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Ulim

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Ulim
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Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Lebus
Powiat: Gorzowski
Gmina: Deszczno
Geographische Lage: 52° 41′ N, 15° 13′ OKoordinaten: 52° 41′ 0″ N, 15° 13′ 0″ O
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Einwohner: 470 (2010<ref name="GUS2010" />)
Telefonvorwahl: (+48) 95
Kfz-Kennzeichen: FGW
Datei:Ulim, kościół św. Andrzeja Boboli (front).jpg
Evangelische Dorfkirche

Ulim (deutsch Eulam) ist ein Dorf in der Landgemeinde Deszczno (Dechsel) im Powiat Gorzowski (Landsberger Kreis) der polnischen Woiwodschaft Lebus.

Geographische Lage

Das Dorf Ulim (Eulam) liegt in der Neumark auf der linken Seite der Warthe, etwa sieben Kilometer westlich des Dorfs Deszczno (Dechsel) und sechs Kilometer südlich der Stadt Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe).

Geschichte

Im Jahr 1325 wurde das Dorf Ulem unter der Regierung von Markgraf Ludwig von Wittelsbach der Stadt Landsberg an der Warthe übereignet. Das Dorf scheint noch im selben Jahrhundert wieder abgetreten worden zu sein, denn im Jahr 1363 verkauft die Familie Jagow auf Zantoch das Dorf Vlamb dem Rat der Stadt Neuen Landesbergk. Seither blieb es ein Eigentumsdorf der Stadt. Noch 1608 war der Ortsname Vlamb gebräuchlich.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), S. 471.</ref>

Im 19. Jahrhundert umfasste die Gemarkung der Ortschaft ein Areal von über 1.400 Morgen.<ref>Heinrich Berghaus: Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz, Band 3, Brandenburg 1856, S. 97, Nr. 22.</ref> Die Haupteinnahmequellen der Dorfbewohner stammten aus der Land- und Forstwirtschaft. Im Jahr 1858 gab es in Eulam 49 Wohnhäuser und eine Seidenraupenzucht.<ref name="RS" /> Wie auch in Nachbardörfern war das Züchten von Seidenraupen von Dorfschullehrern begonnen worden.

Bis 1945 gehörte Eulam zum Landkreis Landsberg (Warthe) im brandenburgischen Regierungsbezirk Frankfurt des Deutschen Reichs.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Bald darauf wurde Eulam unter polnische Verwaltung gestellt. Es zogen nun Polen in Eulam ein. In der Folgezeit wurden die eingesessenen Dorfbewohner vertrieben. Das deutsche Dorf Eulam wurde in Ulim umbenannt.

Einwohnerzahlen

  • 1840: 325<ref>Topographisch-statistische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Frankfurt a. d. Oder. Aus amtlichen Quellen zusammengestellt. Frankfurt a. d. O. 1844, S. 113, Nr. 68.</ref>
  • 1858: 392<ref name="RS" />
  • 1933: 502<ref name="MR">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
  • 1939: 451<ref name="MR" />
  • 2010: 470<ref name="GUS2010" />

Sehenswürdigkeiten

  • 1876 erbaute evangelische Dorfkirche; sie wurde nach 1945 enteignet und von der polnischen katholischen Kirche dem Heiligen Andreas Bobola geweiht.<ref>Narodowy Instytut Dziedzictwa, nr rej.: L-403/A z 30.06.2010. PDF-Datei</ref>

Sohn des Ortes

Literatur

  • W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande. Berlin 1861, S. 471.

Fußnoten

<references> <ref name="GUS2010"> Główny Urząd Statystyczny, Portret miejscowości statystycznych w gminie Deszczno (powiat gorzowski, województwo lubuskie) w 2010 r. Online-Abfrage </ref> </references>