Delirantium
Als Delirantia werden halluzinogen und zum Teil anticholinerg wirkende psychotrope Substanzen bezeichnet, welche in rauscherzeugenden Dosen einen Zustand ähnlich einem Delirium hervorrufen. Dies geschieht zumeist durch die Blockierung muskarinischer Acetylcholinrezeptoren. Oft genutzte delirante Drogen sind z. B. das in einigen Nachtschattengewächsen (Engelstrompeten, Tollkirsche, Bilsenkraut, Stechapfel) vorkommende Scopolamin, das Muscimol aus dem Fliegenpilz, Alkohol (wenn in großen Mengen konsumiert) sowie das synthetische DPH.
Der Rausch durch den Konsum von Delirantia ist geprägt durch gedankliche Dissoziation und daraus folgenden Amnesien sowie Verwirrung, Desorientierung, Erregungszuständen und dem eventuellen Auftreten echter, nicht als solcher erkannter Halluzinationen. Hierdurch kann es zu Phantomhandlungen und daraus resultierenden Unfällen kommen.
Da Alkaloide aus Nachtschattengewächsen überwiegend hochtoxisch sind, können pflanzliche Delirantia leicht überdosiert werden und zu lebensgefährlicher Tachykardie oder Hyperthermie führen.
Literatur
- Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Phantastica – Die betäubenden und erregenden Genußmittel – Für Ärzte und Nichtärzte. Hrsg.: Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name. Voltmedia GmbH, Paderborn Vorlage:Cite book/Date, ISBN 978-3-937229-68-3, [ ], S. 508 (Vorlage:Cite book/URL [abgerufen am -05-]).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung
- Helmut Sigel, Astrid Sigel: Inorganic drugs in deficiency and disease, Band 14 von Metal ions in biological systems, CRC Press, 1982, ISBN 0824715691, S. 245