Kruspis
Kruspis Gemeinde Haunetal
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(99)&title=Kruspis 50° 46′ N, 9° 40′ O
{{#coordinates:50,771944444444|9,6588888888889|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Kruspis | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 306 (295–329) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 2,41 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 99 (2015)<ref name="DF">Haushaltsplan 2016. In: Webauftritt. Gemeinde Haunetal, S. 50, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. August 2021; abgerufen im Oktober 2020.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 41 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. August 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 36166 | |||||
| Vorwahl: | 06673 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Kruspis ist ein Ortsteil der Marktgemeinde Haunetal im osthessischen Kreis Hersfeld-Rotenburg.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Kruspis unter dem Namen de Cruspin erfolgte im Jahr 1216, als der Abt des Reichsklosters Herfeld zwei Verwaltern einen Meierhof verpachtete.<ref name="lagis" /> Weitere Erwähnung folgenden unter den Ortsnamen (in Klammern das Jahr der Erwähnung): Chrispin (1302), Cruspis (1494) und Crauspers (1534). Bereits im 9. Jahrhundert errichteten Mönche des Klosters Hersfeld unter Mithilfe der Herren von Romrod hier ein Frauenkloster. Auf deren Grundmauern wird eine Pfarrkirche errichtet, die 1483 erwähnt wurde.<ref name="OG" />
1835 wurde die Schule erbaut. 1939 hatte das Dorf 122 Einwohner. Das Dorfgemeinschaftshaus wurde 1968 errichtet.
Mit der Gebietsreform in Hessen verlor die Gemeinde Kruspis ihre Selbständigkeit und wurde zum 1. August 1972 kraft Landesgesetz zum Ortsteil der Großgemeinde Haunetal.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Hersfeld und Rotenburg (GVBl. II 330-13) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 217, § 15 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 1,2 MB]).</ref><ref></ref> Für Kruspis wurde, wie für die übrigen bei der Gebietsreform nach Haunetal eingegliederten Gemeinden, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 52 kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Haunetal, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Oktober 2020; abgerufen im März 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Kruspis angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1803: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck
- 1803–1806: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck
- 1807–1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Holzheim
- ab 1815: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck<ref name="KHK1818" />
- ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld<ref>Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 75.</ref><ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz, Landgericht Hersfeld und Verwaltung.</ref>
- ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
- ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
- ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Hersfeld
- ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
- ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Gemeinde Haunetal
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Kruspis 93 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 12 Einwohner unter 18 Jahren, 31 zwischen 18 und 49, 27 zwischen 50 und 64 und 18 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 39 Haushalten. Davon waren 9 Singlehaushalte, 9 Paare ohne Kinder und 15 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 9 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 24 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| Kruspis: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 159 | |||
| 1840 | 221 | |||
| 1846 | 248 | |||
| 1852 | 239 | |||
| 1858 | 229 | |||
| 1864 | 213 | |||
| 1871 | 169 | |||
| 1875 | 187 | |||
| 1885 | 168 | |||
| 1895 | 169 | |||
| 1905 | 149 | |||
| 1910 | 149 | |||
| 1925 | 149 | |||
| 1939 | 122 | |||
| 1946 | 175 | |||
| 1950 | 177 | |||
| 1956 | 156 | |||
| 1961 | 134 | |||
| 1967 | 146 | |||
| 1970 | 133 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 93 | |||
| 2015 | 99 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Haunetal<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 167 evangelische (= 99,40 %), ein katholischer (= 0,60 %) Einwohner |
| • 1961: | 116 evangelische (= 86,57 %), 16 katholische (= 11,94 %) Einwohner |
Politik
Für Kruspis besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Kruspis) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus drei Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 70,98 %. Alle Kandidaten gehörten keiner Wahlliste an.<ref>Ortsbeiratswahl Kruspis. In: Votemanager. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im Februar 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Erich Bachmann zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Kruspis. In: Webauftritt. Gemeinde Haunetal, abgerufen im Februar 2023.</ref>
Sehenswürdigkeiten
Für die unter Denkmalschutz stehenden Objekte im Ort, siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Kruspis.
Literatur
- Vorlage:HessBib
- Suche nach Kruspis. In: Archivportal-D der Deutschen Digitalen Bibliothek
Weblinks
- Ortsteil Kruspis. In: Webauftritt der Gemeinde Haunetal.
- Kruspis, Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Kruspis, Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 23. November 2021). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="OG">Ortsteil Kruspis. In: Webauftritt der Gemeinde Haunetal. Abgerufen im Dezember 2021. </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 78 f. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 18 und 74, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
Hermannspiegel | Holzheim | Kruspis | Mauers | Meisenbach | Müsenbach | Neukirchen | Oberstoppel | Odensachsen | Rhina | Schletzenrod | Stärklos | Unterstoppel | Wehrda | Wetzlos
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2026-01
- Ort im Landkreis Hersfeld-Rotenburg
- Geographie (Haunetal)
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hersfeld-Rotenburg)
- Ersterwähnung 1216
- Gemeindeauflösung 1972