laufzeit von 84 Minuten als Hardyman räumt auf, 2006 erstmals in Deutschland ungeschnitten auf DVD erschienen
  • 1980: Lupin III.: Part 2 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) – 2 Folgen der TV-Serie.
  • 1984–1985: Die Abenteuer des Sherlock Holmes ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) – 5 Folgen der TV-Serie.
  • 1984: Nausicaä aus dem Tal der Winde ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1986: Das Schloss im Himmel ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1988: Mein Nachbar Totoro ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1989: Kikis kleiner Lieferservice ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1992: Porco Rosso ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1997: Prinzessin Mononoke ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 2001: Chihiros Reise ins Zauberland ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 2004: Das wandelnde Schloss ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 2008: Ponyo – Das große Abenteuer am Meer ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 2013: Wie der Wind sich hebt ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 2023: Der Junge und der Reiher ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))

Als Drehbuchautor

Als Produzent

Regie und Buch für Kurzfilme

  • 1992: Sora Iro no Tane – TV-Spot, 90 Sekunden, für den japanischen Fernsehsender Nippon TV. Nach einem Kinderbuch von Reiko Nakagawa und Yuriko Omura
  • 1992: Nandarou – Serie von fünf TV-Spots, 15 bzw. 5 Sekunden, für Nippon TV. Eine Figur aus den Spots wurde das offizielle Maskottchen des Senders.
  • 1995: On Your Mark – Musikvideo für das japanische Pop-Duo Chage and Aska
  • 2001: Kujira Tori – Kurzfilm für das Ghibli-Museum
  • 2002: Mei to Konekobasu – Kurzfilm für das Ghibli-Museum
  • 2002: Kūsō no Sora Tobu Kikaitachi – Kurzfilm für das Ghibli-Museum
  • 2006: Mizugumo Monmon – Kurzfilm für das Ghibli-Museum
  • 2017: Kemushi no Boro – Kurzfilm für das Ghibli-Museum

Als Zeichner

  • 1971: Die Schatzinsel ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) – 78 min
    nach dem Roman von Robert Louis Stevenson, Regie Hiroshi Ikeda
    als Key Animator und Story Consultant
  • 1974: Heidi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) – 52-teilige Fernsehserie – als Scene Designer und Screen Layouter
  • 1976: Marco (Haha o Tazunete Sanzenri) – 52-teilige Fernsehserie – als Animator, Scene Designer und Layout Artist
  • 1979: Anne mit den roten Haaren ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) – 50-teilige Fernsehserie – als Scene Designer und als Layout Artist für die Folgen 1–15

Als Animator

  • 1969: Perix der Kater und die 3 Mausketiere (BRD-Verleihtitel) bzw. Der gestiefelte Kater (DDR-Verleihtitel) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) – 80 Minuten
    nach der französischen Version des Märchens Der gestiefelte Kater von Charles Perrault, Regie Kimio Yabuki
    als Key Animator
  • 1975: Niklaas, ein Junge aus Flandern (Furandāsu no Inu) – 52-teilige Fernsehserie – als Animator für Folge 15

Bibliografie (Auswahl)

  • 1982–1994: Nausicaä aus dem Tal der Winde
  • 1983: Shunas Reise
  • 2009: Kaze Tachinu
  • 2009: Starting Point: 1979–1996, Eine Sammlung von Essays, Interviews, Skizzen und Memoiren
  • 2014: Turning Point: 1997–2008, Eine weitere Sammlung von Essays, Interviews, Skizzen und Memoiren

Internationale Auszeichnungen (Auswahl)

Filme in den Top 250 der IMDb<ref>IMDb-Charts – Die Top 250 der IMDb (Stand: 29. August 2023)</ref>
Platz Film
32 Chihiros Reise ins Zauberland
81 Prinzessin Mononoke
163 Das wandelnde Schloss
175 Mein Nachbar Totoro

Dokumentarfilme

  • Ghibli et le mystère Miyazaki ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). 52 Min. Regie: Yves Montmayeur. Frankreich 2005.<ref>Ghibli et le mystère Miyazaki. In: imdb.com. Internet Movie Database, abgerufen am 20. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Miyazaki Hayao to Ghibli Bijutsukan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). 63 Min. Drehbuch: Toshikazu Satou, Regie: Junichi Sato. Japan 2005.<ref>Hayao Miyazaki and the Ghibli Museum. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: Letterboxd.com. Letterboxd, 2005, abgerufen am 20. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Owaranai hito: Miyazaki Hayao ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). 70 Min. Regie: Kaku Arakawa. Japan 2016.<ref>Never-Ending Man: Hayao Miyazaki. Owaranai hito: Miyazaki Hayao. In: imdb.com. Internet Movie Database, 13. November 2016, abgerufen am 20. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 10 Years with Hayao Miyazaki. ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) 4 Folgen. 196 Min. Drehbuch und Regie: Kaku Arakawa. Japan 2019.<ref>10 Years with Hayao Miyazaki. In: imdb.com. Internet Movie Database, abgerufen am 20. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Miyazaki – Die Natur im Blick. 83 Min. Regie: Léo Favier für Arte. Frankreich 2024.

Astronym

Der Asteroid (8883) Miyazakihayao wurde am 24. Juni 2002 nach ihm benannt.

Literatur

  • Alessandro Bencivenni: Hayao Miyazaki. Il dio dell’anime. Le Mani, Recco (Genova) 2003, ISBN 88-8012-251-7 (italienisch).
  • Dani Cavallaro: The Animé Art of Hayao Miyazaki. McFarland & Co., Jefferson NC u. a. 2006, ISBN 0-7864-2369-2 (englisch).
  • Andreas Friedrich: Hayao Miyazaki * 1941. In: Thomas Koebner (Hrsg.): Filmregisseure. Biographien, Werkbeschreibungen, Filmographien. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Reclam, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-15-010662-4, S. 512–515.
  • Peter M. Gaschler: Noch einmal von vorne anfangen. Hayao Miyazaki, Meister des Anime. In: Sascha Mamczak, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2009 (= Heyne-Bücher 06, Heyne Science-fiction & Fantasy. Band 52554). Heyne, München 2009, ISBN 978-3-453-52554-2, S. 1025–1039.
  • Martin Kölling: Japans Walt Disney. Hayao Miyazaki ist der Oscar-gekrönte Altmeister des Zeichentrickfilms. Doch die digitale Revolution verändert sein Metier dramatisch. In: Handelsblatt, 16. Juli 2015, S. 22–23.
  • Helen McCarthy: Hayao Miyazaki. Master of Japanese Animation. Stone Bridge Press, Berkeley CA 1999, ISBN 1-880656-41-8 (Revised edition. ebenda 2002), (englisch).
  • Hayao Miyazaki: Starting Point. 1979–1996. 2nd printing. VIZ Media, San Francisco CA 2009, ISBN 978-1-4215-0594-7 (englisch).
  • Julia Nieder: Die Filme von Hayao Miyazaki. Schüren Presseverlag, Marburg 2006, ISBN 3-89472-447-1 (deutsch).
  • S. Noma (Hrsg.): Miyazaki Hayo. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, Tokio 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 990 (englisch).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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