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Phlegmone

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Klassifikation nach ICD-10
L03 Phlegmone
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11

Die Phlegmone ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine eitrige, sich diffus ausbreitende Infektionserkrankung der Weichteile (des interstitiellen Bindegewebes).

Eine besondere Form der phlegmonösen Entzündung der Haut wird phlegmonöses Erysipel (von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), früher auch „wildes Feuer“<ref>Gundolf Keil Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 380 (zu fewr; „wild fewr“: „sant-Anthonien-plag oder das wild feur“, „Erysipelas, Phlegmone sowie Lichen strophulus, Herpes“, „Erysipel, Phlegmone, ignis persicus“.</ref>) genannt.

Im deutschen Sprachraum wird Phlegmone oft mit Zellulitis oder Erysipel (Wundrose) gleichgesetzt, obwohl es sich um verschiedene Krankheiten handelt. Zellulitis gilt allgemein als Oberbegriff.<ref name=":0">Wundrose (Erysipel) und Phlegmone. Abgerufen am 16. April 2023.</ref>

Symptome und Beschwerden

Eine Phlegmone geht mit Schmerzen und Entzündung der betroffenen Körperstelle einher und kann mit Fieber verbunden sein. An der entzündeten Stelle bildet sich eine eitrige Entzündung, die sich ausbreitet.

Ursache

Erreger sind meist β-hämolysierende Streptokokken, seltener Staphylococcus aureus. Äußere Ursachen sind häufig kleinere Hautverletzungen (z. B. Rhagaden).

Phlegmonen finden sich unter und in den Hautgeweben, im Mediastinum, am hinteren Teil des Bauchfells und in und um Muskeln, Faszien und Sehnen. Häufig sind die Gliedmaßen betroffen, wo dann flächig ein überwärmtes, livides Erythem sichtbar ist.

Folgen und Komplikationen

Erhebliche Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens, Ausbreitung der Infektion und damit Zerstörung von Körpergewebe, bei unzureichender Behandlung Gefahr einer unter Umständen lebensbedrohlichen Sepsis.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt in erster Linie medikamentös mit geeigneten Antibiotika, im Regelfall hochdosiertem penicillinasefestem Penicillin. Bei einer Penicillinallergie sollten keine Cephalosporine verabreicht werden, da eine Kreuzreaktion möglich ist, weswegen man eine Therapie mit Makrolidantibiotika in Betracht zieht. Bei „Einschmelzen“ der Phlegmone kann auch eine chirurgische Wundbehandlung mit Entfernung des abgestorbenen (avitalen) Gewebes und Eiters (Débridement/Drainage) notwendig werden.

Einzelnachweise

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Literatur

  • Dorothea Terhorst: Basics Dermatologie. = Dermatologie. Elsevier, Urban & Fischer, München u. a. 2005, ISBN 3-437-42136-0.
  • D. L. Stulberg, M. A. Penrod, R. A. Blatny: Common bacterial skin infections. In: Am Fam Physician. 2002 Jul 1;66(1), S. 119–124. Review. PMID 12126026

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