Zum Inhalt springen

Vault 7

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 30. Oktober 2025 um 18:53 Uhr durch ~2025-26818-28 (Diskussion) (Wikilink).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Logo für die Dokumente mit der Sammelbezeichnung Vault 7
Logo für die Dokumente mit der Sammelbezeichnung Vault 7

Vault 7 ist eine Reihe von Dokumenten, die WikiLeaks ab März 2017 über einen Zeitraum von sechs Monaten veröffentlichte.

Inhalt

Die Dokumente beschreiben detailliert die Aktivitäten und Fähigkeiten der Central Intelligence Agency (CIA) der Vereinigten Staaten zur Cyber-Kriegsführung und zur Durchführung von elektronischer Überwachung. Die Dateien, die von 2013 bis 2016 datiert sind, enthalten Details zu den Softwarefunktionen der CIA, wie z. B. die Möglichkeit, Fahrzeuge, Smart-TVs, Webbrowser (einschließlich Google Chrome, Microsoft Edge, Mozilla Firefox und Opera), und die Betriebssysteme der meisten Smartphones (einschließlich Apple iOS und Google Android) sowie andere Betriebssysteme wie Microsoft Windows, macOS und Linux zu kompromittieren.<ref>WikiLeaks-Enthüllung: So kann die CIA angeblich auf Apple-Laptops zugreifen. In: Spiegel Online. 23. März 2017 (spiegel.de [abgerufen am 15. April 2019]).</ref> Die CIA zeigte sich besorgt über die Veröffentlichungen,<ref>heise online: Vault 7: CIA ist sauer auf Wikileaks. Abgerufen am 15. April 2019.</ref> ging aber von der Echtheit der veröffentlichten Dokumente aus.

Im Juni 2018 wurde der ehemalige CIA-Mitarbeiter Joshua Adam Schulte angeklagt, die geheimen Dokumente an Wikileaks weitergeleitet zu haben.<ref>WikiLeaks-Enthüllungen "Vault 7": Anklage gegen Ex-CIA-Mitarbeiter. Spiegel Online, 19. Juni 2018, abgerufen am 4. Dezember 2019.</ref>

Nach der Veröffentlichung von Vault 7 erwog die CIA, den WikiLeaks-Gründer Julian Assange zu entführen und zu töten.<ref>Julian Assange: CIA soll Bericht zufolge Ermordung des WikiLeaks-Gründers erwogen haben. In: Der Spiegel. 28. September 2021, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 28. September 2021]).</ref><ref>netzpolitik.org Julian Assange – Die Rache der CIA</ref>

Prozess und Verurteilung

Joshua Schulte wurde von einem Bundesgericht in New York am 1. Februar 2024 zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt.<ref>Hacker-Programme an Wikileaks: Ex-CIA-Mitarbeiter zu 40 Jahren Haft verurteilt. 2. Februar 2024, abgerufen am 5. Februar 2024.</ref> Von den 40 Jahren Haft entfallen aber 6 Jahre und acht Monate auf eine Verurteilung wegen Besitzes von Kinderpornografie, die nach Angaben der Behörden auf Schultes Computer gefunden wurde.

In einer anschließenden Erklärung sagte US-Staatsanwalt Damian Williams, Schulte habe „sein Land verraten, indem er einige der dreistesten, abscheulichsten Spionageverbrechen in der amerikanischen Geschichte begangen hat“.<ref>Former CIA engineer who sent 'Vault 7' secrets to Wikileaks sentenced to 40 years. 2. Februar 2024, abgerufen am 5. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der ursprüngliche Prozess gegen Schulte im Jahr 2020 endete mit einem Fehlverfahren, da sich die Geschworenen bei den schwerwiegendsten Anklagepunkten uneinig waren. Im Juli 2022 wurde er jedoch in einem weiteren Prozess im Zusammenhang mit der Verschlusssache verurteilt.<ref>This ex-CIA computer Vault 7 hacker gave secrets to WikiLeaks. 4. Februar 2024, abgerufen am 5. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />