Zum Inhalt springen

Ludwig Nussbichler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 4. Dezember 2025 um 22:49 Uhr durch imported>Dieringer63 (Link auf Alexander Rausch mit Vorlage OeML).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Ludwig Nussbichler (* 11. Januar 1963 in Adlwang, Oberösterreich) ist ein österreichischer Komponist und Musikschuldirektor des Musikums der Stadt Salzburg.<ref name="oeml">Alexander Rausch: Nussbichler, Ludwig. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 3, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2004, ISBN 3-7001-3045-7.</ref>

Leben

Ludwig Nussbichler studierte von 1973 bis 1982 an der Rheintalischen Musikschule Lustenau Gitarre und Klavier, ab 1982 Französisch an der Universität Salzburg sowie Musikpädagogik und Instrumentalpädagogik an der Universität Mozarteum.<ref name="oeml" /><ref name="micabio">Biografie Ludwig Nussbichler. Musikdatenbank von mica – music austria, 23. Februar 2020; abgerufen am 28. September 2021.</ref> Nach Erhalt seines Diploms für das Lehramt in Musikpädagogik und Französisch im Jahr 1988 und dem Abschluss des Studiums mit ausgezeichnetem Erfolg nahm er eine Lehrtätigkeit am Musikum Salzburg auf. Ab dem Jahr 1989 studierte er Komposition und Musiktheorie am Mozarteum, u. a. bei Gerhard Wimberger und Hans-Jürgen von Bose. Im Jahr 1996 besuchte er die Meisterklasse in Komposition der Internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg bei Friedrich Cerha.<ref name="oeml" /> Im Jahr 2000 erhielt er sein Diplom im Studienzweig Musiktheorie und Komposition mit ausgezeichnetem Erfolg.<ref name="micabio" /><ref>Ludwig Nussbichler. oblinger-musikverlag.at; abgerufen am 5. April 2010.</ref>

Seit dem Jahr 1999 leitet er als Musikschuldirektor das Musikum der Stadt Salzburg, im Jahr 2006 wurde er als künstlerischer Leiter des Festivals Aspekte Salzburg berufen.<ref name="aspektesalzburg">Aspekte Salzburg – Künstlerischer Leiter Ludwig Nussbichler. aspekte-salzburg.com; abgerufen am 28. September 2021.</ref> Daneben ist er weiterhin Lehrer am Musikum in den Fächern Komposition, Musiktheorie und Gitarre. Des Weiteren ist er Direktor der Bundeslandsektion Salzburg beim Österreichischen Komponistenbund.<ref>Österreichischer Komponistenbund. komponistenbund.at; abgerufen am 28. September 2021.</ref>

Seit 2015 unterrichtet Ludwig Nussbichler Improvisation und Komposition am Salzburg Pre-College der Universität Mozarteum Salzburg.<ref>Biografie Ludwig Nussbichler. Mozarteum Salzburg; abgerufen am 28. September 2021.</ref> Er lebt derzeit in Salzburg und in Paphos auf Zypern.

Auszeichnungen

  • 1994: Komponistenförderung der Österreichischen Kammersymphoniker
  • 1996: Jahresstipendium für Komposition der Salzburger Landesregierung
  • 1996: Franz-Kossak-Preis des Mozarteum Salzburg
  • 1997: Staatsstipendium der Republik Österreich<ref name="micabio" />
  • 2007: Preis für Kinder- und Jugendprojekte des Kulturfonds der Stadt Salzburg für sein Singspiel Der Zauberspiegel<ref>Verleihung der Kulturfondspreise der Stadt Salzburg 2007. stadt-salzburg.at; abgerufen am 28. September 2021.</ref>

Werke (Auswahl)

Ludwig Nussbichler schrieb zahlreiche Auftragswerke, u. a. für den ORF, den Musikverein Wien, die Internationale Stiftung Mozarteum und das Hilliard Ensemble. Zudem ist er Initiator des Projektes AspekteSPIELRÄUME, welches während des Festivals Aspekte mit der Vermittlung von Neuer Musik speziell für junge Menschen und Kinder eine besondere Rolle spielt.<ref>Aspekte Salzburg. In: SalzburgWIKI; abgerufen am 28. September 2021.</ref> 2005 beteiligte er sich an der Viva!MOZART-Suite, ein von der Salzburger Landesregierung in Auftrag gegebenes und von acht Komponisten geschaffenes Orchesterwerk zu Ehren Wolfgang Amadeus Mozarts.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Musikalisches Geschenk an Mozart Auf: salzburg.gv.at (Memento vom 26. Mai 2006 im Internet Archive).</ref> Außerhalb Österreichs wurden seine Werke bislang in Deutschland, Großbritannien, Russland, Japan und den USA aufgeführt.<ref name="micabio" />

„Ich sehe eine eigene Werkcharakterisierung aufgrund der fehlenden Objektivität a priori zum Scheitern verurteilt, vor allem bei einer Musik, die zwar versucht, sich scheinbar deutlich zu artikulieren, die sich jedoch tatsächlich nicht konkret fassen läßt. Sicher ist, daß meine Musik auf der einen Seite von der Tradition der Zweiten Wiener Schule geprägt ist, auf der anderen Seite Einflüsse der französischen Tradition (Jehan Alain, Henri Dutilleux, Olivier Messiaen) spürbar sind. Wesentliche Einflüsse haben jedoch eine Unzahl neuerer Werke von Morton Feldman, Pierre Boulez, George Crumb, George Benjamin, um nur einige zu nennen.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Ludwig Nussbichler: music austria musikdatenbank, 1997<ref name="micabio" />

  • Stille Lieder – für Sopran, Altflöte und Klavier nach Gedichten von Georg Trakl<ref name="micawerke">Werkeverzeichnis Ludwig Nussbichler. Musikdatenbank von mica – music austria, 23. Februar 2020; abgerufen am 28. September 2021.</ref>
  • „In den kleinen Städten“ – Musik zum Film<ref name="micawerke" />
  • Koltès – eine Collage – Bühnenmusik<ref name="micawerke" />
  • Libussa – Quintett für zwei Violinen, Oboe, Viola und Violoncello<ref name="micawerke" />
  • An die Nacht – Solo für Altflöte (1986)<ref name="micawerke" />
  • wenn sterne schweigen... – für Schlagwerk (2 Spieler) (1993)<ref name="micawerke" />
  • Quintett für Bläser – Besetzung: Flöte (auch Altflöte), Oboe, Klarinette, Fagott und Horn (1993)<ref name="micawerke" />
  • Phantasmagoria – Solo für Klavier (1994)<ref name="micawerke" />
  • Konfrontationen – für Kammerensemble (1994)<ref name="micawerke" />
  • Schattenspiele II – Palimpsest – für Kammerorchester und Chor (1996)<ref name="micawerke" />
  • „Alles Walzer“ – Musik zum Kurzfilm, Regie: Frank Soiron (1996)<ref name="micawerke" />
  • Schattenspiele I – Prolog – für großes Orchester (1996/1997)<ref name="micawerke" />
  • Correspondances des nuitsMadrigal für vier Stimmen (1998)<ref name="micawerke" />
  • Schattenspiele III – moving pictures – für Kammerorchester (1998)<ref name="micawerke" />
  • ENDYMION – Traumbildfragmente I für Kammerorchester (2001)<ref name="micawerke" />
  • EKLIPSE – Traumbildfragmente II – für großes Orchester (2003)<ref name="micawerke" />
  • Traumbildfragmente III – für Klavier und Violine (2003)<ref name="micawerke" />
  • Il primo angelo – Traumbildfragmente V (2004)<ref name="micawerke" />
  • InSight7 – für Ensemble (2005)<ref name="micawerke" />
  • Der Zauberspiegel – Singspiel für Kinder und Marionetten nach Texten von Friedrich Glasl (2006)<ref name="micawerke" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein