Odensachsen
Odensachsen Gemeinde Haunetal
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(178)&title=Odensachsen 50° 48′ N, 9° 43′ O
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dim=10000 | globe= | name=Odensachsen | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 223 (217–236) m | |||||
| Fläche: | 3,67 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 178 (2015)<ref name="DF">Haushaltsplan 2016. In: Webauftritt. Gemeinde Haunetal, S. 50, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Oktober 2020; abgerufen im Oktober 2020.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 49 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 36166 | |||||
| Vorwahl: | 06673 | |||||
Odensachsen ist ein Ortsteil der Marktgemeinde Haunetal im osthessischen Kreis Hersfeld-Rotenburg. Das Dorf liegt an der Haune. Östlich um den Ort verläuft die Bundesstraße 27 und westlich die Bahnstrecke Frankfurt–Göttingen als Teilabschnitt der Nord-Süd-Strecke, die von Hannover nach Würzburg führt.
Odensachsen wurde in den letzten Jahren bekannt durch das seit 2017 jährlich stattfindende „Haune-Rock Festival“. Dieses findet immer um den 14. Juli statt.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Odensachsen erfolgte im Jahre 1003.<ref name="lagis" /> Die Dorfkirche ist im Barockstil erbaut. Sie hat ein hölzernes Tonnengewölbe, doppelte, U-förmige Emporen und eine Baldachin-Kanzel, die ab 1735 von dem in Schenklengsfeld ansässigen Gustav Altmöller ausgemalt wurden.<ref>Götz J. Pfeiffer: Leben, Familie und Signaturen des barocken „Kunstmahler“ Gustav Altmöller (1704-1772) aus Schenklengsfeld. In: Mein Heimatland. Januar 2021, S. 1–3.</ref>
Zum 31. Dezember 1971 wurde die damals zum Landkreis Hünfeld gehörende selbständige Gemeinde Odensachsen im Zuge der Gebietsreform in Hessen in die im gleichen Jahr neu gegründete Gemeinde Haunetal auf freiwilliger Basis eingemeindet.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 27. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref><ref></ref> Für Odensachsen wurde, wie für die übrigen bei der Gebietsreform nach Haunetal eingegliederten Gemeinden, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 52 kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Haunetal, abgerufen im März 2020.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Odensachsen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1803: Heiliges Römisches Reich, Hochstift Fulda, Oberamt Fürsteneck, Gericht Neukirchen
- 1803–1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Oberamt Eiterfeld
- 1806–1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
- 1810–1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Eiterfeld
- ab 1815: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Eiterfeld<ref name="KHK1818" />
- ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld<ref>Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 75.</ref><ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz, Justizamt Eiterfeld und Verwaltung.</ref>
- ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
- ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
- ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Hünfeld
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
- ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Gemeinde Haunetal<ref group="Anm.">Am 31. Dezember 1971 als Ortsbezirk zur Gemeinde Haunetal.</ref>
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Odensachsen 180 Einwohner. Darunter waren 3 (1,7 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 36 Einwohner unter 18 Jahren, 63 zwischen 18 und 49, 42 zwischen 50 und 64 und 39 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 72 Haushalten. Davon waren 18 Singlehaushalte, 24 Paare ohne Kinder und 27 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 21 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 45 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
- 1812: 27 Feuerstellen, 350 Seelen<ref name="lagis" />
| Odensachsen: Einwohnerzahlen von 1812 bis 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1812 | 350 | |||
| 1834 | 212 | |||
| 1840 | 224 | |||
| 1846 | 225 | |||
| 1852 | 222 | |||
| 1858 | 199 | |||
| 1864 | 215 | |||
| 1871 | 221 | |||
| 1875 | 218 | |||
| 1885 | 185 | |||
| 1895 | 173 | |||
| 1905 | 162 | |||
| 1910 | 155 | |||
| 1925 | 140 | |||
| 1939 | 138 | |||
| 1946 | 208 | |||
| 1950 | 230 | |||
| 1956 | 169 | |||
| 1961 | 162 | |||
| 1967 | 180 | |||
| 1970 | 163 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 180 | |||
| 2015 | 178 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Haunetal<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 185 evangelische (= 100 %) Einwohner |
| • 1961: | 150 evangelische (= 92,59 %), 12 katholische (= 7,41 %) Einwohner |
Politik
Für Odensachsen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Odensachsen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 77,55 %. Alle Kandidaten gehören der „Bürgerliste Odensachsen“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Odensachsen. In: Votemanager. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im Februar 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Dirk Henkel zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Odensachsen. In: Webauftritt. Gemeinde Haunetal, abgerufen im Februar 2023.</ref>
Sehenswürdigkeiten
Für die unter Denkmalschutz stehenden Objekte im Ort, siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Odensachsen.
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Odensachsen, Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 153 f. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 18 und 74, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
Literatur
- Vorlage:HessBib
- Suche nach Odensachsen. In: Archivportal-D der Deutschen Digitalen Bibliothek
Weblinks
- Ortsteil Odensachsen. In: Webauftritt der Gemeinde Haunetal.
- Odensachsen, Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
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