Zum Inhalt springen

Alfred Habermann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. November 2025 um 12:36 Uhr durch imported>Mgdl1.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Rowe-Schmiede-48-Alfred Habermann-haemmernd-1982-gje.jpg
Alfred Habermann bei einem Workshop für Schmiede in den USA
Datei:Simbach am Inn, Aushänger von Prof. Alfred Habermann.jpg
Metallbildhauerarbeit von Alfred Habermann in Simbach am Inn
Datei:Alfred Habermann Tilia 1.jpg
Tilia – Ausführung eines Entwurfs von Alfred Habermann nach seinem Tod im Jahr 2009 als Ehrung. Ort: Lipník nad Bečvou, nahe Burg Helfštýn. Realisierung: Kunstschmied und Metallbildhauer Pavel Tasovsky unter Mitarbeit von Christine Habermann von Hoch u. a.
Datei:Alfred Habermann Tilia 3.jpg
Unterschrift von Alfred Habermann

Alfred Habermann (* 3. Mai 1930 in Jihlava (Iglau); † 28. April 2008 in Waidhofen an der Ybbs) war ein deutsch-tschechischer Kunstschmied, Bildhauer, Zeichner, Restaurator und Designer.

Habermann gehört zu den bedeutendsten Kunstschmieden und Metallbildhauern<ref>"Geschmiedet". 8. September 2017, abgerufen am 19. November 2025.</ref> des 20. Jahrhunderts und beeinflusste mit seinen Arbeiten entscheidend die Entwicklung der zeitgenössischen Metallgestaltung und Schmiedekultur. In zahlreichen Verlautbarungen über ihn und seine Werke wurde und wird er als Schmiedepapst bezeichnet.

Leben

Während und nach dem Zweiten Weltkrieg besuchte er 1944 und von 1945–1947 die Kunstschmiedeschule in Iglau und legte dort 1948 die Gesellenprüfung ab. Nach der 1958 absolvierten Meisterprüfung suchte er 1963 die Mitarbeit bei dem international anerkannten Kunstschmied und Metallbildhauer Fritz Kühn in der DDR. Ende 1963 wurde er staatlich anerkannter „Bildhauer in Eisen“. Mit einem Stipendium der Tschechoslowakei ging er 1966–1968 zur Accademia Internazionale del Ferro bei Professor Toni Benetton in Treviso (Italien). 1975 gründete er seine eigene „Schmiede im Wald“ bei Studena auf der Böhmisch-Mährischen Höhe.<ref>Biographie. In: alfred-habermann.com. Galerie und Museum Habermann, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. August 2017; abgerufen am 3. Dezember 2018.</ref>

2001 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande<ref>Biographie - Auszeichnungen. In: alfred-habermann.com. Galerie und Museum Habermann, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. August 2017; abgerufen am 3. Dezember 2018.</ref> verliehen.

Postum wird seit 2008 jährlich auf der Burg Helfštýn während des Hefaiston – dem größten Symposium der Kunstschmiede- und Metallbildhauer in Europa – der „Alfred-Habermann-Preis“ für herausragende Persönlichkeiten der Metallkunst verliehen.<ref>Na hradě Helfštýn se chystá mezinárodní přehlídka kovářů Hefaiston Alfred-Habermann-Preis und 12000 Besucher während des zweitägigen Hefaiston 2008 (tschechisch)</ref>

Dokumentarfilm

1992 produzierte der Bayerische Rundfunk in seiner Reihe Der Letzte seines Standes? als fünften und damit einen der ersten Beiträge den Film Der Schmied aus Böhmen über Alfred Habermann. Regie führte Benedikt Kuby. Die Erstausstrahlung war am 5. Januar 1993.<ref>Benedikt Kuby: Der Schmied (†). handwerksfilme.de (Benedikt Kuby Filmproduktion), abgerufen am 4. Juli 2018.</ref><ref>Der Letzte seines Standes: Der Schmied aus Böhmen. Video des Dokumentarfilms bei YouTube. 14. Februar 2017, abgerufen am 4. Juli 2018.</ref>

Literatur

  • Alfred Habermann, Peter Elgaß: Alfred Habermann: Schmied und Gestalter, 175 S., 1999, Verlag Hephaistos, (Deutsch/Englisch). ISBN 978-3-931951-08-5
  • Josef Hofmarcher u. a., Illustration Alfred Habermann: Die Welt – ein Amboss: Alfred Habermann, Katalog zur Sonderausstellung Ferrum – Welt des Eisens, 42 S., 2006, Ferrum, Ybbsitz (Deutsch/Englisch). ISBN 978-3-901819-54-4

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein