Bahnhof Twistringen
| Twistringen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Bftwistringen.jpg ICE1 durchfährt den Bahnhof Twistringen
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| Daten | ||||||
| Bauform | Durchgangsbahnhof | |||||
| Bahnsteiggleise | 3 | |||||
| Abkürzung | HT | |||||
| Preisklasse | 4 | |||||
| Profil auf bahnhof.de | Twistringen | |||||
| Lage | ||||||
| Stadt/Gemeinde | Twistringen | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Niedersachsen | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Koordinaten | 52° 47′ 30″ N, 8° 38′ 38″ O
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dim=2000 | globe= | name=Twistringen | region=DE-NI | type=railwaystation
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| Eisenbahnstrecken | ||||||
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| Bahnhöfe in Niedersachsen | ||||||
Der Bahnhof Twistringen ist der Bahnhof der Stadt Twistringen im Landkreis Diepholz in Niedersachsen, gelegen am Kilometer 197,8 an der „Rollbahn“ genannten Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg.
Geschichte
Der Bahnhof Twistringen befindet sich an der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg<ref>Jürgen Grübmeier, Georg Fischer: Die Ausbaustrecken der Deutschen Bundesbahn. In: Die Bundesbahn. Jg. 57, Nr. 10, 1981, S. 781–788, ISSN 0007-5876.</ref>. Diese wurde 1870 bis 1874 von der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft (CME) gebaut und zweigt in Wanne-Eickel von ihrer Stammstrecke (Köln-)Deutz–Minden als Teil der Hamburg-Venloer Bahn ab. Heute ist sie als Hauptstrecke durchgehend mindestens zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert, streckenweise lässt die Linienzugbeeinflussung Geschwindigkeiten bis 200 km/h zu. Der Twistringer Bahnhof wurde 1873 in Betrieb genommen. Er besitzt ein Hauptgebäude und einen angrenzenden Güterschuppen, der durch die Abschaffung des Stückguttransportes an Bedeutung verlor. 1874 wurde der Bahnhof, der vorher dem Stadtteil Scharrendorf gehörte, von der Gemeinde Twistringen abgekauft.<ref>Twistringens Bahnhof damals und heute. 5. Juni 2023, abgerufen am 21. Dezember 2023.</ref>
Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzen die Siegermächte des Krieges die Strecke zur Abfuhr von Kohle nach Großbritannien. Dadurch war an diesem Bahnhof eine Gelegenheit zum damals verbreiteten Kohlenklau.<ref>Energieknappheit damals: Kohleklau und Kälte. 16. August 2022, abgerufen am 21. Dezember 2023.</ref>
Seit 2011 wird über den Abriss des um 1873 errichteten Bahnhofhauptgebäudes diskutiert.<ref>Twistringer Bahnhof erhitzt weiter die Gemüter/Immobilie an Kunststudenten vermieten?</ref> Es befand sich bis 2006<ref>Barrierefreiheit: Twistringer Bahnhof wird behindertengerecht umgebaut. Abgerufen am 19. Januar 2013.</ref> in Bahnbesitz und wurde dann an die Kommune verkauft.<ref>„Das werden die Twistringer nicht zulassen“. Abgerufen am 19. Januar 2013.</ref> Ende des Jahres 2012 kaufte ein Investor das Bahnhofgebäude.<ref>Knoll kauft Twistringer Bahnhofsgebäude. In: Weser Kurier. Abgerufen am 19. Januar 2013.</ref>
Der Bahnhof wurden seit Anfang April 2012 im Rahmen der Aktion Niedersachsen ist am Zug (kurz NiaZ) barrierefrei umgebaut.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Hiervon war auch der Personentunnel betroffen. Dieser hat einen Fahrstuhl zum Gleis und neue Treppenbehausungen erhalten. Die Bahnsteige wurden komplett abgerissen und von höheren Bahnsteigkanten (alt 38 cm über SO, neu 76 cm über SO) mit Blindenleitsystem abgelöst. Die am Mittelbahnsteig haltenden Züge sind nun niveaugleich zu erreichen.
Im Dezember 2010 wurde der Bahnhof in das Netz der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen integriert.
Infrastruktur
Das Empfangsgebäude, ein eingeschossiger Mittelbau mit ausgebautem Dachgeschoss und zwei zweigeschossigen Kopfgebäuden, wurde um 1873 errichtet. Neben Räumlichkeiten für die Fahrgäste befand sich darin eine Bahnhofsgaststätte und drei Wohnungen. Das aus Ziegelmauerwerk errichtete Gebäude ist unterkellert, bedeckt ist es mit einem Satteldach in Holzkonstruktion, das verschalt und mit Ziegeln eingedeckt ist. Es verfügt über mehr als 1000 Quadratmeter Grundfläche.<ref name="expose"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Exposé Bahnhof Twistringen ( vom 4. November 2015 im Internet Archive) (PDF-Datei; 1,6 MB) auf twistringen.de</ref>
Ein Güterschuppen, ebenfalls um 1873 erbaut, schließt südwestlich an. Der an der Laderampe errichtete Ziegelbau mit Satteldach enthält Büro- und Lagerflächen, die heute nicht mehr genutzt werden.<ref name="expose" /> Im westlichen Bahnhofsbereich existiert ein Anschluss zur ansässigen Raiffeisen-Warengenossenschaft.
Im Empfangsgebäude wurde 1974 ein Gleisbildstellwerk (Spurplan-Drucktastenstellwerk) der Bauart Sp Dr S60 in Betrieb genommen.<ref name=":0"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Liste deutscher Stellwerke ( vom 2. November 2012 im Internet Archive)</ref> Die technischen Einrichtungen sind weiterhin vorhanden, das Stellwerk wurde in der Nacht vom 5. zum 6. Dezember 2009 an die Fernsteuerung des ESTW Diepholz in der Betriebszentrale Hannover angeschlossen und somit wurde der Posten des örtlichen Fahrdienstleiters (Fdl) überflüssig.
Verkehrsanbindung
Das Fahrgastaufkommen betrug durchschnittlich täglich
- 2017: 1.800 Ein- und Aussteiger<ref>Urteil zum Twistringer Bahnhof: „Wenig einladend“. 29. März 2017, abgerufen am 22. März 2026.</ref>
- 2026: 1.000 bis 2.500 Ein- und Aussteiger<ref>An diesen Bahnhöfen in Niedersachsen steigen die wenigsten Fahrgäste aus. 4. Februar 2026, abgerufen am 22. März 2026.</ref>
Gemittelt waren es in den Jahren
- 2012–2015: 1.800 Ein- und Aussteiger
- 2017–2019: 1.600 Ein- und Aussteiger<ref>Nahverkehrsplan 2023 – 2027, Teil B, Entwicklung des Fahrgastaufkommens Bestandsaufnahme und Potenzialbetrachtung. In: https://www.zvbn.de/. zvbn – Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen, abgerufen am 22. März 2026.</ref>
Vor Inbetriebnahme des Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen Netzes durch die NordWestBahn im Jahr 2011 wurde der Bahnhof durch die RE Linien Osnabrück–Bremen und die RB-Linie Twistringen–Rotenburg (Wümme) bedient. Seit 2011 wird der Bahnhof folgendermaßen bedient:
| Linie | Linienverlauf | Takt | Betreiber
Vorlage:Linienverlauf Expresskreuz Niedersachsen/Bremen Vorlage:Linienverlauf Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen |
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Der Bahnhof liegt heute im Bereich des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen.
Literatur
- Garrelt Riepelmeier: Twistringen. In: Oliver Strüber [vorm. Erich Preuß] (Hrsg.): Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe (= 118. Ergänzungsausgabe). GeraMond Verlag, München 2014, ISSN 0949-2127 (1 Bl., 6 S.).
Weblinks
- Gleise in Serviceeinrichtungen (HT). DB InfraGO (PDF)
Einzelnachweise
<references />