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Hans Riegel

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Vorlage:Hinweisbaustein Johann „Hans“ Riegel (* 3. April 1893 in Friesdorf bei Bonn; † 31. März 1945 in Bonn-Kessenich) war ein deutscher Unternehmer und Gründer von Haribo.

Datei:Haribo Bonn 002-.jpg
Haribo-Werk in Bonn-Kessenich aus südwestlicher Richtung (2013)
Datei:Fabrik Kleutgen Meier.jpg
Karrierestart bei Kleutgen & Meier
Datei:Suedfriedhof Bonn - Grab Riegel.jpg
Grab von Hans Riegel auf dem Bonner Südfriedhof

Leben

Hans Riegel war ein Sohn von Peter und Agnes Riegel. Er machte nach seiner Schulzeit am Aloisiuskolleg in Bonn eine Ausbildung als Bonbonkocher im Unternehmen Kleutgen & Meier in Bonn-Friesdorf, wo er über fünf Jahre arbeitete. Danach war er in Neuss und Osnabrück tätig.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Hans Riegel als Bonbonkocher bei der Firma Heinen in Bonn-Kessenich angestellt, wo er später Geschäftspartner wurde. Die Firma hieß danach Heinen & Riegel.

1920 machte er sich mit seinem eigenen Unternehmen selbständig und ließ am 13. Dezember 1920 als Firma Haribo (Hans Riegel Bonn<ref name=":0">Jean-Marc Daniel: Histoire de l’économie mondiale : Des chasseurs-cueilleurs aux cybertravailleurs (= Collection Texto). 2. Auflage. Éditions Tallandier, Paris 2023, ISBN 979-1-02105623-7, S. 286 ff.</ref>) ins Bonner Handelsregister eintragen. Er startete sein Unternehmen laut Firmenangaben „mit einem Sack Zucker“. Hans Riegel erwarb ein Haus in der Bergstraße in Kessenich, wo er die erste Fabrikationsstätte nach eigenen Angaben alleine einrichtete und betrieb. Die erste Ausrüstung des Betriebes soll zunächst lediglich aus dem bereits oben erwähnten Sack Zucker sowie einer Marmorplatte, einem Hocker, einem gemauerten Herd, einem Kupferkessel und einer Walze bestanden haben.<ref>Eigendarstellung der Gründungsgeschichte der Firma Haribo (online) </ref>

1921 heiratete er Gertrud Vianden, welche die erste Angestellte in seinem Unternehmen gewesen war.<ref name=":0" /> Er erfand den Tanzbären – eine Bärenfigur, die zunächst etwas schlanker und größer als die heutige war und aus den Zutaten Zucker, Gummi arabicum (später durch Gelatine ersetzt), Säuerungsmitteln und Aromen bestand. Die Tagesproduktion wurde damals von Ehefrau Gertrud mit dem Fahrrad ausgeliefert. Der spätere Normbär wurde als Haribo-Goldbär weltberühmt.

1923 wurde Sohn Hans († 2013) geboren, 1924 folgte Tochter Anita († 2004)<ref>Anita Königs, geb. Riegel. Abgerufen am 8. Juni 2017.</ref> und 1926 Sohn Paul († 2009).

Bis zum Zweiten Weltkrieg wuchs die Beschäftigtenzahl auf rund 400<ref name=":0" /> Mitarbeiter an. Am 17. Juli 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP, er wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.389.797)<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/34880555</ref> und trat der Partei somit nicht erst 1944 bei, wie sein Sohn behauptete.<ref>Armin Jäger: Lebensläufe aus der NS-Zeit: Die Lügen, die jetzt auffliegen. In: zeit.de. 8. April 2026, abgerufen am 10. April 2026.</ref> Ende März 1945 starb Hans Riegel im Alter von 51 Jahren an einem Herzinfarkt und wurde auf dem Bonner Südfriedhof beigesetzt.

Im Gedenken

In Bonner Ortsteil Kessenich wurde im Oktober 1956 die Hans-Riegel-Straße nach ihm benannt.<ref>Hans-Riegel-Straße im Bonner Straßenkataster</ref>

Literatur

  • Josef Niesen: Bonner Personenlexikon. 3., verbesserte und erweiterte Auflage. Bouvier, Bonn 2011, ISBN 978-3-416-03352-7, S. 388.
  • Bettina Grosse de Cosnac: Ein Bär geht um die Welt. Haribo – vom Bonbonkocher zum König der Gummibärchen. Eine deutsche Familiensaga. Europa-Verlag, 2003, ISBN 3-203-77521-2.
  • Bettina Grosse de Cosnac: Die Riegels. Bastei Lübbe, 2003, ISBN 978-3-404-61584-1, S. 29–30.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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