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Burgis Paier

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Burgis Paier (* 1949 in Klagenfurt in Kärnten; † 19. September 2022<ref>BURGIS PAIER auf Galerie Walker abgerufen am 14. Jänner 2022</ref> ebendort) war eine österreichische Puppenmacherin, zeitgenössische Künstlerin, Kostüm- und Bühnenbildnerin. Sie lebte und arbeitete in Wien.

Leben und Werk

Ihre erste Ausstellung zeigte sie 1977 in der Klagenfurter Galerie Hildebrand und in der Galleria d’Arte in Udine (Italien). Sie ist Mitglied des Kunstverein Kärnten. Sie experimentiert mit verschiedensten Materialien und schafft aus ihnen verschiedenste individuelle Skulpturen. Der Dichter H.C.Artmann schreibt über sie: „Burgis in Friaul macht wunderschöne Puppen und sammelt Rosenblätter pfundweise in Bottichen oder sind es steinerne Becken sie duften schwach aber ziemlich individuell ein Feuerkäfer der über die Fensterscheibe läuft träumt von den Rosenblättern in Walburgis Palladiovilla“. Günter Brus schreibt über sie, dass die Menschen, die den Puppen Modell standen, ihr Schicksal schon längst überantwortet haben.<ref>Günter Brus im Ausstellungskatalog „Heilige und Märtyrer“ 1996</ref> Mit Günter Brus hatte sie einige gemeinsame Ausstellungsprojekte gemacht darunter auch ein Projekt über Kaspar Hauser mit dem Titel „Der Einspinner“.

Seit den achtziger Jahren arbeitete Burgis Paier auch als Kostüm- und Bühnenbildnerin für das Stadttheater Klagenfurt, das Theater an der Wien, die Wiener Festwochen, ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater, das Wiener Kabinetttheater, das Teatr Śląski in Katowice und das Stary Teatr im. Heleny Modrzejewskiej w Krakowie in Polen.

Produktionen (Auswahl)

Publikationen

  • Die Liebe ist kein Tomatenjuice mit Texten von H.C. Artmann, Rosa Pock, Gert Jonke und dem Originalreprint des Buches für Burgis! von Helmut Eisendle sowie einer Komposition von Herbert Lauermann, Galerie B, Klagenfurt 1993.
  • Heilige und Märtyrer, mit einem Vorwort von Günter Brus, Klagenfurt 1996.
  • Krokodile mit einer Komposition von Herbert Lauermann, Klagenfurt 1997.
  • Serpentine zur Lust mit einem Text von Helmut Eisendle, Klagenfurt 1999.
  • Schweinsklauenkalauer mit einem Text von Günter Brus, Klagenfurt 2000.
  • Der Einspinner eine Bild-Dichtung von Günter Brus und zehn Figuren von Burgis Paier zum Thema Kaspar Hauser herausgegeben von Gerhard Sommer, Galerie Kunst und Handel, Graz 2008
  • Paiers-Barock-chinesisches Kasperltheater im gemeinsamen Ausstellungsprojekt Phantasus mit Günter Brus, Villach-Wien 2010.

Preise

  • Förderungspreis des Landes Kärnten für bildende Kunst 1986
  • Goldene Maske „Zlota Maska“ für die Kostüme der Inszenierung „Der Bauer als Millionär“ von Ferdinand Raimund des Stary Teatr im. Heleny Modrzejewskiej w Krakowie in Polen 1996
  • Frauenkulturpreis „Pro Kultur - contra Gewalt“ Klagenfurt 2005.

Literatur

  • Die Liebe ist kein Tomatenjuice! ein Lese- und Bilderbuch über die Puppen der Burgis Paier bearbeitet von Peter Mießl mit Beiträgen von H.C. Artmann, Helmut Eisendle, Gert Jonke, Rosa Pock und einer CD mit Musik von Nadir Gottberg, gesungen von Mircea Mihalache und gespielt vom ensemble kreativ - Klagenfurt 1993
  • Burgis' Walpurgisnacht von Günter Brus - Klagenfurt: 1996.<ref>produziert von der Galerie B, Klagenfurt</ref>
  • Was alles wohin führen kann von Julia Reichert in: Alexandra Millner (Hg.): Niemand stirbt besser. Theaterleben und Bühnentod im Kabinetttheater. Wien: Sonderzahl 2005.

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

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