Zum Inhalt springen

Fronhof (Altendorf)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. April 2026 um 09:49 Uhr durch imported>Crazy1880 (Unicode-Steuerzeichen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Fronhof
Gemeinde Altendorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Fronhof 49° 25′ N, 12° 18′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 24′ 40″ N, 12° 18′ 27″ O
 {{#coordinates:49,411111111111|12,3075|primary
dim=10000 globe= name=Fronhof region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 390 m ü. NHN
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 92540
Vorwahl: 09675
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!
Datei:Fronhof 2010 Kapelle.JPG
Innenansicht der Schlosskapelle (2010)

Fronhof (<templatestyles src="IPA/styles.css" />[ˈfroːnˌhoːf] <phonos file="De-Fronhof.ogg"></phonos>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Altendorf im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Nabburg.

Geographie

Fronhof liegt in der Region Oberpfalz-Mitte südöstlich der Stadt Nabburg. Vom historischen Schloss Fronhof sind nur mehr von Gras überwachsene und von landwirtschaftlichen Gebäuden überbaute Mauerreste geblieben. In der Ortsmitte steht die kleine Schlosskapelle. Der Ort liegt an der Murach, einem Nebenfluss der Schwarzach. Die Staatsstraße 2159 von Oberviechtach nach Zangenstein führt an dem Ort vorbei.

Geschichte

Entlang des Flusses Schwarzach belegen zahlreiche Funde prähistorische Siedlungen (z. B. Uckersdorf). Diese Siedlungen sind seit der Bronzezeit durch Funde wissenschaftlich nachgewiesen. Der Ort Fronhof ist eine Rodungssiedlung. An die im 11./12. Jahrhundert einsetzende Rodungswelle mit den "richt"- und -"ried"-Orten schlossen sich die im 13./14. Jahrhundert entstandenen Ausbausiedlungen der -"hofen" und "-hof"-Orte, von denen es in der Gemeinde Altendorf eine Reihe gibt, an<ref>Schwarz, Ernst, Sprache und Siedlung in Nordostbayern, Nürnberg 1960, S. 80 ff.</ref>.

Fronhof war im Besitz der Zenger. Friedrich der Zenger<ref>Hauptstaatsarchiv München, Gerichtsurkunden Nabburg, Nr. 351</ref> wird 1356, Jordan der Zenger<ref>Monumenta Boica 27, Nr. 231, S. 167</ref> 1359, Andre der Zenger<ref>Monumenta Boica 27, Nr. 291, S. 235</ref> 1377 sowie Allt<ref>Monumenta Boica 27, Nr. 329, S. 277</ref> der Zenger 1383 genannt. Das Leuchtenberger Lehenbuch berichtet von einer Burg „Frunhof und auch was daczu gehört“<ref>Völkl, Georg, Das älteste Leuchtenberger Lehenbuch, VHVO Bd. 96, 1955, S. 277 ff.</ref>.

Im Jahre 1419 ist Stephan von Pertolzhofen<ref>Hauptstaatsarchiv München, Bestand: Oberpfalz, Urkunde Nr. 136</ref> als Eigentümer von Fronhof genannt. Aus dem Jahre 1524 stammt eine erste Lehensurkunde. In der Urkunde wird aufgeführt, was zum Lehen gehört. „... die veste zum Fronhove vnd der Schetzenpuchel, auch ein hove zum Fronhove vnd zwey teyle der Tafern vund ein Lehen daselbst, ...“<ref>Staatsarchiv Amberg, Lehensurkunden Leuchtenberg, Nr. 22189</ref>. Die Pertolzhofer haben das Gut Fronhof bis 1669 besessen.

Hans Jocob Miller von Altammerthal<ref>Staatsarchiv Amberg, Standbuch Nr. 225</ref> erhielt das Lehen in der Folgezeit. Anna Maria Renata von Freudenberg<ref>Staatsarchiv Amberg, Standbuch Nr. 237</ref> folgte, später übernahm ihr Sohn Wolf Albrecht von Freudenberg den Besitz. 1765 wurde das Gut Fronhof an Wolf Christoph Freiherrn von Bernclau für 32300 Gulden verkauft.

1794 kam es zu einem Tauschgeschäft. Joseph Freiherr von Karg sollte Fronhof übernehmen. Dafür erhielt Caspar von Bernclau die Lehen Reichenstein und Frauenstein bei Stadlern. Freiherr von Karg verstarb, so ging der Besitz an Maria Anna von Karg<ref>Staatsarchiv Amberg, Regierungsakten, Abgaben 1949, Nr. 8176</ref> über. Nachfolger war Theobald Freiherr von Anethan.

Datei:Schloss Fronhof.PNG
Lageplan von Schloss Fronhof auf dem Urkataster von Bayern
Datei:FronhofBurgbefestigung 06.jpg
Burgbefestigung (Fronhof)

1947 wurden die Schlossgebäude abgerissen, heute existiert davon nur noch die Schlosskapelle, welche im Jahre 1729 erbaut und in den Jahren 1999/2000 vom Schlosskapellenverein renoviert wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte des Ortsteils Fronhof (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. Dezember 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vg-nabburg.de</ref><ref>Burg Fronhof auf Burgen und Schloesser.net</ref> Die Anlage wird als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-3-6539-0158 im Bayernatlas als „archäologische Befunde im Bereich des abgegangenen frühneuzeitlichen Schlosses von Fronhof, zuvor mittelalterliche Burg“ geführt. Ebenso ist sie unter der Aktennummer D-3-76-112-15 als denkmalgeschütztes Baudenkmal von Fronhof verzeichnet.

Am 1. Juli 1972 wurde der bis dahin selbständige Ort in die Gemeinde Altendorf eingegliedert.<ref></ref>

Literatur

  • Karl-Otto Ambronn: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe II, Heft 3, Landsassen und Landsassengüter des Fürstentums der Oberen Pfalz im 16. Jahrhundert, München 1982, ISBN 3-7696-9932-7
  • Georg Hager: Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Oberpfalz und Regensburg, VII Bezirksamt Oberviechtach, München 1906
  • Emma Mages: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 61, Oberviechtach, München 1996, ISBN 3-7696-9693-X
  • Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7

Weblinks

Commons: Fronhof (Altendorf) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende