Apollonis
Vorlage:Hinweisbaustein Apollonis ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war eine antike Stadt im nördlichen Lydien auf halbem Weg zwischen Pergamon und Sardes, 22 km nordwestlich von Thyateira.<ref>Strabon 13, 4, 4.</ref> Die Ruinen, darunter Reste der Stadtmauer, befinden sich beim heutigen Mecidiye.
Die Stadt wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. von Attalos I. gegründet und nach seiner Frau Apollonis genannt. Die Gründung wurde unter seinem Sohn Eumenes II. durch Synoikismen erweitert, unter anderem durch Ansiedlung von „Makedonen“ aus dem Seleukidenreich.<ref>Ausweislich von Münzen und Inschriften fanden diese Maßnahmen noch 194 v. Chr. statt.</ref> 133 v. Chr. wurde die Stadt von Aristonikos und seinen „Heliopoliten“ vorübergehend erobert.<ref>Strabon 14, 1, 38.</ref> Im Jahr 17 gehörte Apollonis zu den vom Erdbeben zerstörten Städten, denen Tiberius zum Wiederaufbau einen mehrjährigen Steuernachlass gewährte.<ref>Plinius der Ältere, Naturalis historia 2, 200; Tacitus, Annalen 2, 47, 3; Sueton, Tiberius 48, 2; Cassius Dio 57, 17, 7.</ref>
In christlicher Zeit war Apollonis Bischofssitz. Auf das Bistum geht das Titularbistum Apollonis der römisch-katholischen Kirche zurück.
Literatur
- Gustav Hirschfeld: Apollonis 1. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band II,1, Stuttgart 1895, Sp. 163.
- Hans Treidler: Apollonis. In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 1, Stuttgart 1964, Sp. 1541 f.
- Hans Kaletsch: Apollonis. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 1, Metzler, Stuttgart 1996, ISBN 3-476-01471-1, Sp. 890.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />