Zum Inhalt springen

Albert von Seckendorff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 6. April 2026 um 18:20 Uhr durch imported>Mirmok12.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Albert von Seckendorff.jpg
Albert von Seckendorff

Albert Evan Edwin Heinhold Freiherr von Seckendorff (* 11. März 1849 in Ebersdorf; † 28. Juni 1921 auf Schloss Brand, bei Marktredwitz) war ein deutscher Vizeadmiral, Diplomat sowie Hofmarschall des Prinzen Heinrich von Preußen.

Leben

Herkunft

Albert entstammte dem 4. Zweig des 1. Astes der I. Linie des Gudentschen Stammes des Adelsgeschlechts von Seckendorff. Er war das zweite von zehn Kindern des preußischen Oberstleutnants Evan von Seckendorff (1821–1882) aus dessen erster Ehe mit Pauline, geborene von Flemming (1826–1864). Zu seinen Brüdern zählten der preußische General der Infanterie Gustav von Seckendorff (1848–1924), der Diplomat Edwin von Seckendorff (1854–1933) und der General der Infanterie Adolf von Seckendorff (1957–1941).

1890 erwarb Seckendorff Schloss Brand von Johanna von Voß, geborene Freiin von Beust.<ref name="rvonh"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Person und Familie Albert Freiherr von Seckendorff (Memento vom 11. Dezember 2015 im Internet Archive)</ref> und ließ es in der Folgezeit umgestalten.<ref name="rvonh" />

Seine Frau war Julia von Plänckner, geb. von Liliencron (1838–1919), Obersthofmeisterin von Prinzessin Irene von Preußen. Deren Tochter Liane von Plänckner (1863–um 1937) aus erster Ehe mit Arved von Plänckner (1825–1883) erbte 1921 nach Seckendorffs Tod das Schloss Brand.<ref>Praktiken der Monarchie. In: actaborussica.bbaw.de. Abgerufen am 6. April 2026.</ref>

Werdegang

Von 1877 bis 1883 war er Militärgouverneur von Prinz Heinrich von Preußen in Kiel; von 1884 bis 1888 war er militärischer Begleiter von Prinz Heinrich. Außerdem war er von 1884 bis 1888 Flügeladjutant bei Kaiser Wilhelm I. und Wilhelm II.

Am 7. Mai 1888 wurde Seckendorff zunächst mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Hofmarschalls des Prinzen Heinrich von Preußen beauftragt. Es erfolgte schließlich am 13. November 1888 seine Ernennung zum Hofmarschall. Diese Position sollte er bis zum 5. November 1918 innehaben, fast bis zum Ende der Monarchie in Deutschland wenige Tage später. Anfang 1902 begleitete Seckendorff Heinrich von Preußen auf einem Staatsbesuch in die USA.<ref name="nyt19020102">The New York Times, January 18, 1902, KAISER'S YACHT SAILS TO-DAY.; Names of More Officers Who Will Accompany Prince Henry -- Latter to Bring Invitation to Yachtsmen.PLANS FOR PRINCE HENRY</ref>

Von Seckendorff wurde 1887 zum Kapitän zur See, 1895 zum Konteradmiral und 1900 zum Vizeadmiral ernannt. Vom 31. Juli 1914 bis zum 24. Januar 1918 wurde er zeitgleich zur Verfügung des Oberbefehlshabers der Ostseestreitkräfte gestellt.<ref>Praktiken der Monarchie. In: actaborussica.bbaw.de. Abgerufen am 6. April 2026.</ref>

Auszeichnungen

Literatur

  • Dermot Bradley (Hrsg.), Hans H. Hildebrand, Ernest Henriot: Deutschlands Admirale 1849–1945. Die militärischen Werdegänge der See-, Ingenieur-, Sanitäts-, Waffen- und Verwaltungsoffiziere im Admiralsrang. Band 3: P–Z. Biblio Verlag. Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-2482-4.
  • Liste der Mitglieder der Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem 1905, Julius Sittenfeld, Berlin 1905, S. 36 ff.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein