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Ockerbrust-Buschammer

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Ockerbrust-Buschammer
Datei:Ochre-breasted Brushfinch - Atlapetes Ajicero (Atlapetes semirufus denisei) (25112939111).jpg

Ockerbrust-Buschammer (Atlapetes semirufus)

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Neuweltammern (Passerellidae)
Gattung: Buschammern (Atlapetes)
Art: Ockerbrust-Buschammer
Wissenschaftlicher Name
Atlapetes semirufus
(Boissonneau, 1840)

Die Ockerbrust-Buschammer (Atlapetes semirufus) ist eine Vogelart aus der Familie der Neuweltammern (Passerellidae). Die Art hat ein großes Verbreitungsgebiet, das die südamerikanischen Länder Kolumbien und Venezuela umfasst. Der Bestand wird von der IUCN als nicht gefährdet (Least Concern) eingeschätzt.

Merkmale

Die Ockerbrust-Buschammer erreicht eine Körperlänge von etwa 18 Zentimetern. Die Oberseite ist olivefarben. Der Kopf, die Kehle und die Brust sind rotorange. Der hintere Teil der Unterseite ist gelb. Die Seiten und die Unterschwanzdecken sind olivefarben.

Verbreitung und Lebensraum

Die Art kommt in feuchten bis nassen Waldrändern sowie in xerophytisch geprägter Sekundärvegetation in Höhen zwischen 600 und 2700 Metern vor.<ref name="paynter16">Raymond Andrew Paynter, Jr. (1978), S. 339–340.</ref> Man findet sie häufiger in den Kordilleren, als in den Anden.

Verhalten

Der Vogel ist eher ein ruhig und wenig auffälliger Zeitgenosse. Dabei sitzt er meist ruhig im Dickicht. Von Zeit zu Zeit verirrt er sich auch ins offene Gelände, zwitschert und balzt dabei relativ auffällig. Man kann ihn alleine, in Paaren oder kleinen Familienscharen entdecken. Dabei ernährt er sich von Beeren und Früchten. In den Morgenstunden kann man ihn am ehesten auch in den Büschen von Waldrändern beobachten. Nur gelegentlich folgt er anderen Vogelarten.

Unterarten

Es sind sechs Unterarten beschrieben, die sich vor allem in ihrer Färbung und ihrem Verbreitungsgebiet unterscheiden:<ref>IOC World Bird List New World sparrows, bush tanagers</ref>

  • Atlapetes semirufus semirufus (<templatestyles src="Person/styles.css" />Boissonneau, 1840)<ref name="boissonneau69">Auguste Boissonneau (1840), S. 69.</ref> - Nominatform. Kommt bei Páramo de Coachi vor.
  • Atlapetes semirufus zimmeri <templatestyles src="Person/styles.css" />Meyer de Schauensee, 1947<ref name="schauensee1w3">Rodolphe Meyer de Schauensee (1947), S. 123.</ref> - Unterart unterscheidet sich von allen Formen durch den dunkleren, matten, graugrünen Rücken. Der Kopf und insbesondere die Brust sind wesentlich heller rötlich. Kommt an den Osthängen der Anden des Departamento de Boyacá am Rio Negro vor.
  • Atlapetes semirufus majusculus <templatestyles src="Person/styles.css" />Todd, 1919<ref name="todd113">Walter Edmond Clyde Todd (1919), S. 113.</ref> - Ähnelt sehr der Nominatform ist aber etwas größer und durchwegs etwas heller. Präsent in von Peña Blanca im Departamento de Boyacá bis rein ins angrenzende Departamento Santander
  • Atlapetes semirufus denisei (<templatestyles src="Person/styles.css" />Hellmayr, 1911)<ref name="hellmayr24">Carl Eduard Hellmayr (1911), S. 24.</ref> - Ähnelt sehr A. s. benedettii ist aber etwas dunkler. Kommt in den subtropischen Zonen im zentralen bis Nordosten Norden Venezuelas u. a. in Cumbre de Valencia vor. Vom Bundesstaat Guárico bis Sucre und Monagas
  • Atlapetes semirufus benedettii <templatestyles src="Person/styles.css" />Phelps & <templatestyles src="Person/styles.css" />Gilliard, 1941<ref name="phelps16">William Henry Phelps u. a. (1941), S. 16.</ref> - Kopfhaube ist sienafarben und wird nach hinten heller. Rücken, Bürzel und Oberschwanzdecken sind gelbolive. Vorkommen erstreckt sich vom Bundesstaat Lara bis Falcón.
  • Atlapetes semirufus albigula <templatestyles src="Person/styles.css" />Zimmer & <templatestyles src="Person/styles.css" />Phelps, 1946<ref name="zimm21f">John Todd Zimmer u. a. (1946), S. 21–22.</ref> - Unterscheidet sich von allen anderen Unterarten durch Weiß in der Mitte im Kehlbereich und das weiße Kinn. Kommt bei Seboruco im Bundesstaat Táchira bis an den Maracaibo-See vor.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung der Schwarzbrust-Bergtangare erfolgte 1840 durch Auguste Boissonneau unter dem Namen Tanagra (Arremon) semirufus. Das Typusexemplar stammte aus einer Lieferung aus Santa Fé de Bogotá.<ref name="boissonneau69" /> 1831 führte Johann Georg Wagler die neue Gattung Atlapetes<ref name="penard538">Johann Georg Wagler (1931), S. 526</ref> für die Rotkappen-Buschammer (Atlapetes pileatus <templatestyles src="Person/styles.css" />Wagler, 1831) ein.<ref name="wagler526">Johann Georg Wagler (1831), S. 526</ref> Dieser Name setzt sich aus dem Titan Atlas und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für „Flieger, fliegen“ zusammen.<ref>Atlapetes The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Der Artepitheton kommt aus dem Lateinischen und setzt sich aus den Worten semi für halb und rufus für rötlich zusammen.<ref>semirufus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Zimmeri ist John Todd Zimmer<ref name="todd113"/>, denisei Louis Simon Denise (1863–1914)<ref name="hellmayr24"/> und benedettii Fulvio L. Benedetti (* 1919)<ref name="phelps16"/> gewidmet. Albigula ist ein lateinisches Wortgebilde aus albus für weiß und gularis, gula für -kehlig, Kehle.<ref>albigula The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref>

Literatur

  • Steven Leon Hilty, William Leroy Brown: A guide to the birds of Colombia. Princeton University Press, Princeton 1986, ISBN 978-0-691-09250-8, S. 651.
  • Rodolphe Meyer de Schauensee, William H. Phelps, Guy Tudor: A Guide to the Birds of Venezuela. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1992, ISBN 978-0-691-08205-9, S. 357.
  • Johann Georg Wagler: Einige Mittheilungen über Thiere Mexicos. In: Isis von Oken. Band 24, Nr. 5, 1831, S. 510–535 (biodiversitylibrary.org).

Weblinks

Einzelnachweise

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