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Natriumbromat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Kristallstruktur
Struktur von Natriumbromat
Vorlage:Farbe Na+ 0 Vorlage:Farbe Br5+0 Vorlage:Farbe O2−
Kristallsystem

kubisch

Raumgruppe

P213 (Nr. 198)Vorlage:Raumgruppe/198

Gitterparameter

a  6,70717 Å<ref name="Kristallstruktur" />

Allgemeines
Name Natriumbromat
Andere Namen
Verhältnisformel NaBrO3
Kurzbeschreibung

farbloser geruchloser Feststoff<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 232-160-4
ECHA-InfoCard 100.029.237
PubChem 23668195
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 150,89 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,34 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

381 °C (Zersetzung)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

leicht löslich in Wasser (364 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" />

Brechungsindex

1,6168<ref name="CRC90_10_247">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Index of Refraction of Inorganic Crystals, S. 10-247.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 272​‐​302​‐​315​‐​319​‐​335
P: 210​‐​221​‐​301+330+331​‐​302+352​‐​304+340​‐​312​‐​371+380+375<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Natriumbromat ist eine chemische Verbindung aus den Gruppen der Natriumverbindungen und der Bromate.

Gewinnung und Darstellung

Natriumbromat kann durch Reaktion von flüssigem Brom mit einer Lösung von Natriumhydroxid dargestellt werden:<ref>Weizmann: Production of bromine compounds (PDF; 4,6 MB)</ref>

<chem>3Br2 + 6Na+ + 6OH- <=> 6Na+ + BrO3- + 5Br- + 3H2O</chem>

Es entstehen somit fünf Mol NaBr und ein Mol Natriumbromat (NaBrO3).

Natriumbromat kann auch durch Auflösung von Natriumcarbonat in Wasser und anschließende Reaktion mit Brom gewonnen werden.<ref name="icl">ICL: @1@2Vorlage:Toter Link/www.icl-ip.comBromine, Inorganic Compounds (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )</ref>

Eigenschaften

Natriumbromat ist ein farbloser, geruchloser, hygroskopischer Feststoff, welcher ein starkes Oxidationsmittel ist. Er zersetzt sich ab einer Temperatur über 381 °C, wobei Sauerstoff entsteht.<ref name="GESTIS" /> Er kristallisiert kubisch, Raumgruppe P213 (Raumgruppen-Nr. 198)Vorlage:Raumgruppe/198, mit dem Gitterparameter a = 6,707 Å.<ref name="Kristallstruktur">S. C. Abrahams, J. L. Bernstein: Remeasurement of optically active NaClO3 and NaBrO3. In: Acta Crystallographica. B33, 1977, S. 3601–3604, doi:10.1107/S0567740877011637.</ref>

Das Salz ist sehr gut löslich in Wasser. Die Löslichkeit steigt mit steigender Temperatur.<ref name="Ullmann">D. Yoffe, R. Frim, S. D. Ukeles, M. J. Dagani, H. J. Barda, T. J. Benya, D. C. Sanders: Bromine Compounds. In: Ullmanns Enzyklopädie der Technischen Chemie. Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2013, doi:10.1002/14356007.a04_405.pub2.</ref>

Löslichkeit in Wasser<ref name="Ullmann" />
Temperatur in °C 0 20 40 60 80 100
Löslichkeit in g/100 g H2O 27,5 36,4 48,8 62,6 75,8 90,8

Verwendung

Natriumbromat wird als Oxidationsmittel (z. B. als Bleichmittel und beim Textilfärben) und als piezoelektrischer Einkristall verwendet.<ref name="GESTIS" /> In Kombination mit Natriumbromid wird es bei der Goldwäsche eingesetzt.<ref name="Ullmann" /><ref name="icl" /> In der organischen Chemie wird Natriumbromat als Bromierungsreagenz für aromatische Verbindungen wie Nitrobenzol, Benzoesäure und Benzaldehyd angewendet.<ref name="Ullmann" /><ref name="Groweiss">A. Groweiss: Use of Sodium Bromate for Aromatic Bromination: Research and Development. In: Org. Process Res. Dev. 4, 2000, S. 30–33, doi:10.1021/op9901947.</ref>

Verwandte Verbindungen

Einzelnachweise

<references />