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Eva Poll

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Datei:EPoll2009.jpg
Eva Poll (2009)

Eva Poll, geborene Keller<ref>Poll, Lothar C. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 957.</ref> (* 12. August 1938 in Aachen) ist eine deutsche Galeristin und Kuratorin.

Leben und Werk

Eva Keller wuchs in Aachen auf, wo sie nach dem Abitur an der Pädagogischen Hochschule Aachen eine Ausbildung zur Grundschullehrerin abschloss. Von 1959 bis 1963 war sie im benachbarten Stolberg an einer Volksschule für Jungen tätig. 1963 heiratete sie den Juristen und späteren Verleger Lothar C. Poll und zog nach Berlin. Dort unterrichtete Eva Poll als Lehrerin an einer Grundschule in Berlin-Neukölln, bis 1966 ihre Tochter Nana geboren wurde. 1968 gründete sie mit ihrem Ehemann in der Charlottenburger Niebuhrstraße die Galerie Poll, die aus der Freundschaft mit den Künstlern von Großgörschen 35 hervorging.

Kunst- und kulturpolitisches Engagement

Datei:Eva Poll 2012.tif
Eva Poll (2012)

1969 war Eva Poll Mitbegründerin und von 1976 bis 1982 Vorsitzende der Interessengemeinschaft Berliner Kunsthändler (der Vorgängerin des heutigen Landesverbandes), die Ende der 1960er Jahre parallel zu Köln in Berlin die ersten Messen für zeitgenössische Kunst veranstaltete. Danach war sie einige Jahre im Kunstbeirat des Senats tätig, hat die Vergabe des Otto-Nagel-Preises, mit Ausstellung und Förderstipendium, mit initiiert. Sie arbeitet u. a. im Vorstand des von Günter Grass gestifteten Daniel-Chodowiecki-Preises, in der von ihr 1986 mit gegründeten Kunststiftung Poll und hat als Kuratorin zahlreicher Ausstellungen in Museen in Deutschland und im europäischen Ausland sowie in Goethe-Instituten weltweit Zeichen gesetzt.<ref>Veit Stiller: Politisches Denken bleibt – Die Galerie Eva Poll ist eine Institution über Berlin hinaus. In: Die Welt, 14. Juli 2006.</ref> Des Weiteren sitzt sie auch im Vorstand der Morgenstern-Stiftung.

Auszeichnungen

  • 1993: Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland als „Wegbereiterin der realistischen Malerei“ (so der ehemalige Kultursenator Ulrich Roloff-Momin zur Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik).<ref>Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für die Berliner Galeristin Eva Poll. In: Wochendienst, Pressestelle der Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten Berlin, 14. Mai 1993, Nr. 19/93, S. 9.

@1@2Vorlage:Toter Link/www.poll-berlin.deRealismus ist doch nicht passé. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Berliner Zeitung, 7. Mai 1993. @1@2Vorlage:Toter Link/www.poll-berlin.deVerdienstkreuz für Berliner Galeristin Eva Poll. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (PDF) In: Berliner Morgenpost, 4. Mai 1993.</ref>

Herausgeberschaft (Auswahl)

  • Berlin-Suite - Ian Colverson / Denis Masi, Text von Heinz Ohff. Berlin 1971.
  • von 1976 bis 1982: Berliner Kunstblatt. Informationsmagazin über die Kunst in Berlin. Interessengemeinschaft Berliner Kunsthändler.
  • Positionen des Realismus – 1967–1972–1987. Texte von Günter Grass, Uwe M. Schneede und Bernhard Schulz. Berlin 1987, ISBN 978-3-931759-15-5.
  • Szene Moskau. Vier Maler – Vier Positionen. Berlin 1988, ISBN 978-3-931759-12-4.
  • Ralf Kerbach - „Blickfelder - Wegblicke“, Text von Reinhard Stangl. Berlin 1996.
  • Spurensicherung – Zwischen Figuration und Abstraktion. Becky Sandstede, Hermann Kirchberger, Christel Poll. Berlin 2005, ISBN 978-3-931759-02-5.
  • Volker Stelzmann – Versuchsanordnungen, Monographie mit Texten von Eduard Beaucamp, Dieter Hoffmann und Maurizio Vanni. Berlin 2007, ISBN 978-3-925782-54-1 (deutsch/englisch/italienisch).

Mitgliedschaften

Neuer Berliner Kunstverein (N.B.K.), Freundeskreise des Deutschen Theaters, des Hauses am Waldsee, der Berlinischen Galerie.

Literatur

  • Viele Krokodile - 25 Jahre Kunst in Berlin. Berlin 1993.
  • Thea Herold: Die Poll-Position. In: Berliner Zeitung, 25. August 2009.
  • Christiane Meixner, Weil sie an die Künstler glauben. Die Galerie Poll gibt es seit fast 50 Jahren, inzwischen ist sie ein Generationenprojekt: ein Gespräch zur Situation in Berlin. In: Der Tagesspiegel, Nr. 22875, 10. September 2016, S. 29.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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