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Gaetano Pesce

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Datei:Ngv design, gaetano pesce, up chair, 1969.JPG
Up chair, 1969
Datei:Organic building - Osaka.jpg
Organic Building in Osaka (1993)

Gaetano Pesce (* 8. November 1939 in La Spezia; † 3. April 2024 in New York<ref> Fred A. Bernstein: Gaetano Pesce, Designer Who Broke the Rules, Is Dead at 84. In: nytimes.com. 4. April 2024, abgerufen am 5. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein italienischer Architekt und Designer.

Leben

Pesce studierte von 1958 bis 1963 Architektur am Università Iuav di Venezia (IUAV), unter anderem bei Carlo Scarpa und Ernesto Rogers, und bis 1965 Industriedesign am Istituto Superiore di Disegno Industriale in Venedig. Er war von 1959 bis 1963 Mitglied der Gruppo N in Padua, einem frühen Kollektiv, das sich mit kinetischer Kunst und programmierter Computerkunst, der sogenannten Arte Programmata, nach dem Vorbild des Bauhauses beschäftigte. 1969 gab Pesce mit dem aufblasbaren Sessel „Up“ sein Debüt als Designer. Vorher arbeitete er als Architekt und Künstler. 1972 gründete Cassina S.p.A. das Label „Bracciodiferro“, das erste Unternehmen für Experimentaldesign, dessen künstlerischer Leiter Pesce war. 1972 führten erste Versuche mit Kunstharz zum „Golgotha Chair“, einem mit Kunstharz zum Sitz versteiften Tuch.<ref name="PESCE">Gaetano Pesce. In: gaetanopesce.com. 6. April 2024, abgerufen am 6. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Fiona Bornhöft und Valentina Raggi: Gaetano Pesce ist verstorben – AD nimmt Abschied von dem großen italienischen Designer. In: ad-magazin.de. 4. April 2024, abgerufen am 6. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Er lehrte von 1975 bis 2003 Architektur am Institut d'Architecture et d'Etudes Urbaines der Universität Straßburg, an der Carnegie Mellon University (CMU) in Pittsburgh, an der Domus Academy in Mailand, an der Polytechnische Universität Hongkong, an der Faculdade de Arquitetura e Urbanismo da Universidade de São Paulo (FAU) und an der Cooper Union in New York City. Nach Aufenthalten in Venedig, London, Helsinki und Paris zog er 1980 nach New York um und richtete sich Studios am Broadway und der Houston Street im Stadtteil SoHo ein.<ref name="PESCE" />

Pesce hat mit Kunstharz, Schaumstoff und Kunststoff als Standardmaterialien für Unternehmen wie Cassina, B&B Italia und Vitra gearbeitet. Zu seinen architektonischen Werken zählen das Organic Building in Osaka (1989), das Kinderhaus im Parc de la Villette in Paris, Les Halles ACIH in Paris, die Galerie Mourmans in Knokke, Belgien, und das TBWA\Chiat\Day-Büro in New York.<ref>Gaetano Pesce auf pamono.de, abgerufen am 6. April 2024</ref>

Sein Sofasystem „Tramonto a New York“ entstand, produziert von Cassina. 1987 experimentierte als einer der Ersten mit Filz. Das Ergebnis war eines seiner erfolgreichsten Modelle, der Sessel aus der Serie „I Feltri“ (Cassina). In den folgenden Jahren entstanden weitere Entwürfe mit namentlichem Bezug zur neuen Heimat, unter anderem das sehr vielbeinige Modell „Broadway Chair“, den das italienische Unternehmen Bernini realisierte. Pesce gründete 1994 die Firma Fish Design mit Sitz in Mailand und New York. Produziert werden Vasen, Schalen, Spiegel, Wanduhren, aber auch Gürtel, Ketten und Ringe in experimentellen Kunstharzformen. 2002 erregte Pesce bei der Mailänder Möbelmesse Aufsehen mit seiner Serie „Nobody’s Perfect“. Die Stühle, Sideboards und Tische, die Zerodisegno produziert, thematisieren die Individualisierung der Massenproduktion. Es gibt pro Modell keine zwei exakt gleichen Exemplare. Die Triennale in Mailand stellte 2005 eine umfangreiche Retrospektive des Werkes von Gaetano Pesce aus. Die Ausstellung wurde in der zweiten Jahreshälfte mit großem Erfolg im Vitra Design Museum in Weil gezeigt.<ref>Mateo Kries / Jochen Eisenbrand (Hrsg.): Atlas des Möbeldesigns, 2. Aufl. Vitra Design Museum, Weil am Rhein 2021, ISBN 978-3-931936-98-3, S. 912.</ref>

Pesces Werke sind in über 30 ständigen Sammlungen der wichtigsten Museen der Welt vertreten, darunter das Museum of Modern Art (MoMa) in New York und San Francisco, das Metropolitan Museum of Art in New York, das Vitra Design Museum in Weil am Rhein bei Basel, das Victoria and Albert Museum in London, das Centre Georges-Pompidou und das Musée des Arts décoratifs des Louvre in Paris. Zudem hatte er weltweit Ausstellungen in Galerien.<ref name="PESCE" /><ref>Gaetano Pesce im MoMa</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gaetano Pesce is A&W Designer of the Year (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) (englisch)</ref>

Gaetano Pesce war verheiratet mit Francesca Lucco († 2007) und Milena Vettore (†). Aus seiner ersten Ehe hatte er zwei Kinder, aus seiner zweiten ein Kind. Gaetano Pesce starb am 3. April 2024 an den Folgen eines Schlaganfalls in Manhattan in New York.<ref>Fiona Bornhöft und Valentina Raggi: Gaetano Pesce. In: imdb.com. 6. April 2024, abgerufen am 6. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ehrungen und Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Gaetano Pesce – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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