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Heike Ruschmeyer

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. April 2026 um 19:28 Uhr durch imported>F. Peter Müller (Ausstellungen und Sammlungen: 2026).
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Datei:Heike2011.jpg
Heike Ruschmeyer, 2011
Datei:MonologXXVIII.jpg
Monolog XXVIII, 1988
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Monolog XCVII, 1995
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Monolog CXXXIX, 2003
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Monolog CXL, 2005
Datei:KindleinSchlaf.jpg
Schlaf Kindlein, schlaf, 2006
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Lalelu 3, 2008
Datei:Lalelu9.jpg
Lalelu 9, 2010
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Lalelu 16, 2011
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Lalelu 17, 2011

Heike Ruschmeyer (* 18. Mai 1956 in Uchte) ist eine deutsche Malerin und Zeichnerin, die sich in ihrer Arbeit mit dem Tod und der Gewalt in der Gesellschaft auseinandersetzt.

Leben

Heike Ruschmeyer wurde 1956 in Uchte/Niedersachsen geboren. Der Vater war ein Kürschner und Mützenmacher, er verstarb 2003 im Alter von sechsundsiebzig Jahren. Die Mutter verstarb 1988 im Alter von neunundfünfzig Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Heike Ruschmeyer – Das letzte Bild – Malerei. Eine Ausstellung des Kunstamts Reinickendorf in Kooperation mit Otto Berg. (Memento vom 14. Oktober 2017 im Internet Archive) Website der Otto Berg Bestattungen GmbH & Co. KG, 2007 [hier: Heike Ruschmeyer, 2005], abgerufen am 13. Oktober 2017.</ref> 1975 machte Ruschmeyer ihr Abitur in Petershagen in Nordrhein-Westfalen. Von 1976 bis 1979 studierte sie Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig bei Emil Cimiotti und Alfred Winter-Rust. Von 1979 bis 1982 studierte sie an der Hochschule der Künste Berlin als Meisterschülerin bei Wolfgang Petrick weiter.<ref>Dieter Ruckhaberle (Hrsg.), Heike Ruschmeyer (Ill.): Heike Ruschmeyer – maßlose Zeit. Bilder und Zeichnungen 1978–93. Staatliche Kunsthalle Berlin, Berlin 1993, DNB 931907055.</ref> Ab 1983 begann eine Zusammenarbeit mit der Galerie Dieter Brusberg und seit 2011 wird sie regelmäßig in der Galleri Heike Arndt DK in Berlin und in Kettinge Dänemark gezeigt. Heike Ruschmeyer lebt in Berlin.

Werk

Ruschmeyer verwendet Fotografien aus der Kriminologie und Gerichtsmedizin als Vorlagen für ihre Darstellungen von Selbstmördern oder Opfern von Gewaltverbrechen.<ref>Artikel von Manuela Lintl, über einen Atelierbesuch im Künstlerhof Frohnau im September 2013, abgerufen am 20. Januar 2021.</ref> In ihren Gemälden erzählt sie kein individuelles Schicksal, keine Biografie oder Geschichte, es geht um Ausgeliefertsein und Abschied, um Grenzüberschreitung und Übergang in eine andere Sphäre. Häufig setzt die Malerin ihre Protagonisten überlebensgroß ins Format. Eine weitere Verfremdung entsteht durch das Aufrichten der ursprünglich liegenden Figuren. Sie erscheinen monumental, entwickeln ein Eigenleben über den Tod hinaus und scheinen gelegentlich in Geborgenheit zu schlafen.<ref>Artikel von Matthias Reichelt auf der Seite von Boesner vom 6. September 2018, abgerufen am 15. März 2019.</ref>

Ende der siebziger Jahre entstehen erste Arbeiten, die sich expressiv von ihren Fotovorlagen befreien. Verschiedene Materialien wie Sand, Stoffreste oder Papier werden in die Maloberfläche eingearbeitet. Ruschmeyer setzt sich mit dem Terrorismus in der Bundesrepublik Deutschland auseinander, malt Bildnisse von Jan-Carl Raspe oder Ulrich Wessel. Parallel entstehen Porträts von Folteropfern. Ab 1984 entsteht die Monolog-Serie, zu der bisher über 240 Gemälde in verschiedenen Formaten existieren, die in römischen Ziffern durchnummeriert sind. Seit Mitte der neunziger Jahre widmet sich Ruschmeyer verstärkt Kinderbildnissen. Ab 2006 entsteht die Lalelu-Serie, die sich thematisch mit Familiendramen bzw. Kindervernachlässigungen auseinandersetzt. Eine weitere Serie ab 2009 behandelt ca. 180 kleinformatige Porträts von vermissten Kindern.

Auszeichnungen

Ausstellungen und Sammlungen

Einzelausstellungen

Gruppenausstellungen

Ausstellungsbeteiligungen

Öffentliche Sammlungen

In folgenden öffentlichen Sammlungen sind unter anderen Werke Ruschmeyers enthalten:

Werkdokumentation

  • Heike Ruschmeyer. Der Doppelgänger. Bilder von 1980 bis 1987. Edition Brusberg, Brusberg Dokumente 16, Berlin 1987, ISBN 3-87972-058-4.
  • Heike Ruschmeyer. Ausstellungskatalog. Heffel Gallery, Vancouver 1992.
  • Heike Ruschmeyer. Maßlose Zeit. Bilder und Zeichnungen 1978-93. Ausstellungskatalog. Staatliche Kunsthalle Berlin, Berlin 1993.
  • Heike Ruschmeyer (Hrsg.), Ulrich Haase im Gespräch mit Heike Ruschmeyer, Berlin 1994.
  • Heike Ruschmeyer. Die Schlaflosen. Ausstellungskatalog. Kulturspeicher Oldenburg, Oldenburg 1995.
  • Heike Ruschmeyer. Das andere Land. Katalog zur Ausstellung im Museum Reinickendorf, Berlin 2015, ohne ISBN.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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