Zum Inhalt springen

SANAA

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 3. Dezember 2024 um 08:23 Uhr durch imported>L. aus W..
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
SANAA
Rechtsform Ltd.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />sanaa.co.jp (Memento vom 23. August 1999 im Internet Archive)</ref>
Gründung 1995
Sitz Tokio, Japan
Leitung Kazuyo Sejima
Ryūe Nishizawa
Mitarbeiterzahl 25 (2010)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bauhaus-Archiv Lab_2010. (Memento vom 5. August 2011 im Internet Archive) In: bauhaus-archiv – museum für gestaltung</ref>
Branche Architektur, Hochbau
Website sanaa.co.jp
Datei:Zollverein School of Management and Design 3116754.jpg
Zollverein-Kubus, Essen, 2006

SANAA (Sejima And Nishizawa And Associates) ist ein japanisches Architektenbüro mit Sitz im Tokioter Bezirk Shinagawa. Es wird von der Architektin Kazuyo Sejima (* 1956) und ihrem Kollegen Ryūe Nishizawa (* 1966) geleitet. 2010 erhielt es die höchste Auszeichnung für Architekten, den Pritzker-Preis.

Geschichte

1995 gründete Kazuyo Sejima mit Ryūe Nishizawa das Büro SANAA. Zuvor hatte Sejima das Büro Kazuyo Sejima & Partner geführt, in dem Nishizawa angestellt gewesen war. Bis 2000 hatte das Büro wenige Bauten errichtet, die jedoch für Aufsehen in der Architekturwelt gesorgt hatten. Sein bekanntestes Werk ist der 2007 fertiggestellte Neubau des New Museum of Contemporary Art in New York. In Deutschland wurde das Büro 2006 durch den Zollverein-Kubus in Essen bekannt, der auch als Sanaa-Kubus oder Sanaa-Gebäude bezeichnet wird.

Um 2000 begann eine Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Fotografen Walter Niedermayr, aus der sich eine Ausstellung entwickelte, die in mehreren Städten gezeigt wurde.<ref>Barbara Hein: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Dunkelheit lässt Dinge verschwinden.“ (Memento des Vorlage:IconExternal vom 7. November 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.art-magazin.de In: art – Das Kunstmagazin vom 23. Dezember 2008.</ref>

Stil

SANAA baut im Stil des Minimalismus, hauptsächlich mit Sichtbeton, Stahl, Aluminium und Glas. Die Materialien bleiben meist unbehandelt, Anstriche gibt es ausschließlich in Weiß. Sejima beschrieb ihren Baustil: „Wir konzentrieren uns auf die Essenz, das ist das Wichtigste für uns, und die Essenz eines Raumes ist nun mal weiß. Noch reduzierter geht es nicht, dann wäre unsere Architektur wahrscheinlich durchsichtig und unsichtbar“.<ref name="Czaja">Wojciech Czaja: Auszeichnung für fast unsichtbares Bauen. In: Der Standard vom 30. März 2010.</ref>

In der Begründung des Pritzker-Preises hieß es dazu: „Wie nur wenige andere Architekten erforschen Sejima und Nishizawa die Phänomene Raumfluss, Licht, Transparenz und Materialität, um daraus eine ganz eigene, subtile Synthese zu erschaffen.“ […] „Ihre Bauten stehen im Kontrast zum Bombastischen und Rhetorischen, die wahre Qualität liegt tiefer verborgen.“<ref name="Czaja" /> Nach Ansicht von Niklas Maak stehe SANAA „für eine experimentelle Architektur, für sehr wörtlich zu nehmende ‚Denkgebäude‘: Architekturen, die zeigen, wie das private Leben, wie etwa der öffentliche Raum jenseits dessen, was man für gegeben und unabänderlich hält, aussehen könnte.“<ref>Niklas Maak: Gemeinsam. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10. April 2010, S. 10.</ref>

Bauten und Projekte (Auswahl)

Auszeichnungen und Preise

Filme

  • Architekturbüro Sanaa. Fernseh-Reportage, Deutschland, 3:01 Min., 2010, Buch und Regie: Aviva Fried, Christèle Jaime, R. Kayaki, U. Kauss, Produktion: arte, Redaktion: arte Journal, Erstausstrahlung: 30. Juli 2010, Inhaltsangabe.
  • Die unendliche Leichtigkeit des Betons – Der Architektur-„Oscar“ für das japanische Büro SANAA. Fernseh-Reportage, Deutschland, 2010, 5:36 Min., Buch und Regie: Miriam Böttger, Moderation: Wolfgang Herles, Produktion: ZDF, Redaktion: aspekte, Erstsendung: 16. April 2010 im ZDF, online-Video.

Literatur

Weblinks

Commons: SANAA – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 35° 36′ 32,7″ N, 139° 43′ 48,2″ O

 {{#coordinates:35,609083333333|139,73005555556|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=JP
   |type=landmark
  }}

Vorlage:Navigationsleiste Träger des Pritzker-Preises Vorlage:Hinweisbaustein