Zum Inhalt springen

Helga von Strachwitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. April 2026 um 21:32 Uhr durch imported>CamelBot (Bot: linkfix: taz.de; siehe user:CamelBot.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Helga von Strachwitz, auch Helga Gräfin Strachwitz, (* 16. Juli 1940 in Düsseldorf; † 11. April 2025<ref>Traueranzeige in der FAZ vom 19. April 2025, abgerufen am 19. April</ref>) war eine deutsche Diplomatin.

Leben

Von Strachwitz studierte Volkswirtschaftslehre an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Universität Innsbruck und schloss ihr Studium 1965 mit der Promotion in Politikwissenschaft ab. Sie trat 1966 wie ihre ältere Schwester Wiltrud Holik in den auswärtigen Dienst und durchlief eine Ausbildung zur Attachée. Von 1969 bis 1973 war sie bei der Regierung der Türkei akkreditiert, von 1973 bis 1979 war sie Kulturattachée der deutschen Botschaft in Ägypten. Von 1982 bis 1986 war sie an der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Nairobi stellvertretende Botschafterin. Von 1986 bis 1994 leitete sie im Auswärtigen Amt in Bonn das Referat Ostafrika und Zaire.<ref>Helga Strachwitz auf der Seite des Deutschen Akademischen Austauschdiensts</ref> Nachdem ihre Kinder die Schule beendet hatten und sie von ihrem Mann geschieden war, wurde sie 1994 zur Botschafterin im Jemen ernannt.

Am 5. Mai 1995 unterrichtete von Strachwitz den jemenitischen Minister für Sicherheit und Verteidigung über das Interesse der Bundesregierung an Johannes Weinrich. Weinrich wurde am 1. Juni 1995 in Aden bei der Gartenarbeit verhaftet und auf ein entsprechendes Ansuchen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland bei der Regierung von Ali Abdullah Salih ausgeliefert.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.focus.deTerrorismus. Verschwitzt aus dem Garten. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Focus. 12. Juni 1995</ref> Im Herbst 1998 explodierte eine Bombe gegenüber der Botschaft und tötete drei Menschen. Im Dezember 1998 waren vier deutsche Touristen von Stammeskriegern gekidnappt worden. In ihrer Amtszeit gab es acht Fälle, in denen Bundesbürger entführt wurden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Porträt. Auf Posten im Märchenland. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. Januar 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.focus.de In: Focus. 11. Januar 1999</ref> Von 1999 bis 2002 leitete sie im Auswärtigen Amt in Berlin die Abteilung Afrika. Von 2002 bis 2006 war sie Botschafterin in Äthiopien.

Ehrungen und Auszeichnungen

Literatur

  • Ursula Müller, Christiane Scheidemann (Hrsg.): Gewandt, Geschickt und Abgesandt: Frauen im Diplomatischen Dienst, Olzog 2000, ISBN 978-3789280412

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Kurt MesserBotschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Sana'a/Jemen
1995–1999
Werner Zimprich
Herbert HonsowitzBotschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Addis Abeba/Äthiopien
2001–2005
Claas Dieter Knoop

Vorlage:Hinweisbaustein