Shilabo
| Shilabo | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Ethiopia.svg Äthiopien | |||||
| Koordinaten: | 6° 6′ N, 44° 46′ O
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| Einwohner: | 7.239 (2005) | |||||
| Zeitzone: | EAT (UTC+3) | |||||
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Shilabo (Somali Shilaabo; auch Shilavo, Shelabo, Shilabe, Scillave, Chilabo,<ref>Nordiska Afrikainstitutet: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Local History in Ethiopia ( des Vorlage:IconExternal vom 5. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF)</ref> äthiopisch ሸላቦ) ist ein Ort in der Korahe-Zone der Somali-Region in Äthiopien. Es ist Hauptort der gleichnamigen Woreda Shilabo.
Nach Angaben der Zentralen Statistikagentur Äthiopiens für 2005 hatte Shilabo 7.239 Einwohner.<ref>Central Statistical Agency: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />2005 National Statistics, Section–B Population ( des Vorlage:IconExternal vom 4. Februar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Table B.4 (PDF; 1,8 MB)</ref> 1997 waren von 4.853 Einwohnern 98,95 % Somali, 51 Einwohner gehörten anderen ethnischen Gruppen an.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The 1994 Population and Housing Census of Ethiopia: Results for Somali Region, Volume I: Part I. Statistical Report on Population Size and Characteristics ( des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., 1998 (PDF; 51,8 MB), S. 74</ref>
Geschichte
Siad Barre, der Präsident und Diktator Somalias von 1969 bis 1991, wurde womöglich in Shilabo geboren und gab Garbahaarrey in der südsomalischen Region Gedo als Geburtsort an, um in die Kolonialpolizei von Italienisch-Somaliland eintreten zu können.<ref>David D. Laitin, Said Samatar: Somalia: Nation in Search of a State, Westview Press 1987, S. 79</ref>
Nach dem Ogadenkrieg von 1977/78 blieb Shilabo zunächst unter Kontrolle somalischer Truppen, ebenso wie Mustahil, Geladin, Ferfer und weitere Orte.<ref>Gebru Tareke: The Ethiopia-Somalia War of 1977 Revisited, in: International Journal of African Historical Studies 33, 2002 (S. 660)</ref>
1982 griffen Soldaten der somalischen Armee zusammen mit Guerillakämpfern der von Somalia unterstützten Westsomalischen Befreiungsfront eine äthiopische Armeeeinheit bei Shilabo an. Daraufhin besetzte die äthiopische Armee zusammen mit der SSDF die grenznahen Orte Balanbale und Galdogob auf somalischem Gebiet.<ref>Federal Research Division: Somalia. A Country Study, ISBN 978-1-4191-4799-9, S. 222f.</ref>
Politik
Seit 2007 hat sich der Somali-Region der Konflikt zwischen der separatistischen Ogaden National Liberation Front (ONLF) und der äthiopischen Armee verschärft, Shilabo gehört zu den betroffenen Gebieten. Human Rights Watch zufolge wurden in der Militärbasis von Shilabo Gefangene misshandelt und außergerichtlich hingerichtet, Frauen wurden dort von Soldaten vergewaltigt. In der Umgebung wurden Dörfer zwangsweise geräumt und zum Teil anschließend niedergebrannt.<ref>Human Rights Watch: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Collective Punishment – War Crimes and Crimes against Humanity in the Ogaden area of Ethiopia’s Somali Region ( des Vorlage:IconExternal vom 11. März 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., 2008</ref>
Wirtschaft und Infrastruktur
Eine Straße verbindet Shilabo mit Kebri Dehar, zudem hat Shilabo einen Flugplatz. Der Ort verfügt über sehr begrenzte Telefonverbindungen und eine Klinik. Es gibt eine Primarschule und eine weiterführende Schule. Der Markt von Shilabo steht mit demjenigen von Degehabur in Verbindung, ferner auch mit den Märkten von Boosaaso, Burao und Beledweyne in Somalia. Die Menschen in der Umgebung sind größtenteils Nomaden, die von Kamel- und Kleinviehzucht leben.<ref name=LZ>Save the Children/Disaster Prevention and Preparedness Agency: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Agropastoralists under the threat of ecological and economic changes. Korahe Agropastoral Livelihood Zone ( des Vorlage:IconExternal vom 16. Januar 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 1,5 MB), 2004</ref> In der Woreda Shilabo liegen die Erdgasfelder von Calub und Hilala.<ref>Tobias Hagmann: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Challenges of decentralisation in Ethiopia's Somali Region ( des Vorlage:IconExternal vom 16. Januar 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Briefing for Review of African Political Economy Vol. 32, No. 103, 2005 (PDF; 748 kB), S. 3</ref>
Quellen
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