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Ockerfarbene Quendeleule

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Ockerfarbene Quendeleule
Datei:Eremobia ochroleuca.01.jpg

Ockerfarbene Quendeleule (Eremobia ochroleuca)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Eulenfalter (Noctuidae)
Unterfamilie: Xyleninae
Gattung: Eremobia
Art: Ockerfarbene Quendeleule
Wissenschaftlicher Name
Eremobia ochroleuca
(Denis & Schiffermüller, 1775)

Die Ockerfarbene Quendeleule (Eremobia ochroleuca) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae).

Merkmale

Falter

Die Flügelspannweite der Falter beträgt 30 bis 38 Millimeter.<ref name="Zilli"/> Die Grundfärbung der Vorderflügel variiert von weißgelb bis ockergelb. Im Wurzel-, Saum- sowie im Mittelfeld heben sich einige rotbraune Zeichnungselemente ab, die die Nierenmakel einschließen und sowohl den Innen-, wie auch den Außenrand erreichen. Quer- und Wellenlinien erscheinen meist undeutlich. Die Hinterflügel sind ockerfarben und im Saumfeld bräunlich verdunkelt.

Raupe

Erwachsene Raupen sind blassgrün gefärbt, haben eine helle Rückenlinie, dunkelgraue Nebenrückenlinien, weißliche Seitenstreifen, die nach unten schwärzlich eingefasst sind sowie gelbe Segmentgrenzen. Außerdem besitzen sie kleine, schwarze, beborstete Punktwarzen und schwarze Stigmen.<ref name="Forster"/>

Verbreitung und Lebensraum

Die Ockerfarbene Quendeleule ist in Mittel- und Südeuropa verbreitet. Im Norden reicht das Vorkommen bis Mittelengland, den südlichen Teil Fennoskandinaviens sowie bis nach Karelien. Die südliche Ausdehnung reicht bis zum Mittelmeer, wobei die Art auf Korsika, Sardinien und den Balearen jedoch fehlt. Außerdem kommt sie von der Türkei bis nach Armenien und den Iran vor.<ref name="Ebert"/> In den Alpen steigt sie bis auf 1200 Meter Höhe. Die Tiere sind hauptsächlich an warmen Hängen, Heidegebieten und Ödländereien anzutreffen.

Lebensweise

Die univoltinen Falter sind tag- sowie nachtaktiv und saugen gerne an den Blüten von Skabiosen-Flockenblumen, (Centaurea scabiosa), Wiesen-Flockenblumen (Centaurea jacea), Gewöhnlichem Natternkopf (Echium vulgare) oder Acker-Witwenblumen (Knautia arvensis).<ref name="Ebert"/> Sie erscheinen nachts gerne an künstlichen Lichtquellen, seltener auch an Ködern.<ref name="Zilli"/> Hauptflugzeit sind die Monate Juni bis September. Die Raupen ernähren sich von unterschiedlichen Gräsern, beispielsweise von Queckenarten (Elymus) oder Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis). Im Frühsommer verpuppen sie sich in einer Erdhöhle.
Die Art überwintert als Ei.

Gefährdung

Die Ockerfarbene Quendeleule ist in Deutschland verbreitet, aber meist selten anzutreffen und wird auf der Roten Liste gefährdeter Arten in Kategorie 3 (gefährdet) eingestuft.<ref name="BuNa"/>

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="Zilli"></ref> <ref name="Ebert"></ref> <ref name="BuNa">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783896241108 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref> <ref name="Forster">Walter Forster, Theodor A. Wohlfahrt: Die Schmetterlinge Mitteleuropas. Band 4: Eulen. (Noctuidae). Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1971, ISBN 3-440-03752-5.</ref> </references>

Literatur

Weblinks

Commons: Ockerfarbene Quendeleule – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien