Museum der Toleranz
Das Museum der Toleranz des Simon Wiesenthal Centers ist ein Museum in Los Angeles, entworfen von Maxwell Starkman (1921–2004)<ref>Myrna Oliver: Maxwell Starkman, 82; Architect for Sony Plaza, Museum of Tolerance. In: Los Angeles Times. 5. Januar 2004, abgerufen am 24. Februar 2018.</ref> und eröffnete im Jahr 1993.
Zwei zentrale Themen werden dort besonders zur Darstellung gebracht, die Dynamik des Rassismus und des Vorurteils in Amerika und die Geschichte des Holocaust.
Das Wiesenthal-Zentrum plant auch, ein „Museum der Toleranz“ in Jerusalem zu errichten.[veraltet]Bitte nutze in Fällen, in denen die Jahreszahl bereits in der Vergangenheit liegt, {{Veraltet}} anstatt {{Zukunft}}
Das Museum in Los Angeles
Die Museums-Abteilungen sind:
- Das Toleranzzentrum. Hier werden Besuchern die Grundsätze der Intoleranz gezeigt, die „Teil des täglichen Lebens“ sind.
- Die Holocaust-Abteilung. In dieser Abteilung werden die Besucher Zeuge einiger Ereignisse des Zweiten Weltkrieges, Aufstieg und Fall des Dritten Reichs und der Befreiung von der Diktatur. Jeder Besucher erhält einen Foto-Pass eines Kindes, dessen Biographie durch den Holocaust beeinflusst wurde. Bis zum Ende der Ausstellung ist dieser Pass und weitere Informationen vollständig und das ganze Schicksal des Kindes offenbart.
- Das Multimedia Lernzentrum. Diese Abteilung ist dem Lernen und der Recherche mit Hilfe von Computern gewidmet. Das Multimedia Lernzentrum ist online zu benutzen.
- Ausstellungsstücke und Dokumente des Holocaust. Die Archive und Dokumente beinhalten:
- originale Briefe von Anne Frank
- Kunst aus dem KZ Theresienstadt
- eine „Bettstatt“ des Todeslagers Majdanek
- Ausstellungsstücke aus Auschwitz
- eine Flagge, genäht von Insassen des KZ Mauthausen für ihre amerikanischen Befreier
- Erinnerungen der Überlebenden. Die Holocaust-Überlebenden und ihre persönlichen Erinnerungen sind ein integraler Bestandteil des Simon Wiesenthal Centers. Durch die Bewahrung dieser Aufzeichnungen konnten schon Hunderttausende die Berichte der Zeugen des grausamen Holocaust hören.
Pläne für Jerusalem
Im Jahr 2004 kündigte das Wiesenthal-Zentrum an, in Jerusalem ebenfalls ein „Museum der Toleranz“ zu bauen. Für den Bau sollte der jahrhundertealte islamische Mamilla-Friedhof zerstört werden, auf dem zahlreiche wichtige islamische Gelehrte und Heilige bestattet sind, obwohl dem Museum auch andere Orte für den Bau angeboten worden waren.<ref>Asem Khalidi: The Mamilla Cemetery: A Buried History. Jerusalem Quarterly Nr. 37, Frühjahr 2009.
Abe Selig: Wiesenthal Center: Museum not built on ancient ruins. Jerusalem Post, 11. Februar 2010.
Donald Macintyre: Israel plans to build “museum of tolerance” on Muslim graves. Independent, 9. Februar 2006.</ref>
In den israelischen Medien und u. a. vom Israel-Preisträger Yehoshua Ben-Arieh<ref>Akiva Eldar: Israel Prize laureate opposes Museum of Tolerance. Haʾaretz, 30. December 2008.</ref> wurde nicht nur die Zerstörung des Friedhofes kritisiert,<ref>Bradley Burston: Dividing Jerusalem, one wall at a time. Haʾaretz, 19. November 2008.</ref> sondern auch die Architektur des Museums.<ref>Esther Zandberg: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Surroundings / No tolerance for Jerusalem's uniqueness. ( des Vorlage:IconExternal vom 25. April 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Haʾaretz, 5. November 2008.
Esther Zandberg: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The architectural conspiracy of silence. ( des Vorlage:IconExternal vom 6. Mai 2005 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Haʾaretz, 14. Februar 2007.
vgl. Esther Hecht: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Building Israel. ( vom 6. Mai 2005 im Internet Archive) Hadassah Magazine 86/4, Dezember 2004.</ref> Frank Gehry hatte die Anlage gestaltet, die wie eine Obstschale aussehen sollte, zog sich jedoch im Januar 2010 von dem Projekt zurück.<ref>Saree Makdisi: A Museum of Tolerance We Don't Need. Los Angeles Times, 12. Februar 2010.</ref> Die Bauarbeiten für das umstrittene Museum wurden mehrmals durch Gerichtsverfahren aufgeschoben.<ref>Israeli court OKs Museum of Tolerance's controversial branch. Los Angeles Times, 29. Oktober 2008.</ref> Am 19. November 2008 schrieb eine Gruppe jüdischer und muslimischer Aktivisten in den USA einen Brief an das Wiesenthal-Zentrum, in dem sie forderten, die Zerstörung des Friedhofes und den Bau des Museums einzustellen.<ref>Hussam Ayloush: Political Debate: Yes; Bigotry: No. Council on American–Islamic Relations, 29. Januar 2009.</ref> Am 10. Februar 2010 trugen fünfzehn alteingesessene Familien aus Jerusalem, deren Verwandte auf dem Friedhof bestattet sind, den Fall der UNO in Genf vor.<ref>Amy Goodman: Palestinian Families Appeal to UN Over Israeli Construction of “Museum of Tolerance” on Jerusalem’s Historic Mamilla Cemetery. Democracy Now, 10. Februar 2010.</ref> Der Friedhof wurde weitgehend zerstört und der Bauplatz wird derzeit streng bewacht.<ref>Bradley Burston: Flirting with arrest at Jerusalem's newest settlement. Haʾaretz, 17. November 2010.</ref>
Trivia
- In der South Park Folge Todescamp der Toleranz (Originaltitel: The Death Camp of Tolerance; Staffel 6; Folge 14) wurde das Museum der Toleranz parodiert.<ref>Museum of Tolerance. In: Southpark.Wikia.com. Abgerufen am 24. Februar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Videoclip vom Museum der Toleranz in South Park. In: Southpark.de. Abgerufen am 24. Februar 2018.</ref>
- Im Filmdrama Freedom Writers, welcher auf die wahre Geschichte von Erin Gruwell beruht, nimmt der Besuch des Museums der Toleranz eine wichtige Rolle ein.<ref>Freedom Writers Trivia: Museum of Tolerance. In: Internet Movie Database. Abgerufen am 24. Februar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Freedom Writers (2007). In: ChasingtheFrog.com. Abgerufen am 24. Februar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Siehe auch
Weblinks
- Offizielle Website des Museums der Toleranz (englisch)
- Museum der Toleranz. In: Los Angeles-Lexikon
- Museum der Toleranz. In: Gedenkstaetten-Uebersicht.de
- Die Hölle als Erlebnispark. In: Der Spiegel 11/1993
- Ulrich Schiller: Mit High-Tech gegen den Haß. In: Die Zeit, 12. Februar 1993
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 34° 3′ 13″ N, 118° 24′ 6″ W
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