Zum Inhalt springen

Georg Wilhelm Overkamp

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 11. Juni 2025 um 07:44 Uhr durch imported>Gmünder (HC: Entferne Kategorie:Deutscher).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Neuenkirchen-Denkmal-140305-037.JPG
Gedenkstein in Neuenkirchen (bei Greifswald)

Georg Wilhelm Overkamp (* 9. Januar 1707 in Greifswald<ref name="Hirsching"/><ref name="Meusel"/> oder Stralsund<ref>Nach Häckermann in der Allgemeinen Deutschen Biographie.</ref>; † 27. Juli 1790 in Greifswald) war ein deutscher Orientalist.

Leben

Georg Wilhelm Overkamp war der Sohn eines Kaufmanns, der zuerst in Stralsund, später in Greifswald Ratskellermeister war. Seine Mutter stammte aus der angesehenen Greifswalder Kaufmannsfamilie Weissenborn.<ref name="AS">Agneta Schönrock: Das Projekt „Greifswalder Hochschullehrerlexikon des 19. und 20. Jahrhundert“. In: Werner Buchholz (Hrsg.): Die Universität Greifswald und die deutsche Hochschullandschaft im 19. und 20. Jahrhundert. Franz Steiner, 2004, ISBN 978-3-515-08475-8, S. 81–82</ref> Er besuchte die Greifswalder Stadtschule und studierte anschließend als Stipendiat der Schabbelstiftung<ref>Johann Henrich von Seelen: Iubilaeum Schabbelianum Lubecense; sive Oratio saecularis in memoriam et laudem illustris Stipendii Schabbeliani... Lübeck: Schmidt 1738 (Digitalisat), S. 52</ref> an den Universitäten Greifswald und Jena. Er befasste sich besonders mit den orientalischen Sprachen. In Jena erhielt er die Lehrerlaubnis als Magister legens und wurde 1736 Adjunkt der philosophischen Fakultät. Nachdem er durch verschiedene wissenschaftliche Abhandlungen bekannt geworden war, wechselte er als Adjunkt an die Universität Greifswald, wo er 1739 die ordentliche Professur für orientalische Sprachen erhielt. 1743 war er Rektor der Hochschule, in seinen letzten Lebensjahren deren Senior.

Overkamp veröffentlichte verschiedene Dissertationen. In Greifswald stiftete er ein Universitätsstipendium<ref>Johann Friedrich Wilhelm Koch: Die Preußischen Universitäten. Eine Sammlung der Verordnungen, welche die Verfassung und Verwaltung dieser Anstalten betreffen. Bd. 1, Mittler, Berlin, Posen und Bromberg 1839, S. 356 (Google bücher).</ref> (1787) sowie eine Armen- und Freischule.<ref>Matthias Wolfes: Overkamp, Timotheus Christian Wilhelm. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 19, Bautz, Nordhausen 2001, ISBN 3-88309-089-1, Sp. 1039.</ref> Er wurde auf dem Neuenkirchener Friedhof begraben, wo ihm 1886 ein Denkmal gesetzt wurde.

Aus der 1740 geschlossenen Ehe mit Hedwig Ulrika Lütkemann, Tochter des Greifswalder Generalsuperintendenten Timotheus Lütkemann, entstammte der Sohn Timotheus Christian Wilhelm Overkamp (1743–1828).<ref name="AS"/>

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Hirsching">Friedrich Karl Gottlob Hirsching: Historischliterarisches Handbuch berühmter und denkwürdigen Personen, welche in dem 18. Jahrhunderte gestorben sind. Bd. 6, Schwickert, Leipzig 1804, S. 329 (Google bücher).</ref> <ref name="Meusel">Johann Georg Meusel: Lexikon der vom Jahr 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller. Bd. 10, G. Fleischer, der Jüngere, Leipzig 1810, S. 256 (Google bücher).</ref> </references>

Weblinks

VorgängerAmtNachfolger
Johann LembkeRektor der Universität Greifswald
1743
Jakob Heinrich von Balthasar

Vorlage:Hinweisbaustein