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Goldbauchkolibri

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Goldbauchkolibri
Datei:Coeligena bonapartei eos (3412277581) (2).jpg

Goldbauchkolibri (Coeligena bonapartei)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Gattung: Waldnymphen (Coeligena)
Art: Goldbauchkolibri
Wissenschaftlicher Name
Coeligena bonapartei
(Boissonneau, 1840)

Der Goldbauchkolibri (Coeligena bonapartei), manchmal auch Goldbauchmusketier oder Goldbauch-Andenkolibri genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art in den südamerikanischen Ländern Kolumbien und Venezuela vor, das Verbreitungsgebiet umfasst 21.300 km2. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingeschätzt.

Merkmale

Datei:TrochilusEosRichter.jpg
Goldbauchkolibri, Zeichnung

Der Goldbauchkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 10,9 Zentimetern und hat einen geraden, schmalen 30 Millimeter langen Schnabel. Das Männchen hat einen glänzend grünen Scheitel, wobei der Rest der Krone schwarz ist. Der obere Teil des Rückens strahlt dunkelgrün und wird am Bürzel goldorange. Ringkragen und Brust funkeln grün. Der hintere Teil der Unterseite schimmert feurig golden. Der leicht gegabelte Schwanz ist goldbronzen. Die Schwingen wirken merklich dunkler. Das Weibchen hat eine strahlend grüne Oberseite, die am Bürzel wie beim Männchen goldorange wird. Die Unterseite ist überwiegend zimtfarben, wobei die Brust von grünen Federn durchzogen ist. Seitlich der Kehle zeigen sich ebenfalls grüne Sprenkel. Am Bauch finden sich feurig goldene Flecken. Der Schwanz ist bronzefarben mit gelegentlichen braungelben Flecken.

Verbreitung und Lebensraum

Der Goldbauchkolibri kommt an feuchten Waldrändern und in Buschland in Höhen zwischen 1400 und 3200 Metern vor. In Kolumbien findet man ihn in den Departamentos Cundinamarca, Boyacá und Santander in den nördlichen Ausläufern der Cordillera Occidental. Außerdem kommt die Art kleinräumig im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Venezuela vor.

Verhalten

Der Goldbauchmusketier ernährt sich von Insekten und schwebt vor schlauchförmigen Blumen außerhalb von Wäldern und Sträuchern der mittleren Stratifikationsschicht.

Unterarten

Datei:Coeligena bonapartei map.svg
Verbreitung des Goldbauchkolibris

Bisher sind drei Unterarten bekannt, die sich vor allem durch ihre Färbung unterscheidenː<ref>IOC World Bird List Hummingbirds</ref>

  • Coeligena bonapartei bonapartei (<templatestyles src="Person/styles.css" />Boissonneau, 1840)<ref name="boissonneau6">Auguste Boissonneau, S. 6.</ref> – Die Nominatform ist vom Osten Kolumbiens bis in den Westen Venezuelas verbreitet.
  • Coeligena bonapartei consita <templatestyles src="Person/styles.css" />Wetmore & <templatestyles src="Person/styles.css" />Phelps, Jr 1952<ref name="wetmore135">Alexander Wetmore u. a., S. 135.</ref> – Diese Unterart kommt in der Sierra de Perijá im Nordosten Kolumbiens und Westen Venezuelas vor.
  • Coeligena bonapartei eos (<templatestyles src="Person/styles.css" />Gould, 1848)<ref name="gould11">John Gould, S. 11.</ref> – Diese Subspezies ist im Westen Venezuelas zu finden.

Manche Autoren sehen im Goldandenkolibri (Coeligena eos) eine eigene Art. Das South American Classification Committee unterstützt im Proposal (#139) diese Abspaltung nicht.<ref>Proposal (#139) to South American Check-list Committee <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Recognize Coeligena eos as separate species from Coeligena bonapartei (Memento vom 4. September 2006 im Internet Archive) (englisch)</ref> Auch der Antioquiakolibri (Coeligena orina) (<templatestyles src="Person/styles.css" />Wetmore, 1953) wird von einigen Autoren als Unterart Coeligena bonapartei orina betrachtet. Hier bezieht das South American Classification Committee in seinem Proposal (#185) die Meinung, dass es sich um eine eigene Art handelt.<ref>Proposal (#185) to South American Classification Committee <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Recognize Coeligena orina as a species distinct from C. bonapartei (Memento vom 28. Juni 2010 im Internet Archive) (englisch)</ref>

Etymologie und Forschungsgeschichte

Der Goldbauchkolibri wurde von Auguste Boissonneau zunächst unter dem Namen Ornismia Bonapartei erstmals beschrieben.<ref name="boissonneau6" /> Später wurde er der Gattung Coeligena zugeordnet. Das Wort Coeligena leitet sich aus den lateinischen Wörtern coelum bzw. caelum für „Himmel“ und genus für „Nachkomme“ ab.<ref name="jobling112">James A. Jobling S. 112.</ref> Das Artepitheton bonapartei ist Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte gewidmet, den Boissonneau in seiner Erstbeschreibung einen der gelehrtesten Ornithologen seiner Epoche nennt.<ref name="boissonneau6" /> Consita leitet sich vom lateinischen consitus, conserere für „gepflanzt, gesät, pflanzen“ ab.<ref name="jobling116">James A. Jobling S. 116.</ref> {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ist das griechische Wort für „(Göttin der) Morgendämmerung“.<ref name="jobling147">James A. Jobling S. 147.</ref>

Literatur

  • Steven Leon Hilty, William Leroy Brown: A Guide to the Birds of Colombia. Princeton University Press, Princeton 1986, ISBN 978-0-691-08372-8 (online [abgerufen am 13. Juli 2014]).
  • Dennis W. Rogers: Site Guide Venezuela: A Guide to the Best Birding Locations. Cinclus Publications, McMinnville, Oregon 1993, ISBN 978-0-9637765-0-1.
  • James A. Jobling: Helm Dictionary of Scientific Bird Names. Christopher Helm, London 2010, ISBN 978-1-4081-2501-4.
  • Auguste Boissonneau: Oiseaux nouveaux ou peu connus de Santa-Fé de Bogota. In: Revue Zoologique par La Société Cuvierienne. 1840, S. 2–8 (online [abgerufen am 13. Juli 2014]).
  • Alexander Wetmore, William Henry Phelps, Jr.: A new form of hummingbird from the Perija Mountains of Venezuela and Colombia. In: Proceedings of the Biological Society of Washington. Band 65, 1965, S. 135–136 (online [abgerufen am 13. Juli 2014]).
  • John Gould: Drafts for a new arrangement of the Trochilidae. In: Proceedings of the Zoological Society of London. Band 16, Nr. 180, 1848, S. 11–112 (online [abgerufen am 13. Juli 2014]).

Weblinks

Commons: Goldbauchkolibri – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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